Bistum Kiew-Schytomyr

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Bistum Kiew-Schytomyr
Basisdaten
Staat Ukraine
Metropolitanbistum Erzbistum Lemberg
Diözesanbischof Witalij Krywyzkyj SDB
Weihbischof Oleksandr Jaslowezkyj
Emeritierter Diözesanbischof Jan Purwiński
Fläche 111.600 km²
Pfarreien 166 (31.12.2016 / AP2017)
Einwohner 8.165.300 (31.12.2016 / AP2017)
Katholiken 219.200 (31.12.2016 / AP2017)
Anteil 2,7 %
Diözesanpriester 62 (31.12.2016 / AP2017)
Ordenspriester 103 (31.12.2016 / AP2017)
Katholiken je Priester 1.328
Ordensbrüder 128 (31.12.2016 / AP2017)
Ordensschwestern 190 (31.12.2016 / AP2017)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Ukrainisch
Kathedrale St. Sofien zu Schytomyr
Konkathedrale St. Nikolaus zu Kiew
Anschrift vul. Basejna 9-7
262000 Zhytomyr
Ukraina
Tel.: +38 412 373053
Kirchenprovinz
Karte der Kirchenprovinz

Das Bistum Kiew-Schytomyr (lateinisch Dioecesis Kioviensis-Zytomeriensis, ukrainisch Києво-Житомирська дієцезія) ist ein römisch-katholisches Bistum im Norden der Ukraine. Der Kirchensprengel umfasst heute die Oblaste Schytomyr, Kiew, Tschernihiw und Tscherkassy.

St. Nikolaus zu Kiew war 1909–38 die Konkathedrale des Bistums Schytomyr

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Diözese Kiew wurde 1321 gegründet. Die ersten Bischöfe sind Missionsbischöfe. Unter Bischof Clemens (1466–73) wird Kiew permanenter Bischofssitz. Er errichtet eine Kathedrale. Zwischen 1626 und 1751 wird die Konkathedrale in Schytomyr, der heutigen Kathedrale des Bistums Kiew-Schytomyr, errichtet. 1778 erfolgte die Annexion des Gebietes durch Russland und die Aufhebung der Diözese Kiew. Auf Druck der orthodoxen Kirche in der damals zum russischen Zarenreich gehörenden Stadt durfte kein katholischer Bischof mehr residieren.[1] 1798 wurde die Diözese Kiew mit Sitz in Schytomyr wiedererrichtet und mit der Diözese Luzk zu Luzk-Schytomyr vereinigt. 1925 erfolgte die Auftrennung in zwei separate Diözesen Luzk und Schytomyr; 1998 die Namensänderung durch Papst Johannes Paul II. in Kiew-Schytomyr. 2002 wurde der östlichen Teils der Diözese in das Bistum Charkiw-Saporischschja ausgegliedert.

Bistum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 15. Juni 2011 ernannte Papst Benedikt XVI. den Franziskanerpater Petro Herkulan Maltschuk OFM mit einem persönlichen Titel eines Erzbischofs („ad personam“) zum Oberhirten des Bistums Kiew-Schytomyr. Die Amtseinführung am 5. August 2011 in der Alexanderkirche war die erste seit 1680 in der ukrainischen Hauptstadt Kiew selbst; Malchuk war zudem der erste Oberhirte der Diözese, der den Titel eines Erzbischofs führte.[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b „Erste Amtseinführung eines Bischofs in Kiew seit 1680 “, Domradio, 5. August 2011