Bisutun

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Bisutun (Iran)
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Iran
Die Behistun-Inschrift zeigt den Bericht über die Siege des Großkönigs Dareios I. in drei Sprachen.
Bahram als griechischer Held Herakles. Statue in Bisutun

Bisotun (Behistan) ist ein Dorf unweit von Ekbatana, rund 30 Kilometer östlich von Kermānschāh im Iran. Ein steiler Felsrücken bei diesem Dorf (der sogenannte Berg der Götter) und dessen Umgebung, ist ein historisch bedeutender Ort an der Hauptverbindungsroute zwischen dem Mittelmeer und China.

Das Felsmassiv beherbergt mehrere Reliefs. Das bedeutendste ließ der Achämenidenkönig Dareios I. einmeißeln. Die bildliche Darstellung, gut fünf Meter breit und drei Meter hoch, stellt Darius' Sieg über seinen Hauptgegner Gaumata dar. Mit der Szene, die von der geflügelten Sonnenscheibe des Gottes Ahura Mazda gekrönt ist, will Darius seinen Thronanspruch legitimierem, den er sich in 19 verschiedenen Schlachten erkämpfen musste. Seine Proklamation im darunterliegenden Inschriftenfeld, das sogenannte Behistun-Inschrift umfasst 1200 Zeilen und ist dreisprachig in Altpersisch, Elamisch und Neubabylonisch abgefaßt. Deshalb war sie für die Entzifferung der Keilschrift ähnlich bedeutsam wie der Stein von Rosetta für die ägyptischen Hieroglyphen.

Etwa drei Meter oberhalb des Weges, der zum Dariusrelief hinaufführt, wurde bei Straßenbauarbeiten das Heraklesrelief aus der Zeit der Seleukiden freigelegt. Es zeigt fast vollplastisch den auf einem Löwenfell lagernden Herakles mit einem Becher in der Hand. Die Inschrift an seinem Kopf datiert das Werk in das Jahr 148 vor Christus.

Gleich dahinter finden sich die bereits stark verwitterten Partherreliefs. Auf dem linken Felsbild sind vier Satrapen dargestellt, die König Mithridates II. (124 - 87 v. Chr.) huldigen. Das rechte erinnert an den Sieg des parthischen Königs Gotarzes II., der (zu Pferd dargestellt) seinen Feind (wahrscheinlich den Gegenkönig Meherdates, 50 n. Chr.) mit dem Speer durchbohrt. Eine Inschrift aus dem 17. Jahrhunderts wurde über die Reliefs gemeißelt.

Mehrere Höhlen in dem Felsmassiv belegen eine Besiedlung der Gegend während des Mittelpaläolithikums.

Literatur[Bearbeiten]

  • Mahmoud Rashad: Iran (DuMont-Kunstreiseführer), DuMont Buchverlag, Köln 1998, ISBN 3-7701-3385-4, S. 190-192.
  • Sylvia A. Matheson: Persien. Ein archäologischer Führer, Reclam-Verlag, Stuttgart 1980 (Übersetzung der englischen Ausgabe von 1976), ISBN 3-15-010296-0, S. 146-153.

Weblinks[Bearbeiten]

34.397547.444166666667Koordinaten: 34° 24′ N, 47° 27′ O