Biterolf und Dietleib

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Biterolf und Dietleib ist ein umfangreiches Epos mit 13.510 Versen. Ein unbekannter Dichter aus dem Herzogtum Österreich verfasste es um 1260.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Epos handelt von König Biterolf von Toledo und seinem Sohn Dietleib und ist im Ambraser Heldenbuch überliefert. Es stammt vermutlich aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. In kurzen zweireimigen Versen wird folgendes erzählt: Biterolf zieht nach Etzels Hof und hilft ihm in vielen Kriegen. Dietleib, erwachsen geworden, folgt ihm. Bei der Überfahrt über den Rhein wird er von den Burgunden beleidigt. Bei Etzel angekommen, hilft er ihm gegen die Prußen. Es kommt zu einem Streit mit dem nicht erkannten Vater. Rüdiger von Bechelaren schlichtet; Vater und Sohn erkennen einander. Nach Ende des Kriegs brechen sie nach Burgunden auf, um Dietleibs Beleidigung zu rächen. Die folgende Kampfbeschreibung ist mit der des Rosengarten zu Worms bis in Einzelheiten identisch. Für ihre Dienste an Etzels Hof erhalten Biterolf und Dietleib von Etzel die Steiermark als Lehen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joachim Heinzle: Einführung in die mittelhochdeutsche Dietrichepik. de Gruyter, Berlin 1999, ISBN 3-11-015094-8

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]