Bitetto

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Dieser Artikel behandelt die süditalienische Gemeinde Bitetto; für den gleichnamigen US-amerikanischen Eishockeyspieler siehe Anthony Bitetto.
Bitetto
Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien/Wartung/Wappen fehltKein Wappen vorhanden.
Bitetto (Italien)
Bitetto
Staat Italien
Region Apulien
Metropolitanstadt Bari (BA)
Koordinaten 41° 2′ N, 16° 45′ OKoordinaten: 41° 2′ 0″ N, 16° 45′ 0″ O
Höhe 139 m s.l.m.
Fläche 35 km²
Einwohner 11.971 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte 342 Einw./km²
Postleitzahl 70020
Vorwahl 080
ISTAT-Nummer 072010
Volksbezeichnung Bitettesi
Schutzpatron Jakob von Zadar
Website Bitetto
Ortsbild von Bitetto

Bitetto ist eine süditalienische Gemeinde (comune) mit 11.971 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015) in der Metropolitanstadt Bari in Apulien. Die Gemeinde liegt etwa 13,5 Kilometer südwestlich von Bari.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Archäologische Funde deuten auf eine Besiedlung bereits in der mittleren italischen Bronzezeit (ab dem Protoappenninikum, 16./15. Jahrhundert v. Chr.) hin. Aus dieser Zeit stammen wahrscheinlich auch die in zwei Arealen des heutigen Stadtzentrums entdeckten ovalen, leicht in den Boden eingetieften Bauten, die aus Trockenmauerwerk bestanden. Vereinzelte Funde stammen aus der frühen Eisenzeit.[2] Ferner fanden sich Reste einer Siedlung, die ab dem 4. Jahrhundert v. Chr. bestand. Unter der Führung von Meles von Bari kam es hier 1011 zu einer Schlacht der Aufständischen gegen die Byzantiner. Ab 1089 wurde Bitetto durch eine Bulle des Papstes Urban II. Bischofssitz. 1798 ist dieser Bischofssitz erloschen. Seit 1968 handelt es sich um ein Titularbistum.

Sehenswürdigkeiten und Denkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sehenswürdigkeiten und Denkmäler sind die Kathedrale, die alte Kirche der Heiligen Maria, das Kloster vom Seligen Jakob und das Denkmal zu Ehren der Gefallenen.

Die Kathedrale vom Erzengel Michael ist ein Beispiel für Apulische Romanik. Von Außen kann man drei Tore sehen, das mittlere zeigt zwei steinerne Löwen. In der Innenseite gibt es drei Kirchenschiffe, die mehrmals erneuert wurden.

Die alte Kirche der Heiligen Maria hat eine schmucklose Fassade mit Tor und Glockenturm auf der rechten Seite. Innen gibt es drei Kirchenschiffe und man kann Gemälde auf Leder und ein hölzernes Tabernakel sehen.

Das 1432 gegründete Kloster vom Seligen Jakob war lange Zeit Minoritensitz, heute wird es als theologische Bildungsstätte genutzt. Es ist bekannt für das Vorhandensein der Reste vom Seligen Jakob, einem Franziskaner, dessen Körper unversehrt geblieben ist.

Das Denkmal zu Ehren der Gefallenen ist den Soldaten aus Bitetto gewidmet, die während des Ersten Weltkriegs gefallen sind. Es wird von einer geflügelten Viktoria gekrönt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Ort führt die elektrifizierte Bahnstrecke Bari–Taranto, an der der Bahnhof Bitetto-Palo di Colle liegt.

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.
  2. Zusammenfassend zu den vorgeschichtlichen Funden in Bitetto: Marco Bettelli, Italia meridionale e mondo miceneo. Ricerche su dinamiche di acculturazione e aspetti archeologici, con particolare riferimento ai versanti adriatico e ionico della penisola italiana. Florenz 2002, S. 22 (mit weiterführender Literatur).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bitetto – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien