Bitter Lemon

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Bitter Lemon bei normalem und unter UV-Licht; das enthaltene Chinin lässt die Flüssigkeit leuchten.

Bitter Lemon ( anhören?/i) (englisch für „Bittere Zitrone“) ist ein mit Kohlensäure versetzter, chininhaltiger, milchig-trüber Softdrink, der zu den Bitterlimonaden zählt.

Historische Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Getränk wurde ursprünglich aus Zitronen hergestellt. In den handelsüblichen Marken werden heute allerdings höchstens einige Prozent Zitronensaft zugesetzt oder als Ersatzstoffe Citronensäure, natürliche und künstliche Aromen. Bitter Lemon schmeckt durch den Zusatz von bis zu 85 Milligramm Chinin pro Liter bitter. In dem unter der Marke Schweppes vertriebenen Bitter Lemon sind 34 mg Chinin pro Liter enthalten.[1]

Bitter Lemon wurde früher, genauso wie Tonic Water, von den Kolonialmächten zur Vorbeugung gegen Malaria verwendet. Der Chinin-Gehalt ist heute weitaus geringer, weshalb eine wirksame Vorbeugung gegen Malaria nicht mehr gegeben ist.

Gesundheitliche Risiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenn chininhaltige Getränke während einer Schwangerschaft getrunken werden, kann der Säugling von Chinin abhängig werden, was sich nach der Geburt durch starke Entzugserscheinungen deutlich macht.[2] Außerdem kann das Chinin die Wehen einleiten, da es gebärmutterstimulierend wirkt.

Auch Patienten mit Tinnitus sollen nach Angaben des deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung größere Mengen chininhaltiger Getränke meiden. Bei Überempfindlichkeit können bereits kleine Mengen Chinin verschiedenste Reaktionen, wie zum Beispiel gastrointestinale (den Verdauungstrakt betreffende) oder neurologische (das Nervensystem betreffende) Störungen – etwa Sehstörungen und Verwirrtheit – bewirken.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bitter lemon – Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienVorlage:Commonscat/Wartung/P 2 fehlt, P 1 ungleich Lemma

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. "http://www.schweppes.de" dort: Bitter Lemon – Inhaltsstoffe; Mai 2008
  2. Chininhaltige Getränke sind nichts für Schwangere! BfR hält entsprechende Kennzeichnung für nötig. Bundesinstitut für Risikobewertung, 7. Juni 2005, abgerufen am 16. Oktober 2012 (deutsch).
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