Björn-Uwe Abels

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Björn-Uwe Abels (* 20. Juli 1941 in Berlin) ist Prähistorischer Archäologe und war Hauptkonservator des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege der Dienststelle in Memmelsdorf.

Berufstätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Studium der Vor- und Frühgeschichte in Tübingen, das er 1970 mit der Promotion abschloss, begann Abels 1971 seine Tätigkeit im Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege in der Außenstelle Würzburg. Er wechselte 1976 nach Schloss Seehof in Memmelsdorf und leitete zunächst die dortige Außenstelle und ab 2002 das neue Referat IV B Oberfranken/Unterfranken der Bodendenkmalpflege. Besondere Schwerpunkte seiner Forschung waren die spätbronzezeitliche Heunischenburg, die Ehrenbürg und das keltische Oppidum auf dem Staffelberg. Daneben nahm er vielfältige Repräsentationsaufgaben in der Öffentlichkeit für die Belange der Archäologie wahr, wie z. B. diverse Vorträge vor Stiftungen, Ausstellungen, historischen Vereinen und beim Tag des offenen Denkmals. Im Juli 2006 ging er in Pension.[1]

Als Honorarprofessor an der Otto-Friedrich-Universität (Abteilung Archäologische Wissenschaften) hielt er zwischen 1978/79 und 2005/06 dort verstärkt Vorlesungen zu seinen Spezialgebieten, wie z. B. zur frühlatènezeitlichen Besiedlung Nordostbayerns.

Björn-Uwe Abels ist Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts und wohnt in Bamberg.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die vor- und frühgeschichtlichen Geländedenkmäler Unterfrankens. (= Materialhefte zur bayerischen Vorgeschichte. Reihe B: Inventare der Geländedenkmäler. 6). 2 Bände. Lassleben, Kallmünz 1979, ISBN 3-7847-5306-X.
  • Archäologischer Führer Oberfranken (= Führer zu archäologischen Denkmälern in Bayern. Franken. 2). Theiss, Stuttgart 1986, ISBN 3-8062-0373-3.
  • mit Walter Sage und Christian Züchner: Oberfranken in vor- und frühgeschichtlicher Zeit. Bayerische Verlagsanstalt, Bamberg 1986, ISBN 3-87052-991-1.
  • Neue Ausgrabungen im Befestigungsbereich des Staffelberges, Stadt Staffelstein, Oberfranken. In: Bericht der Bayerischen Bodendenkmalpflege. 28/29, 1987/1988, ZDB-ID 356203-7, S. 143–180.
  • Die Heunischenburg bei Kronach. Eine späturnenfelderzeitliche Befestigung (= Regensburger Beiträge zur prähistorischen Archäologie. 9). Universitäts-Verlag u. a., Regensburg 2002, ISBN 3-930480-28-X.
  • Staffelstein. In: Sabine Rieckhoff, Jörg Biel (Hrsg.): Die Kelten in Deutschland. Theiss, Stuttgart 2001, ISBN 3-8062-1367-4, S. 466–469.
  • Die Kelten in Oberfranken. In: Archiv für Geschichte in Oberfranken. 73, 1993, ISSN 0066-6335, S. 55–65.
  • Historische Belege aus der Münzkunde. In: Rajasthan. Land der Könige. Kunstverlag Gotha, Wechmar 1995, ISBN 3-931182-04-5, S. 37–39.
  • Die Ehrenbürg bei Forchheim: Die frühlatènezeitliche Zentralsiedlung Nordostbayerns. In: Dirk Krauße, Denise Beilharz (Hrsg.): „Fürstensitze“ und Zentralorte der frühen Kelten. Abschlusskolloquium des DFG-Schwerpunktprogramms 1171 in Stuttgart, 12.–15. Oktober 2009 (= Forschungen und Berichte zur Vor- und Frühgeschichte in Baden-Württemberg. 120). Teil 1. Theiss, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8062-2433-7, S. 101–128.
  • Die urnenfelder- und frühlatènezeitliche Zentralsiedlung Ehrenbürg bei Forchheim. In: Bericht der Bayerischen Bodendenkmalpflege. 53, 2012, S. 9–59.
  • Ein Beitrag zur Entwicklung des indischen Stoßdolches, genannt Katar oder Jamdhar. In: Waffen- und Kostümkunde. Zeitschrift der Gesellschaft für Historische Waffen- und Kostümkunde. Bd. 54, Heft 2, 2012, ISSN 0042-9945, S. 145–160.
  • Die Kukri der Gurkhas aus Nepal. In: Waffen- und Kostümkunde. Zeitschrift der Gesellschaft für Historische Waffen- und Kostümkunde. Bd. 55, Heft 2, 2013, S. 133–152.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Günther Hain, Ruprecht Konrad, Dieter Schmudlach, Peter Ziegler: Der Herr der Unterwelt geht in Pension.
  2. Bayerischer Staatsanzeiger, vom 7. Dezember 2012.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]