Blériot-SPAD S.510

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Blériot-SPAD S.510
Typ: Jagdflugzeug
Entwurfsland: FrankreichFrankreich Frankreich
Hersteller: Blériot Aéronautique
Erstflug: 6. Januar 1933
Indienststellung: 1935
Stückzahl: 60

Die Blériot-SPAD S.510 war ein französisches einsitziges Jagdflugzeug.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1930 schrieb das französische Luftfahrtministerium einen Wettbewerb für ein Jagdflugzeug aus. Blériot stellte zu dieser Ausschreibung die S.510 vor. Sie war der einzige Doppeldecker, der an dieser Ausschreibung teilnahm. In der Folge unterlag er zwar der schnelleren Dewoitine D.500, dennoch orderte die französische Luftwaffe 60 Maschinen dieses Typs nach der Vorführung der guten Manövrierfähigkeit und Steigleistung durch den Piloten Lois Massotte vor dem französischen Luftfahrtminister General Dénain. Die Maschinen wurden ab 1935 ausgeliefert.

Unbestätigten Berichten zufolge sollen einige Maschinen im Spanischen Bürgerkrieg auf Seiten der Republikaner geflogen sein. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges war sie veraltet und den deutschen Jagdeindeckern Messerschmitt Bf 109 unterlegen. Sie wurde bereits vorher aus dem Frontdienst gezogen und an Reserveeinheiten und Flugschulen abgegeben. Diese Reserveeinheiten sollten Objektschutz für Städte und Industrieanlagen bieten.

Konstruktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Flugzeug wurde aus der Versuchsmaschine S.91 entwickelt. Der Prototyp S.510.01 hatte seinen Erstflug am 6. Januar 1933. Die Maschine war, wie alle Maschinen dieser Zeit, in Ganzmetallbauweise. Verwendet wurde Duraluminium und Stahl. Der Rumpf besaß einen ovalen Querschnitt. Unterboden und Motorbereich waren gepanzert. Die Flügel waren stoffbespannt, Ober- und Unterflügel wurden von einem I-förmigen Stiel an seiner tragenden Struktur abgestützt und je mit Querrudern ausgestattet. Nur der Oberflügel war leicht rückgepfeilt. Das Cockpit war offen und lag auf Höhe der Aussparung im oberen Flügel. Um bessere Flugeigenschaften zu erzielen, wurden das starre, freitragende Fahrwerk und die Räder stromlinienförmig verkleidet. Die Bewaffnung wurde nicht mehr am Rumpf angebracht sondern an Unterflügelgondeln. Das konnte den Zielvorgang erheblich erschweren und begünstigte die Streuung der Geschosse. Der Prototyp besaß noch synchronisierte MGs im Rumpf.[1]

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kenngröße Daten
Besatzung 1
Länge 7,46 m
Spannweite 8,84 m
Höhe 3,41 m
Flügelfläche 22,0 m²
Geringstes Sinken  ? m/s bei ? km/h
Rüstmasse 1250 kg
max. Startmasse 1677 kg
Steigzeit auf 4000 m 4:31 min
Höchstgeschwindigkeit 372 km/h in 4000 m
Dienstgipfelhöhe 10.500 m
Reichweite 700 km
Triebwerke Hispano-Suiza 12Xbrs-Reihenmotor mit Frontkühler
690 PS (515 kW)[1]
Bewaffnung vier 7,5 mm Chatellerault-MGs in Unterflügelgondeln

Quellen und Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Flugzeugtypen der Welt, Bechtermünz Verlag, 1997, ISBN 3-86047-593-2, S.138
  • Michael Sharpe: Doppeldecker, Dreidecker & Wasserflugzeuge, Gondromverlag, Bindlach, 2001, ISBN 3-8112-1872-7
  • Flugzeugtypen der Welt, Bechtermünz Verlag, 1997, ISBN 3-86047-593-2