Black-Swan-Klasse

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Black-Swan-Klasse
Die Black Swan
Die Black Swan
Schiffsdaten
Land Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich (Seekriegsflagge) Vereinigtes Königreich
Schiffsart Sloop
Stapellauf des Typschiffes 7. Juli 1939
Gebaute Einheiten 37
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
91,3 m (Lüa)
Breite 12,0 m
Tiefgang max. 3,4 m
Verdrängung 1250 ts
1350 ts (mod.)
 
Besatzung 180 bis 192 Mann
Maschinenanlage
Maschine 2 × Admiralty-Dreitrommel-Dampfkessel
2 × Parsons-Getriebeturbine
Maschinen-
leistung
3.600 PS (2.648 kW)
Höchst-
geschwindigkeit
19 kn (35 km/h)
Propeller 2
Bewaffnung

modifiziert:

Die Sloops der Black-Swan- und modifizierten Black-Swan-Klasse wurden bei der Royal Navy und Royal Indian Navy eingesetzt. Die ersten acht liefen zwischen 1939 und 1943 vom Stapel; 29 modifizierte Einheiten folgten zwischen 1942 und 1945.

Wie Korvetten waren Sloops auf Geleitschutzaufgaben spezialisierte Kriegsschiffe, mit Flugabwehr- und U-Jagdfähigkeiten. Ihre Seeausdauer (Reichweite) war größer als die eines Zerstörers, dafür ihre Höchstgeschwindigkeit deutlich niedriger. Immerhin waren die Schiffe aber in der Lage, ein über Wasser ablaufendes deutsches U-Boot vom Typ VII oder Typ IX abzufangen.

Im Zweiten Weltkrieg versenkten die Sloops der Black-Swan-Klasse 29 deutsche U-Boote. Der wohl bekannteste Kommandant einer Sloop war Captain Frederic John Walker. Seine Sloop Starling war an der Versenkung von elf deutschen U-Booten beteiligt und damit wohl der erfolgreichste britische U-Boot-Jäger des Zweiten Weltkrieges.

Nach dem Zweiten Weltkrieg blieben Sloops im Dienst bei der Royal Navy sowie der ägyptischen, indischen und pakistanischen Marine. Vier Schiffe wurden 1958 von der deutschen Bundesmarine als Schulfregatten übernommen: Graf Spee, Scharnhorst, Hipper und Scheer.

Mehrere Sloops der Black-Swan-Klasse kämpften im Koreakrieg.

Black-Swan-Klasse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Royal Indian Navy

  • Godavari, Stapellauf am 21. März 1943, an Pakistan als Sind
  • Jumna, Stapellauf am 16. November 1940
  • Narbada, Stapellauf am 21. Dezember 1942; an Pakistan als Jhelum
  • Sutlej, Stapellauf am 1. Oktober 1940

Royal Navy

  • Black Swan, Stapellauf am 7. Juli 1939
  • Erne, Stapellauf am 5. August 1940
  • Flamingo, Stapellauf am 18. April 1939; 1959 Abgabe an Bundesmarine als Graf Spee
  • Ibis, Stapellauf am 28. November 1940; versenkt von italienischen Torpedobombern bei Algier am 10. November 1942

Modifizierte Black-Swan-Klasse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Royal Indian Navy

  • Cauvery, Stapellauf am 15. Juni 1943
  • Kistna, Stapellauf am 22. April 1943

Royal Navy

  • Actaeon, Stapellauf am 25. Juli 1945, an Bundesmarine als Hipper
  • Alacrity, Stapellauf am 1. September 1944
  • Amethyst, Stapellauf am 7. Mai 1943
  • Chanticleer, Stapellauf am 24. September 1942, Totalverlust am 18. November 1943 durch U 515
  • Crane, Stapellauf am 9. November 1942
  • Cygnet, Stapellauf am 28. Juli 1942
  • Hart, Stapellauf am 7. Juli 1943; an Bundesmarine als Scheer
  • Hind, Stapellauf am 30. September 1943
  • Kite, Stapellauf am 13. Oktober 1942; versenkt durch U 344 am 21. August 1944
  • Lapwing, Stapellauf am 16. Juli 1943; versenkt durch U 968 am 20. März 1945
  • Lark, Stapellauf am 28. August 1943; Wrack geschossen durch U 968 am 17. Februar 1945
  • Magpie, Stapellauf am 30. Dezember 1941
  • Mermaid, Stapellauf am 11. November 1943; an Bundesmarine als Scharnhorst
  • Modeste, Stapellauf am 29. Januar 1944
  • Nereide, Stapellauf am 29. Januar 1944
  • Opossum, Stapellauf am 30. November 1944
  • Peacock, Stapellauf am 11. Dezember 1943
  • Phealsant, Stapellauf am 21. Dezember 1942
  • Redpole, Stapellauf am 25. Februar 1943
  • Snipe, Stapellauf am 20. Dezember 1945
  • Sparrow, Stapellauf am 18. Februar 1946
  • Starling, Stapellauf am 14. Oktober 1942
  • Whimbrel, Stapellauf am 25. August 1942; an Ägypten als El Malek Farouq
  • Wild Goose, Stapellauf am 14. Oktober 1942
  • Woodcock, Stapellauf am 26. November 1942
  • Woodpecker, Stapellauf am 29. Juni 1942; versenkt durch U 256 am 27. Februar 1944
  • Wren, Stapellauf am 11. August 1942

Verluste der Black-Swan-Klasse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Zweiten Weltkrieg:
    • Ibis versenkt von italienischen Torpedobombern bei Algier am 10. November 1942
    • Woodpecker versenkt durch U 256 am 27. Februar 1944
    • Kite versenkt durch U 344 am 21. August 1944
    • Lark zum Wrack geschossen durch U 968 am 17. Februar 1945
    • Lapwing versenkt durch U 968 am 20. März 1945

Durch Black-Swan-Klasse versenkte U-Boote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • U 213 versenkt östlich der Azoren durch Erne , Rochester und Sandwich am 31. Juli 1942.
  • U 124 versenkt westlich von Oporan durch die Korvette Sannecrop und Black Swan am 2. April 1943.
  • U 202 versenkt um 00:30 Uhr am 2. Juni 1943 südöstlich von Cape Farewell, Grönland, durch Starling.
  • U 449 versenkt nordwestlich von Kap Ortegal durch Wren, Woodpecker, Kite und Wild Goose am 24. Juni 1943.
  • U 462 versenkt in der Biskaya durch einen Handley-Page-Halifax-Bomber und Wren, Kite, Woodpecker, Wild Goose und Woodcock am 30. Juli 1943.
  • U 504 versenkt nordwestlich von Kap Ortegal durch Kite, Woodpecker, Wren und Wild Goose am 30. Juli 1943.
  • U 226 versenkt östlich von Neufundland durch Starling, Woodcock und Kite am 6. November 1943.
  • U 538 versenkt südwestlich von Irland durch die Fregatte Foley und Crane am 21. November 1943.
  • U 119 versenkt in der Biskaya durch Starling am 24. Juni 1943.
  • U 842 versenkt durch Starling und Wild Goose am 6. November 1943.
  • U 592 versenkt südwestlich von Irland durch Starling, Wild Goose und Magpie am 31. Januar 1944.
  • U 762 versenkt durch Woodpecker und Wild Goose am 8. Februar 1944.
  • U 734 versenkt südwestlich von Irland durch Wild Goose und Starling am 9. Februar 1944.
  • U 238 versenkt südwestlich von Irland durch Kite, Magpie und Starling am 9. Februar 1944.
  • U 424 versenkt südwestlich von Irland durch Wild Goose und Woodpecker am 11. Februar 1944.
  • U 425 versenkt in der Barentssee durch Lark und die Korvette Alnwick Castle am 17. Februar 1945.
  • U 264 versenkt durch Woodpecker und Starling am 19. Februar 1944.
  • U 1276 versenkt südlich von Waterford durch Amethyst am 20. Februar 1945.
  • U 327 versenkt im Ärmelkanal durch die Fregatten Labuan und Loch Fada und Wild Goose am 27. Februar 1945.
  • U 653 versenkt durch eine Fairey Swordfish vom Geleitflugzeugträger Vindex, Starling und Wild Goose am 15. März 1944.
  • U 961 versenkt östlich von Island durch Starling am 29. März 1944.
  • U 962 versenkt nordwestlich von Kap Finisterre durch Crane und Cygnet am 8. April 1944.
  • U 473 versenkt südwestlich von Irland durch Starling, Wren und Wild Goose am 6. Mai 1944.
  • U 333 versenkt westlich der Scilly-Inseln durch Starling und die Fregatte Loch Killin am 31. Juli 1944.
  • U 608 versenkt in der Biskaya durch Wren und einen B-24-Liberator-Bomber am 10. August 1944.
  • U 385 versenkt in der Biskaya durch Starling und eine Short Sunderland am 11. August 1944.
  • U 198 versenkt nahe den Seychellen durch die Fregatte Findhorn und Godavari am 12. August 1944.
  • U 354 versenkt in der Barentssee durch Mermaid und Peacock, die Fregatte Loch Dunvegan und den Zerstörer Keppel am 24. August 1944.
  • U 394 versenkt in der Norwegischen See durch eine Fairey Swordfish vom Geleitflugzeugträger Vindex, die Zerstörer Keppel und Whitehall und die Sloops Mermaid und Peacock am 2. September 1944.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Black-Swan-Klasse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien