Blackberry

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Dieser Artikel beschreibt das Mobiltelefon. Für weitere Bedeutungen siehe Blackberry (Begriffsklärung).
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Blackberry Q10
Blackberry Passport
US-Präsident Barack Obama in der Air Force One mit seinem BlackBerry im Holster

Das Blackberry (Eigenschreibweise BlackBerry, Aussprache [ˈblækbəri], englisch für Brombeere) ist ein vom gleichnamigen kanadischen Unternehmen Blackberry (zuvor Research In Motion, kurz RIM) entwickeltes und vertriebenes Mobiltelefon (Smartphone). Charakteristisch ist die physikalische Tastatur, welche bis heute in fast allen Modellen Anwendung findet. 1999 brachte RIM das erste Gerät mit der Bezeichnung Blackberry 850 auf den Markt, welches nachfolgend das Zeitalter der mobilen Kommunikation einläutete. Erstmals war es möglich, E-Mails über eine mobile Internetverbindung abzurufen oder neue Termine drahtlos zu synchronisieren. Als Meilenstein der Technikgeschichte und erstes Smartphone gilt das 2002 vorgestellte Nachfolgemodell Blackberry 5810 mit einem integrierten Mobiltelefon.[1]

Blackberry entwickelte im Verlauf unterschiedliche Smartphones auf Basis des hauseigenen Betriebssystems Blackberry OS, darunter die populären Baureihen Bold und Curve. Das Unternehmen konzentrierte sich zu Beginn schwerpunktmäßig auf Geschäftskunden, erweiterte im Verlauf allerdings die Funktionalität, um das Segment der Privatanwender für sich zu gewinnen. Im Oktober 2011 stellte Blackberry auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz das neue Betriebssystem Blackberry 10 vor, welches von aktuellen Modellen wie dem Blackberry Q10, Classic, Z10 oder Passport genutzt wird. Ende 2014 wurde der Amazon Appstore für alle Blackberry-10-Geräte zur Verfügung gestellt, worüber alle bekannten Android-Apps installiert werden können. Ein Jahr später veröffentlichte Blackberry mit dem Modell Priv das erste eigene Smartphone mit Android-System.[2]

Funktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wesentliche Funktion eines Blackberry-Smartphones besteht darin, mobil E-Mails als Push-Dienst empfangen und senden zu können. Darüber hinaus bieten Blackberrys die üblichen Smartphone-Funktionen, wie Adressbuch, Kalender, Instant-Messenger (WhatsApp, BBM), Aufgaben-, Erledigungs-Listen etc. und zusätzlich Handy-Funktionen wie Telefonie, SMS, MMS und Web-Browsing. Im Unterschied zu einem traditionellen PDA muss sich der Benutzer (bei „Blackberry Enterprise Server“ – kurz BES) nicht um die Synchronisierung der Daten kümmern. Bei den Blackberry BES-aktivierten Geräten werden E-Mails, Kalendereinträge, Notizen und Adressbucheinträge per Push-Dienst vom Blackberry Enterprise Server auf das Smartphone übertragen. Das Gerät wird demnach immer auf dem aktuellen Stand gehalten wird, solange eine Datenverbindung besteht. Gleichzeitig ermöglicht es die sofortige Benachrichtigung und Zustellung bei neuen E-Mails und Terminen in Echtzeit. Eine weitere wichtige Funktion ergibt sich aus dem Mobile Data System (MDS), der es ermöglicht, auch andere Daten aus dem Firmennetzwerk – aus ERP-Systemen, Datenbanken etc. – auf dem Blackberry zugänglich zu machen. So lassen sich etwa Preis- oder Lagerinformationen abrufen, Bestellvorgänge auslösen oder Kundendaten verändern.

Die Blackberry-Technik hält die zu übertragende Datenmenge bewusst klein: Der Blackberry Enterprise Server (BES) bereitet alle Daten speziell auf, komprimiert sie und gibt sie dann portionsweise an das Endgerät aus. Erst wenn der Nutzer mehr Daten braucht, werden sie vom Gerät angefordert. Die Anforderung erfolgt, ohne dass der Anwender es merkt oder warten muss. Beispielsweise können so MByte-große Dateien (wie z. B. PDF- oder Office-Dateien) trotz GPRS- oder EDGE-Verbindung (beispielsweise in der Bahn) schnell geöffnet werden: Der BES öffnet auf Anforderung den Anhang, wandelt ihn in eine textorientierte Datei um und schickt sie bündelweise zum Client. Via POP3-Protokoll würde der Server die gesamte Datei unverändert zum Client schicken: D. h. der Nutzer kann erst dann die Datei öffnen, wenn sie vollständig heruntergeladen ist; der Nutzer benötigte ein leistungsstarkes Endgerät, um größere Dateien auch entsprechend verarbeiten zu können. Zudem ist jeder Datenverkehr vom Server aus dem Unternehmensnetzwerk heraus zum Smartphone und zurück verschlüsselt. Die Original-Blackberry-Geräte können zusätzlich so eingestellt werden, dass sie den Geräteinhalt nicht nur via Passwort sichern, sondern ihn auch noch verschlüsseln.

Der Blackberry-Dienst lässt sich auf älteren Geräten (vor der Einführung von OS 10[3]) nur mit einer speziellen Option nutzen, welche beim Mobilfunkbetreiber extra für die Mobilfunkkarte gebucht werden muss. Diese sogenannte „Blackberry-Option“ beinhaltet eine Grundgebühr und eine Gebühr für das beauftragte Datenvolumen. Für den Blackberry-Push-Dienst, bei ca. 500 E-Mails im Monat und Kalendernutzung von etwa 100 Einträgen die Woche, wird kaum mehr als 1 MB im Monat verbraucht.

Seit Blackberry OS 7.0 ist die Software DocumentsToGo von DataViz Bestandteil des Betriebssystems; damit lassen sich Dokumente und Dateianhänge auch nativ betrachten. Die Editierfunktion von Office-Dokumenten ist dadurch ebenfalls möglich. Die Software ermöglicht beispielsweise das Erstellen von Microsoft Word-, Excel- oder PowerPoint-Dateien.

Blackberry-Modelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blackberry Modell Marktstart Betriebssystem Bedienung GPS WLAN HSDPA EV-DO LTE NFC Prozessor RAM Medienspeicher
8100 Pearl 09/2006 OS 4.5 Halb-QWERTY 312 MHz 64 MB optional Micro-SD (max. 2 GB)
8800 02/2007 OS 4.5 QWERTZ ja 312 MHz 64 MB optional Micro-SD (max. 2 GB)
8300 Curve 05/2007 OS 4.5 QWERTZ 312 MHz 64 MB optional Micro-SD (max. 4 GB)
8820 07/2007 OS 4.5 QWERTZ ja b/g 312 MHz 64 MB optional Micro-SD (max. 2 GB)
8310 Curve 08/2007 OS 4.5 QWERTZ ja 312 MHz 64 MB optional Micro-SD (max. 4 GB)
8320 Curve 09/2007 OS 4.5 QWERTZ ja b/g 312 MHz 64 MB optional Micro-SD (max. 4 GB)
8120 Pearl 10/2007 OS 4.5 Halb-QWERTY b/g 312 MHz 64 MB optional Micro-SD (max. 4 GB)
8110 Pearl 01/2008 OS 4.5 Halb-QWERTY ja 312 MHz 64 MB optional Micro-SD (max. 4 GB)
9000 Bold 05/2008 OS 4.6 bzw.
OS 5.0 (mit Update)
QWERTZ ja a/b/g ja 624 MHz 128 MB 1 GB eMMC und optional
Micro-SD (max. 8 GB)
8220 Pearl Flip 09/2008 OS 4.6 Halb-QWERTY
Clamshell
ja b/g 312 MHz 64 MB optional Micro-SD (max. 8 GB)
9500 Storm 09/2008 OS 4.6 bzw.
OS 5.0 (mit Update)
Touchscreen ja ja 528 MHz 128 MB 1 GB eMMC und optional
Micro-SD (max. 16 GB)
8900 Curve 11/2008 OS 4.6 bzw.
OS 5.0 (mit Update)
QWERTZ ja b/g 512 MHz 256 MB optional Micro-SD (max. 32 GB)
8520 Curve 07/2009 OS 5.0 QWERTZ b/g 512 MHz 256 MB optional Micro-SD (max. 32 GB)
9520 Storm 2 10/2009 OS 5.0 Touchscreen ja b/g ja 528 MHz 256 MB 2 GB eMMC und optional
Micro-SD (max. 16 GB)
9700 Bold 10/2009 OS 5.0 bzw.
OS 6.0 (mit Update)
QWERTZ ja a/b/g ja 624 MHz 256 MB 2 GB Micro-SD (max. 16 GB)
9105 Pearl 3G 04/2010 OS 5.0 bzw.
OS 6.0 (mit Update)
Halb-QWERTY ja b/g/n ja 624 MHz 256 MB 2 GB Micro-SD (max. 32 GB)
9800 Torch 08/2010 OS 6.0 Touchscreen
QWERTZ (Slider)
ja b/g/n ja 624 MHz 512 MB 4 GB eMMC,
4 GB Micro-SD (max. 32 GB)
9300 Curve 3G 08/2010 OS 5.0 bzw.
OS 6.0 (mit Update)
QWERTZ ja b/g/n ja 624 MHz 256 MB optional Micro-SD (max. 32 GB)
9780 Bold 10/2010 OS 6.0 QWERTZ ja a/b/g ja 624 MHz 512 MB 2 GB Micro-SD (max. 32 GB)
9900 Bold 05/2011 OS 7.0 bzw.
OS 7.1 (mit Update)
QWERTZ
Touchscreen
ja a/b/g/n ja ja 1,2 GHz 768 MB 8 GB eMMC und optional
Micro-SD (max. 32 GB)
9860 Torch 08/2011 OS 7.0 bzw.
OS 7.1 (mit Update)
Touchscreen ja b/g/n ja 1,2 GHz 768 MB 4 GB eMMC und optional
Micro-SD (max. 32 GB)
9810 Torch 08/2011 OS 7.0 bzw.
OS 7.1 (mit Update)
Touchscreen
QWERTZ (Slider)
ja b/g/n ja 1,2 GHz 768 MB 8 GB eMMC und optional
Micro-SD (max. 32 GB)
9360 Curve 08/2011 OS 7.0 bzw.
OS 7.1 (mit Update)
QWERTZ ja b/g/n ja ja 800 MHz 512 MB 512 MB eMMC,
4 GB Micro-SD (max. 32 GB)
9981 Porsche Design 10/2011 OS 7.0 bzw.
OS 7.1 (mit Update)
QWERTZ
Touchscreen
ja a/b/g/n ja ja 1,2 GHz 768 MB 8 GB eMMC,
16 GB Micro-SD (max. 32 GB)
9380 Curve 11/2011 OS 7.0 bzw.
OS 7.1 (mit Update)
Touchscreen ja b/g/n ja ja 800 MHz 512 MB 512 MB eMMC,
4 GB Micro-SD (max. 32 GB)
9790 Bold 11/2011 OS 7.0 bzw.
OS 7.1 (mit Update)
QWERTZ
Touchscreen
ja a/b/g/n ja ja 1,0 GHz 768 MB 8 GB eMMC und optional
Micro-SD (max. 32 GB)
9320 Curve 05/2012 OS 7.1 QWERTZ ja b/g/n ja 806 MHz 512 MB 512 MB eMMC und optional
Micro-SD (max. 32 GB)
9720 08/2013 OS 7.1 QWERTZ
Touchscreen
ja b/g/n ja 806 MHz 512 MB 512 MB eMMC und optional
Micro-SD (max. 32 GB)
Z10 02/2013 10 bzw.
10.3 (mit Update)
Touchscreen ja a/b/g/n ja ja ja 1,5 GHz 2 GB 16 GB eMMC und optional
Micro-SD (max. 32 GB)
Q10 05/2013 10.1 bzw.
10.3 (mit Update)
Touchscreen
QWERTZ
ja a/b/g/n ja ja ja 1,5 GHz 2 GB 16 GB eMMC und optional
Micro-SD (max. 32 GB)
Q5 07/2013 10.1 bzw.
10.3 (mit Update)
Touchscreen
QWERTZ
ja a/b/g/n ja ja ja 1,2 GHz 2 GB 8 GB eMMC und optional
Micro-SD (max. 32 GB)
Z30 11/2013 10.2 bzw.
10.3 (mit Update)
Touchscreen ja a/b/g/n ja ja ja 1,7 GHz 2 GB 16 GB eMMC und optional
Micro-SD (max. 64 GB)
Passport 09/2014 10.3 Touchscreen
QWERTZ
ja a/b/g/n ja ja ja 2,2 GHz 3 GB 32 GB eMMC und optional
Micro-SD (max. 128 GB)
Classic 12/2014 10.3 QWERTZ
Touchscreen
ja a/b/g/n ja ja ja ja 1,5 GHz 2 GB 16 GB eMMC und optional
Micro-SD (max. 128 GB)
Leap 04/2015 10.3 Touchscreen ja a/b/g/n ja ja nein 1,5 GHz 2 GB 16 GB eMMC und optional
Micro-SD (max. 128 GB)
Priv 11/2015 Android 5.1.1 Touchscreen
QWERTZ (Slider)
ja a/b/g/n ja ja ja ja 1,8 GHz 3 GB 30 GB eMMC und optional
Micro-SD (max. 2 TB)
Zusätzliche Blackberry-Geräte, die nur auf dem US-amerikanischen und kanadischen Markt erhältlich waren bzw. sind:
8830 04/2007 OS 4.5 QWERTY ja ja 312 MHz 64 MB optional Micro-SD (max. 2 GB)
8330 Curve 09/2007 OS 4.5 QWERTY ja ja 312 MHz 64 MB optional Micro-SD (max. 4 GB)
8130 Pearl 10/2007 OS 4.5 Halb-QWERTY ja b/g ja 312 MHz 64 MB optional Micro-SD (max. 4 GB)
8350i Curve 09/2008 OS 4.5 QWERTY ja b/g  ? 128 MB optional Micro-SD (max. 16 GB)
9530 Storm 09/2008 OS 4.6 bzw.
OS 5.0 (mit Update)
Touchscreen ja ja ja 528 MHz 128 MB 1 GB eMMC und optional
Micro-SD (max. 16 GB)
8230 Pearl Flip 02/2009 OS 4.6 Halb-QWERTY
Clamshell
ja b/g ja 312 MHz 128 MB optional Micro-SD (max. 8 GB)
8530 Curve 11/2009 OS 5.0 QWERTY ja b/g ja 528 MHz 256 MB optional Micro-SD (max. 32 GB)
9630 Tour 07/2009 OS 5.0 QWERTY ja ja ja 528 MHz 256 MB optional Micro-SD (max. 8 GB)
9550 Storm 2 10/2009 OS 5.0 Touchscreen ja b/g ja ja 528 MHz 256 MB 2 GB eMMC und optional
Micro-SD (max. 16 GB)
9650 Bold 04/2010 OS 6.0 QWERTY ja b/g ja 528 MHz 512 MB 2 GB Micro-SD (max. 32 GB)
9100 Pearl 3G 04/2010 OS 5.0 bzw.
OS 6.0 (mit Update)
Halb-QWERTY ja b/g/n ja 624 MHz 256 MB 2 GB Micro-SD (max. 32 GB)
9330 Curve 3G 09/2010 OS 5.0 bzw.
OS 6.0 (mit Update)
QWERTY ja b/g ja ja 624 MHz 512 MB optional Micro-SD (max. 32 GB)
9670 Style 10/2010 OS 6.0 QWERTY
Clamshell
ja b/g/n ja  ? 512 MB 8 GB Micro-SD (max. 16 GB)
9930 Bold 05/2011 OS 7.0 bzw.
OS 7.1 (mit Update)
QWERTY
Touchscreen
ja a/b/g/n ja ja ja 1,2 GHz 768 MB 8 GB eMMC und optional
Micro-SD (max. 32 GB)
9850 Torch 08/2011 OS 7.0 Touchscreen ja b/g/n ja ja 1,2 GHz 768 MB 4 GB eMMC und optional
Micro-SD (max. 32 GB)
9350 Curve 08/2011 OS 7.0 bzw.
OS 7.1 (mit Update)
QWERTY ja b/g/n ja 800 MHz 512 MB 512 MB eMMC und optional
Micro-SD (max. 32 GB)
9370 Curve 08/2011 OS 7.0 bzw.
OS 7.1 (mit Update)
QWERTY ja b/g/n ja ja 800 MHz 512 MB 1 GB eMMC und optional
Micro-SD (max. 32 GB)
9220 Curve 05/2012 OS 7.1 QWERTY ja b/g/n  ? 512 MB 512 MB eMMC und optional
Micro-SD (max. 32 GB)

Prominente Nutzer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Personen des öffentlichen Lebens haben BlackBerry-Smartphones genutzt oder nutzen es gegenwärtig:

Verkaufszahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blackberry konnte bis einschließlich 2011 von der wachsenden Smartphone-Sparte profitieren, in den USA wurde das Modell Curve im ersten Quartal 2009 häufiger verkauft als das iPhone.[17] Die Marktanteile konnten nachfolgend nicht gehalten werden, da konkurrierende Unternehmen wie Samsung und Apple gezielt den Bereich der Privatanwender für sich beanspruchten. 2015 wurde Blackberry hingegen als Marktführer für Enterprise Mobile Management im Forester Wave-Report ausgezeichnet, was angesichts des speziellen Anwenderkreises vor allem dem Erfolg im Firmen- und Businesskunden-Segment zugeschrieben wird.[18]

Smartphone-Verkäufe der Marke Blackberry zwischen 2003 und 2015[19]
2015 2014 2013 2012 2011 2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004 2003
8.500.000 20.500.000 28.100.000 49.000.000 52.300.000 36.700.000 26.000.000 13.800.000 6.400.000 4.040.00 2.440.000 920.000 277.000

Bedienung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Steuerung der Geräte erfolgte bis zum Gerätetyp 8100 Pearl im Wesentlichen mit einem Daumenrad (Trackwheel) und einer Löschtaste an der rechten Geräteseite. Damit ermöglichte der BlackBerry eine konsequente Einhandbedienung. Die Texteingabe bei den gängigen Typen erfolgt über eine für die Bedienung mit beiden Daumen optimierte vollständige QWERTZ-Tastatur. Eine Ausnahme bilden die Endgeräte der 71xx-, 81xx-, 82xx- und 91xx-Reihe, die über eine Sure-Type-Tastatur verfügen. Zwei links bzw. rechts am Gehäuse angebrachte Tasten können frei belegt werden, beispielsweise mit dem Adressbuch und dem Kalender.

Der Name des Blackberry Pearl verweist auf die nun zur Navigation unter dem Bildschirm angebrachte „Perle“, eine beleuchtete Steuerkugel (Trackball). Im Zuge dieser Neugestaltung ist die „Escape“-Taste (Löschtaste) von der Seite des Gerätes neben das Daumenrad verlegt worden, um die Einhandbedienung zu gewährleisten.

Da der Trackball durch Verschmutzungen nicht selten zum Blockieren neigt, verbaut Blackberry Limited in seinen neuen Modellreihen 85xx, 96xx und 97xx stattdessen ein Trackpad, das die Bewegungsrichtung des darauf gleitenden Daumens erkennt. Die Modelle Q5 und Q10 wurden nachfolgend jeweils ohne die bekannte Blackberry-Leiste mit dem dazugehörigen Trackpad konzipiert. Mit der Neueinführung des Blackberry Classic sind sowohl die erweiterten Menütasten als auch das Trackpad abermals integriert worden, womit die Einhandbedienung wieder vollständig gegeben ist. Alle Geräte mit Blackberry-10-Betriebssystem können außerdem über den integrierten Touchscreen bedient werden.

Backoffice[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Push-Dienst wird im Backoffice durch den BES bereitgestellt, der seinerseits über eine Anbindung an die Groupware-Systeme Microsoft Exchange, Novell Groupwise, Lotus Domino oder Alt-N MDaemon[20] verfügt.

Der Server überwacht die Mailbox des Benutzers auf eingehende Mails und leitet diese an das Mobile Routing Center (MRC) von Blackberry Limited weiter. Von dort werden die Mails an den Mobilfunkanbieter geschickt und dann per Funk an das Blackberry übertragen. Auf dem gleichen Wege funktioniert die Übertragung von Kalendereinträgen, Aufgabenlisten, Adressen und Notizen (Push-Dienst). Werden die Einträge auf dem Blackberry erfasst oder E-Mails geschrieben, erfolgt die Datenübertragung in umgekehrte Richtung auf das Groupware-System.

Der BES erlaubt Firmen auch erhöhte Sicherheitseinstellungen. Somit kann der Administrator Software über das Mobilfunknetz (engl. „Over the Air“ oder „OTA“) im Hintergrund auf dem Blackberry-Gerät installieren. Im Notfall kann der Blackberry mit einem speziellen OTA-Befehl gelöscht werden, jedenfalls solange eine Verbindung zum Server besteht.

Für kleine Unternehmen steht als Alternative zum BES der auf maximal 30 Clients begrenzte Blackberry Professional Server (BPS) zur Verfügung. Dieser stellt geringere Anforderungen an die Server-Hardware. Dadurch kann dieser im Gegensatz zum BES auf Domaincontrollern oder auf demselben Server wie MS Exchange installiert werden. Zudem unterstützt ein Installationsassistent auch weniger versierte Administratoren.

Damit auch Privatanwender und Unternehmen ohne eigene Server (Prosumer) Teile der Blackberry-Technik nutzen können, stellen die Mobilfunkprovider Server zur Verfügung, die den Basisdienst E-Mail bereitstellen. Diese heißen im Gegensatz zum Blackberry Enterprise Server (BES) anders, und zwar Blackberry Internet Service (BIS). Hier werden externe POP3/IMAP/OWA/LWA-Postfächer eingebunden und die dort eingehenden E-Mails dann an das Handgerät weitergeleitet. Dabei besteht die Möglichkeit, Antworten vom Handgerät mit einer eigenen E-Mail-Adresse zu maskieren, so dass nicht die vom Mobilfunkanbieter generierte E-Mail-Adresse benutzt zu werden braucht. Dieser Dienst wird im Moment in Deutschland von T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 angeboten. Mit BIS (aktuelle Version 4.1) ist es ohne Zusatzsoftware nur bei einzelnen E-Mail-Anbietern möglich, Kontakte oder den Kalender zu synchronisieren. Des Weiteren steht den BIS-Kunden der Abgleich des Blackberry via USB oder, bei neueren Modellen, via Bluetooth manuell mittels Blackberry Desktop mit Outlook oder Notes, zur Verfügung. Zusätzlich können BIS-Kunden die für Blackberry bekannte Funktionalität nutzen, wenn sie von Drittanbietern entwickelte Lösungen einsetzen, die Daten über eine XML-Schnittstelle mit dem Blackberry synchronisieren.

Besonders kleine und mittelständische Unternehmen, die die vollen Blackberry-Funktionalitäten nutzen möchten, aber für die ein eigener BES zu teuer ist, können das durch das sogenannte Blackberry Hosting erreichen. Dabei wird der Server von einem IT-Dienstleister bereitgestellt, der Abonnent bezahlt lediglich einen bestimmten Betrag pro Monat. Alternativ gibt es den Blackberry Professional Server, dieser ist bis zu 30 Nutzer bzw. Lizenzen kostenlos – er ist der Nachfolger des Blackberry Small Business Server. Erst bei mehr Nutzern wird ein BES benötigt.

Verbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Abgleich zwischen Handgerät und Server erfolgt bei älteren Modellen über ein spezielles Pager-Netzwerk, bei neueren im GSM-Netz über GPRS in verschlüsselter und komprimierter Form. Mit dem Blackberry 8707/9000/9500/9520/9700 (Vodafone) oder dem XDA III-Trion (O2) stehen mittlerweile auch UMTS-fähige Blackberry- und Blackberry-Connect-Geräte zur Verfügung. Zur Verschlüsselung wird 3DES und bei Servern ab Version 4 auch AES unterstützt.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blackberry-Nutzer weltweit lt. Blackberry Limited-Angaben
Zeitpunkt Nutzer in Mio.
Januar 2004 1,0
November 2004 2,0
Mai 2005 3,0
August 2005 3,65
Dezember 2005 4,3
Oktober 2006 6,0
Juni 2007 9,0
Dezember 2007 11,2
Oktober 2009 30,0
Dezember 2010 41,0

Das erste Modell der Reihe, der Blackberry 850, erschien 1999.

Blackberry konnte sich durch den in den Zahlen ersichtlichen starken Zuwachs mit einem Marktanteil von 20,8 % an die Spitze des PDA-Markts setzen (Stand Mai 2005).

Mittlerweile gibt es eine Software-Lösung namens Blackberry Connect, die die Blackberry-Funktionen auf PDAs nachbildet, z. B. auf Windows-CE-Geräten wie dem MDA 3 von T-Mobile oder Symbian-OS-Geräten wie dem Sony Ericsson P910. Das zurzeit einzige Gerät mit vollem Blackberry-Funktionsumfang außerhalb der Blackberry-Geräte ist das SK65 von Siemens.

Sicherheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine wichtige Sicherheitskomponente ist die AES-Verschlüsselung (bei älteren Versionen 3DES) des Datenverkehrs mit 256 Bit langen AES-Schlüsseln vom BES zum Handgerät. Die Übertragung der Daten zwischen Endgerät und Blackberry-Server erfolgt laut Blackberry Limited immer verschlüsselt. Das wurde nach der in Le Monde falsch wiedergegebenen – und nur angeblich nachträglich berichtigten – Warnung vor der Nutzung der Geräte in Regierungskreisen bekanntgegeben, nach der eine angebliche Datenschutzgefahr durch US-amerikanische und britische Geheimdienste gemäß dem Regulation of Investigatory Power Act (RIP Act) bestehe. Das Gesetz erlaubt britischen Behörden die Überwachung der Kommunikation auf in Großbritannien befindlichen Servern. Das trifft auf Blackberry-Server nicht zu, da diese Blackberry-Daten in Großbritannien nur durchschleusen, nicht aber lagern. Dieser Schlüssel, der anfangs mittels Zufallsgenerator bei der Geräte-Aktivierung ausgehandelt wird, gilt maximal 30 Tage, bis er erneuert wird. Würde der Schlüssel kompromittiert, ist der Folgeschlüssel nicht abhängig vom Vorgänger und somit die Sicherheit gewahrt. Der Blackberry-Administrator kann den Schlüssel erneuern. Auch der Benutzer des Handgeräts kann mit dem umgangssprachlichen „Paranoia-Button“ einen neuen Schlüssel bilden. Ausgehende Pakete werden vom BES sowie vom Handgerät nicht mit dem „Masterkey“ verschlüsselt sondern jeweils mit einem auf dem Masterkey beruhenden „Session-Key“. Zudem besteht die Möglichkeit des Einsatzes von S/MIME oder PGP zur E-Mail-Verschlüsselung.

Außerdem kann der Geräteinhalt zum Erzwingen eines Gerätepasswortes verschlüsselt werden. Ein Blackberry-Administrator kann mehr als 400 Einstellungen über „Policies“ setzen, um Geräteeigenschaften abzuschalten oder mit Sicherheitsmerkmalen zu versehen. Dazu zählen:

  • Die Möglichkeit, sichere Passwörter (bis 24 Zeichen) zu erzwingen, im komplexesten Fall mit Groß- und Kleinbuchstaben, Sonderzeichen und Zahlen.
  • Passwort-Historie: Die letzten Passwörter werden gemerkt und können nicht wieder verwendet werden.
  • Sperren bestimmter Passworte.
  • Sperrung des Gerätes nach vordefinierter Zeit.
  • Sperrung und Löschung des Geräts nach einer definierten Anzahl von Passwort-Fehleingaben
  • „Periodic Challenge“: Kennworteingabe nach gewisser Zeit, auch wenn an dem Gerät gearbeitet wird.
  • Verbot von SMS, MMS oder anderer E-Mail-Dienste.
  • Erzwingung der Verschlüsselung des gesamten Handgeräts (Inhaltsschutz)
  • Deaktivierung der Kamera, der Multimedia-Funktionen und von externen Speichern (microSD).

Die Richtlinien-Einstellungen erläutert der „BlackBerry Enterprise Server Policy Reference Guide“. Diese Einstellungen kann ein Nutzer nicht beeinflussen, wenn ein Administrator diese zentral verändert. Er kann Geräte weltweit administrieren sowie over the air löschen, wenn eines verloren ging oder gestohlen wurde. Die zentrale Administration setzt Verhaltensvorgaben und Vorgaben zur Corporate Identity um.

Im Juli 2009 wurde in den Vereinigten Arabischen Emiraten vom Provider Etisalat ein „Performance Patch“ verbreitet, der sich als Schnüffelsoftware der US-Softwarefirma SS8 herausstellte und mit dem sich der E-Mail-Verkehr der Blackberry-Kunden aushorchen ließ.[21][22]

Das Blackberry OS 10 überträgt standardmäßig E-Mail-Passwörter im Klartext an den Hersteller, sofern der Nutzer am Gerät eine automatische Einrichtung seiner E-Mail-Accounts durchführt.[23] Die Firma Blackberry nutzt diese Zugangsdaten, um sich mit dem Kunden-Account auf dem angegeben Mailserver einzuloggen und so die E-Mail-Konfiguration zu prüfen.[24] Blackberry gibt ferner an, die Zugangsdaten des Kunden würden nur während der Einrichtung des Mailaccounts verwendet und von Seiten des Unternehmens nicht gespeichert. Die Übermittlung des Passwortes sei durch die vom Nutzer akzeptierten AGB abgedeckt. Der Heise-Verlag empfiehlt Nutzern von Blackberry 10, die per Single-Sign-On das gleiche Passwort für Mail- und andere Dienste nutzen, alle Passwörter zu ändern, die auf Blackberry-10-Geräten für E-Mail-Zugriffe genutzt wurden. Die Übermittlung des Passwortes bei der Einrichtung des Mail-Accounts lässt sich durch Verwendung der Schaltfläche Erweitert auf dem Gerät unterbinden; ebenfalls findet keine Übermittlung bei Konfiguration über BES statt.

Das kanadische Unternehmen entschlüsselt auch BBM- und PIN-Nachrichten und verrät den PIN-Code der Kunden Behörden in aller Welt. Blackberry umgeht so das in Rechtshilfeabkommen mit Kanada geregelte Verfahren. Damit entfällt die staatliche Aufsicht, ob das ausländische Auskunftsersuchen legitim und echt ist. Anfragende Behörden legen die in ihrem Land erforderlichen Dokumente vor, was oft keine richterliche Anordnung erfordert. Die Behörde erklärt, ihr Auskunftswunsch diene der Durchsetzung geltender Strafgesetze und sagt zu, dass die Anfrage nicht der Kontrolle oder Bestrafung friedlicher Äußerungen politischer oder religiöser Meinungen dient. [25]

Datenschutz und Blackberry[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BlackBerry entwickelte mit dem Enterprise Server (BES) eine Produkt, das hauptsächlich für den US-amerikanischen Markt konzipiert ist. US-amerikanische Unternehmen erwarten andere Leistungsmerkmale als die weltweite Kundschaft. In den Vereinigten Staaten ist jede E-Mail, die über das Unternehmensnetzwerk läuft, Eigentum der Firma. Privatsphäre wird nicht garantiert und wird in vielen Fällen explizit ausgeschlossen. Nach momentaner Rechtsprechung sind Firmen in den USA auch dafür verantwortlich, was Mitarbeiter in ihren E-Mails schreiben. Daher findet in vielen Firmen eine starke Überwachung des Datenverkehrs statt. Der BES ist ebenfalls dazu in der Lage. Es können Einstellungen getroffen werden, dass jede E-Mail automatisch als Blindkopie an einen bestimmten Empfänger gesandt wird. Die Software ermöglicht es, sämtliche PIN-to-PIN-Nachrichten (so etwas wie SMS zwischen Blackberry-Geräten), SMS und via Blackberry Messenger versandte Nachrichten in Logdateien zu schreiben. Zudem können alle Telefonate, mit dazugehörigem Namen aus dem Benutzer-Adressbuch, in eine Logdatei geschrieben werden. Dazu können serverseitig nahezu sämtliche Status und Einstellungen des Gerätes, wie installierte Software oder Betriebszeiten, abgerufen werden. In Deutschland und anderen Ländern stellt diese Technik ein Datenschutzproblem dar. Die Einstellungen können problemlos ohne Benachrichtigung des Benutzers, mit Hilfe der Policies, jederzeit geändert werden und nur auf ihn oder eine bestimmte Benutzergruppe angewendet werden. Eine simple Fehlkonfiguration kann somit datenschutzrechtlich bedeutsame Inhalte einem nicht autorisierten Personenkreis zugänglich machen. Unter dieser Prämisse sollte die Verwendung von Blackberry-Endgeräten im Firmenumfeld in Bezug auf die Privatsphäre stets unter der allgemeinen Maßgabe erfolgen, Inhalte rein geschäftlich und wenig bis gar nicht persönlich zu gestalten. Des Weiteren ist bei Einführung von Blackberry-Diensten im Firmenumfeld zu klären, inwiefern eine Einführung – hier auch insbesondere wegen der technischen Umsetzung des Zugriffes auf das Postfach unter Zuhilfenahme eines „Kurier-Accounts“, besonders im Microsoft-Exchange-Umfeld – mit dem Betriebsrat besprochen und genehmigt werden muss.

BlackBerry gehört zu den ersten Hauptmitgliedern der FIDO-Allianz, welche den Industriestandard Universal Second Factor (U2F) für eine allgemein anwendbare Zwei-Faktor-Authentifizierung entwickelt hat.

Kriminalität und Zensur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Krawalle im Vereinigten Königreich ist vor allem der Blackberry Messenger („BBM“) in die Kritik geraten: Viele Randalierer sprachen sich über das Instant-Messaging-Netzwerk ab, mit dem die Geräteinhaber ohne staatliche Abhörmöglichkeit direkt miteinander kommunizieren können. Der Messenger funktionierte seinerzeit ausschließlich mit Blackberrys und überträgt verschlüsselt Nachrichten, Videos und Bilder. Während der Krawalle gab die Firma Blackberry auf einem offiziellen Twitter-Account für Großbritannien bekannt, mit den Behörden kooperieren zu wollen. Als Reaktion auf diese Bekanntmachung drang die Hacker-Gruppe „TeaMp0isoN“ nach eigenen Angaben in das offizielle Blog von Blackberry ein und platzierte eine Nachricht auf der Website.[26]

Die indische Regierung vermutet, dass die Anschläge am 26. November 2008 in Mumbai, bei denen 166 Menschen getötet wurden, über Blackberrys geplant wurden. Allerdings geben Experten zu bedenken, dass sich Terroristen auch verschlüsselt über das „normale“ Internet verständigen könnten.

In Saudi-Arabien ist der BBM besonders bei Jugendlichen beliebt. In dem konservativen islamischen Land ist er für viele Nutzer die einzige Möglichkeit, Kontakt zum anderen Geschlecht aufzunehmen. Im Jahr 2009 hatte dem Hersteller Blackberry zufolge die größte staatliche Telekommunikationsfirma des Landes, Etisalat, versucht, unter dem Vorwand eines Software-Updates ein Spionageprogramm auf den Geräten zu installieren.[27]

Patentstreit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blackberry-Technik verletzte (zumindest in den USA) ein Patent, das 1991 angemeldet und später von einer Firma namens NTP, Inc. mit Sitz im US-Bundesstaat Virginia erworben wurde. Diese verklagte Blackberry Limited im November 2001, nachdem Verhandlungen über einen Lizenzvertrag gescheitert waren. Es folgte ein mehrjähriger Rechtsstreit, in dessen Verlauf befürchtet wurde, dass ein Gericht die Abschaltung aller Blackberry-Dienste anordnen könnte. Dazu kam es jedoch nicht, stattdessen erzielten die Prozessgegner im März 2006 eine gütliche Einigung. Die Firma Blackberry Limited verpflichtete sich zur Zahlung von 612 Millionen US-Dollar und erwarb das Recht, die betroffenen Patente benutzen zu dürfen. Die von NTP gehaltenen Patente (16 Ansprüche) wurden mittlerweile vom United States Patent and Trademark Office für nichtig erklärt.

Schwächen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenngleich mit dem Blackberry eine produktiv einsetzbare Lösung für mobile Kommunikation per E-Mail bereitgestellt wurde, konnten die Geräte zu Beginn der Einführung keine E-Mail-Anhängen in Fremdformaten (MS-Office, PDF, TIFF, etc.) darstellen. Die Blackberry-Basissoftware beschränkte sich weitgehend darauf, Text aus den Dokumenten zu parsen und als reinen Text anzuzeigen. Bei späteren Modellreihen (ab 2010) wurden diese funktionellen Einschränkungen nachhaltig behoben: insbesondere Blackberry-Smartphones sind heute dafür bekannt, zahlreiche Dateiformate nativ darstellen zu können.

Eine weitere Schwäche offenbarte sich mit der Einführung leistungsstarker Smartphones und darauf abgestimmter Apps: die meisten Modelle von Blackberry erfüllen bislang nicht die Hardwarevoraussetzungen, um aufwändige 3D-Spiele auszuführen. Der Nachteil wird dadurch ausgeglichen, dass die Akkulaufzeit aufgrund der niedrigeren Prozessorleistung zum Teil beinah doppelt so hoch ist wie bei Smartphones von anderen Herstellern.[28]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alastair Sweeny: BlackBerry Planet: The Story of Research in Motion and the Little Device that Took the World by Storm. Wiley, 2009, ISBN 978-0-470-15940-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Blackberry – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Blackberry – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Blackberry: Vom Überflieger zum Übernahmekandidat. 2. Februar 2015, abgerufen am 16. Januar 2016.
  2. BlackBerry Priv: Android-Slider nun auch in Deutschland erhältlich. netzwelt.de, 10. Dezember 2015, abgerufen am 16. Januar 2016.
  3. Blackberry künftig ohne spezielle Daten-Option nutzbar. In: teltarif.de. 29. Januar 2013, abgerufen am 26. Juli 2015.
  4. a b c Von Angela Merkel bis Ashton Kutcher – die beliebtesten Promi-Handys. Presseportal, 18. August 2011, abgerufen am 16. Januar 2016.
  5. a b c Which phones do world leaders use? The Guardian, 31. August 2013, abgerufen am 28. März 2014.
  6. a b Smartphone, Tracker, Watch: Das sind die Gadgets der Stars. Turn on, 25. Mai 2015, abgerufen am 16. Januar 2016.
  7. Category Archives: Barack Obama. Celebrities BlackBerry, 27. November 2014, abgerufen am 16. Januar 2016.
  8. a b c d e f Diesen Smartphones vertrauen die US-Stars. N24, 31. August 2013, abgerufen am 16. Januar 2016.
  9. a b c d e f g h i j The Phones Celebrities Love Most. Forbes, 12. Februar 2010, abgerufen am 16. Januar 2016.
  10. Leonardo Di Caprio checks his Q10. Celebrities BlackBerry, 8. April 2014, abgerufen am 16. Januar 2016.
  11. Britney Spears talks on her 9360. Celebrities BlackBerry, 6. September 2013, abgerufen am 16. Januar 2016.
  12. Romeo Beckham uses his dad's Z10. Celebrities BlackBerry, 5. September 2013, abgerufen am 16. Januar 2016.
  13. Giselle Bündchen with a black 9900. Celebrities BlackBerry, 23. August 2013, abgerufen am 16. Januar 2016.
  14. Michael Douglaus takes a picture with a 9900. Celebrities BlackBerry, 2. September 2013, abgerufen am 16. Januar 2016.
  15. Xtina Aguilera uses her 9900. Celebrities BlackBerry, 30. Dezember 2015, abgerufen am 16. Januar 2016.
  16. Cameron Diaz owns a 9900. Celebrities BlackBerry, 8. November 2013, abgerufen am 16. Januar 2016.
  17. Blackberry in den USA beliebter als iPhone. areamobile, 6. Mai 2009, abgerufen am 12. Januar 2016.
  18. The Forrester Wave: Enterprise Mobile Management, Q4 2015. Forrester Research, abgerufen am 12. Januar 2016.
  19. Financial Releases. Blackberry Ltd., abgerufen am 12. Januar 2016.
  20. MDaemon Messaging Server – Blackberry Connectivity
  21. Felix Knoke: Netzwelt-Ticker: Arabische Emirate fürchten Blackberrys. Meldung bei Spiegel Online vom 27. Juli 2010.
  22. Arabian Business.com vom 14th Juli 2009: Etisalat’s BlackBerry patch designed for surveillance (Memento vom 30. Juli 2010 im Internet Archive)
  23. Blackberry späht Mail-Login aus. Heise Online vom 18. Juli 2013.
  24. Blackberry lässt sich Zugriff auf Mail-Passwort per AGB absegnen. Heise Online vom 19. Juli 2013.
  25. Daniel AJ Sokolov: Blackberry liefert User-Daten an Behörden in aller Welt. Heise Online vom 11. Juni 2016.
  26. London Riots: Hacker griffen Blackberry-Homepage an
  27. Blackberry in mehreren Ländern in der Kritik
  28. BlackBerry Passport vs. iPhone 6 und iPhone 6 Plus. 30. September 2014, abgerufen am 19. Januar 2016.