Black Box BRD

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Filmdaten
Originaltitel Black Box BRD
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2001
Länge 101 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Andres Veiel
Drehbuch Andres Veiel
Produktion Thomas Kufus
Musik Jan Tilman Schade
Kamera Jörg Jeshel
Schnitt Katja Dringenberg
Besetzung

Black Box BRD ist ein vielfach ausgezeichneter Kino-Dokumentarfilm von Regisseur Andres Veiel, der im Mai 2001 in die Kinos kam und seitdem mehr als 20 Mal im Fernsehen ausgestrahlt wurde. Außerdem veröffentlichte der Regisseur ein Sachbuch unter dem gleichen Titel, das über den Film hinaus ergänzende Rechercheergebnisse enthält.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anhand von Aussagen von Freunden, Bekannten und Kollegen werden die Biografien des von der Rote Armee Fraktion ermordeten Deutsche-Bank-Vorstandssprechers Alfred Herrhausen und des RAF-Terroristen Wolfgang Grams nachgezeichnet. Dass Wolfgang Grams (zur Entstehungszeit des Filmes) noch nicht nachgewiesen werden konnte, dass er am Attentat auf Alfred Herrhausen beteiligt gewesen sei, schien dem Filmemacher durchaus bewusst zu sein. Die Biografien werden im Film als Beispiele für unterschiedliches politisches Handeln einander gegenübergestellt.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buch zum Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Basierend auf seinen Recherchen für den Film schrieb Veiel ein Sachbuch, das unter dem gleichen Titel erschien. Der SZ-Redakteur Heribert Prantl bezeichnete es als "eines der besten Bücher über die RAF-Zeit, die ich je gelesen habe."

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rachel Palfreyman: The fourth generation: Legacies of violence as quest for identity in post-unification terrorism films. In: David Clarke (Hrsg.): German Cinema: Since Unification. Continuum, London, New York 2006, S. 11–42, besonders S. 28–33 (Vorschau).
  • Jamie H. Trnka: “The Struggle Is Over, the Wounds Are Open”. Cinematic Tropes, History, and the RAF in Recent German Film. In: New German Critique. Nr. 101, 2007, S. 1–26.
  • Chris Homewood: Challenging the Taboo: The Memory of West Germany’s Terrorist Past in Andres Veiel’s Black Box BRD (2001). In: New Cinemas: Journal of Contemporary Film. Bd. 5, Nr. 2, 2007, S. 115–126.
  • Chris Homewood: Making Invisible Memory Visible: Communicative Memory and Taboo in Andres Veiel’s Black Box BRD. In: German Monitor. Sonderheft Baader-Meinhof Returns: History and Cultural Memory of German Left-Wing Terrorism. Hrsg. von Gerrit-Jan Berendse und Ingo Cornils. Bd. 70, 2008, S. 231–249.
  • Anne-Kathrin Griese: Der familiäre Blick. Andres Veiel Black Box BRD & Christoph Hein In seiner frühen Kindheit ein Garten. In: Inge Stephan, Alexandra Tacke (Hrsg.): NachBilder der RAF. Böhlau, Köln u. a. 2008, ISBN 978-3-412-20077-0, S. 165–180 (Vorschau).
  • Waltraud Wende: Wenn Filme Geschichte(n) erzählen: Filmanalyse als Medienkulturanalyse. Königshausen & Neumann, Würzburg 2011, Kapitel „Eine Ruhigstellung der Zuschauer will sich nicht recht ergeben. Black Box BRD (2001) und Der Kick (2005/2006)“, besonders S. 242–252 (Vorschau).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]