Blade of the Immortal

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Blade of the Immortal
Originaltitel 無限の住人
Transkription mugen no jūnin
Genre Comedy, Actionserie
Manga
Land JapanJapan Japan
Autor Hiroaki Samura
Verlag Kodansha
Magazin Afternoon
Erstpublikation 1993 – 2012 
Ausgaben 30
Fernsehserie
Produktionsland Japan
Originalsprache Japanisch
Jahr 2008
Länge 25 Minuten
Episoden 13
Musik Kō Ōtani
Erstausstrahlung 13. Juli 2008 auf AT-X
Synchronisation

Blade of the Immortal (jap. 無限の住人, mugen no jūnin, dt. etwa Bewohner der Unendlichkeit) ist eine Manga-Serie des japanischen Zeichners Hiroaki Samura. Die Reihe wurde 2008 als Anime umgesetzt.

Das Werk, ein Seinen-Manga, beinhaltet historische Elemente und Action, Mythologie sowie humorvolle Elemente und spielt im feudalen Japan.

Handlung[Bearbeiten]

Der ehemalige Samurai Manji ist im historischen Edo (früherer Name von Tokio) untergetaucht. Aus moralischen Gründen hat er seinen Herrn, Fürst Shigenobu, sowie hundert seiner Gefolgsmänner auf dem Gewissen. Dieser hatte Manji bei Tötungsaufträgen nicht nur Verbrecher töten lassen, sondern auch Bürger, die es gewagt hatten, gegen den Fürsten aufzubegehren.

Nun ist Manji ein Rōnin, ein herrenloser Samurai, und trifft in der Stadt auf einen seiner Verfolger. Zu spät bemerkt er, dass es sich dabei um seinen Schwager handelt. Er töten diesen vor den Augen seiner kleinen Schwester Machi, die unglücklicherweise hinzugekommen ist. Machi verliert daraufhin ihren Verstand und später ihr Leben. Manji ist des Lebens müde. Zu gern würde er einfach sterben, doch in ihm hausen Würmer, so genannte Kessenchu, die ihn am Leben erhalten und seine Wunden immer wieder schließen.

Verzweifelt wendet er sich an die Nonne Yaobikuni, die ihm diese Würmer beschert hat, und bittet sie, diese wieder von ihm zu nehmen. Da aber alles seinen Preis hat, muss er sich auf einen Handel mit ihr einlassen: Wenn er es schafft, tausend Verbrecher zu töten, erlöst sie ihn von seinem Fluch.

Zeitgleich entsteht eine neue Kampfkunstschule, die Itto-Ryu, unter der Führung des begnadeten Schwertkämpfers Kagehisa Anotsu. Dieser möchte die japanische Schwertkunst erneuern, da die meisten Schulen schon lange zu wenig tauglichen, kommerziellen Einrichtungen verkommen sind. Also zwingt er andere Schulen, sich ihm anzuschließen – alle, die sich weigern, müssen sterben. So ergeht es auch den Eltern der jungen Rin, die Rache schwört. Doch alleine kann sie es nicht schaffen. Durch Yaobikunis Rat treffen Manji und Rin aufeinander und versuchen gemeinsam, ihr jeweiliges Ziel zu erreichen.

Besonderheiten[Bearbeiten]

Hiroaki Samura benutzt im Manga das Sustika, also ein seitenverkehrtes Swastika. Dabei handelt es sich um ein gebräuchliches buddhistisches Symbol. Um mögliche Missverständnisse zu vermeiden, wurde das Zeichen in der deutschen Manga-Ausgabe zu einem einfachen Kreuz retuschiert.[1]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Blade of the Immortal erschien in Japan seit Dezember 1993 bis Dezember 2012 in 219 Einzelkapiteln im Manga-Magazin Afternoon des Kodansha-Verlags. Diese Einzelkapitel werden in insgesamt 30 Taschenbüchern zusammengefasst und wurde mit der Veröffentlichung des letzten Bandes im Februar 2013 abgeschlossen.

Der Manga erschien auf Englisch bei Dark Horse Comics, auf Französisch bei Casterman und auf Spanisch bei Glénat. Er wurde auch ins Portugiesische, Schwedische und Polnische übersetzt. Auf Deutsch erschien die Manga-Serie bis April 2013 vollständig bei Egmont Manga und Anime.

Anime[Bearbeiten]

2008 produzierte das Studio Bee Train eine Anime-Fernsehserie zum Manga, bei der Koichi Mashimo Regie führte. Das Charakterdesign wurde von Yoshimitsu Yamashita entworfen und Yoshimi Umino war künstlerischer Leiter. Die Serie wird seit 13. Juli 2008 durch den Sender AT-X in Japan ausgestrahlt.

Synchronsprecher[Bearbeiten]

Rolle Japanischer Sprecher (Seiyū)
Rin Asano Rina Satō
Manji Tomokazu Seki
Araya Kawakami Daisuke Namikawa
Kagehisa Anotsu Hirofumi Nojima
Eikū Shizuma Katsuyuki Konishi
Taito Magatsu Kazuya Nakai

Musik[Bearbeiten]

Die Musik der Serie stammt von Kō Ōtani. Der Vorspanntitel ist Akai Usagi(赤井ウサギ) von Makura no Sōshi, als Abspannlied verwendete man Wants von Grapevine.

Rezeption[Bearbeiten]

Hiroaki Samura erhielt 1997 für Blade of the Immortal den ersten Media Arts Award in der Kategorie Manga.

In der Diplomarbeit Phänomen Manga. Die Entstehungsgeschichte japanischer Comics und ihre Bedeutung für deutsche Verlage und Bibliotheken. wird der Manga als „blutiges Kampfspektakel mit Fantasyelementen“ beschrieben, das an Filme wie Highlander erinnere.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Phänomen Manga.Die Entstehungsgeschichte japanischer Comics und ihre Bedeutung für deutsche Verlage und Bibliotheken. S. 65, Diplomarbeit von Andrea Ossmann, 2004.
  2. Phänomen Manga. Die Entstehungsgeschichte japanischer Comics und ihre Bedeutung für deutsche Verlage und Bibliotheken. S. 52

Weblinks[Bearbeiten]