Blangy-Tronville

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Blangy-Tronville
Wappen von Blangy-Tronville
Blangy-Tronville (Frankreich)
Blangy-Tronville
Region Hauts-de-France
Département Somme
Arrondissement Amiens
Kanton Boves
Gemeindeverband Amiens Métropole
Koordinaten 49° 53′ N, 2° 25′ OKoordinaten: 49° 53′ N, 2° 25′ O
Höhe 22–117 m
Fläche 12,44 km2
Einwohner 552 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 44 Einw./km2
Postleitzahl 80440
INSEE-Code
Website http://www.ville-blangy-tronville.fr/

Blangy-Tronville (picardisch: Blangin-Tronville) ist eine nordfranzösische Gemeinde mit 552 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Somme in der Region Hauts-de-France. Die Gemeinde liegt im Arrondissement Amiens, sie ist Teil der Communauté d’agglomération Amiens Métropole und gehört zum Kanton Boves.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blanchy-Tronville liegt im Amiénois südlich der versumpften und ein Biotop (Grand Marais de La Queue) bildenden Somme rund zehn Kilometer östlich von Amiens und acht Kilometer südwestlich von Corbie. Das von der früheren Route nationale 29 und der Bahnstrecke Amiens-Laon (mit dem nicht mehr bedienten Haltepunkt Blangy-Glisy) durchzogene Gemeindegebiet erstreckt sich über die Autoroute A29 hinaus. An der D1029 liegt der Ortsteil Le Petit Blangy, südlich von ihr die Ferme de Bellevue.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blanchy-Tronville ist aus der Fusion der beiden namengebenden Gemeinden entstanden.

Bei den Vorbereitungen zum Autobahnbau wurden Feuersteinwerkzeuge und Werkzeuge aus der Eisenzeit sowie gallische Münzen gefunden. Schon früher war ein merowingischer Sarkophag entdeckt worden.

Die Herrschaft von Tronville gehörte zu zwei Dritteln Boves und zu einem Drittel Fouilloy. 1105 wird ein Leprosenhaus genannt. 1677 wurde das noch bestehende Schloss errichtet. Kirchlich gehörte Tronville zur Pfarrei Blangy.

Die Herrschaft Blangy ging der Burgherrschaft (Châtellerie) Boves zu Lehen, die der Grafschaft Corbie huldigte. Die feudale Mairie wurde 1298 von der Abtei Corbie erworben. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts hielten die Protestanten ihre Versammlungen bei einer Quelle an der Pré des Huguenots ab. Die Kirche von Blangy diente wohl ursprünglich (1229) als Burgkapelle.

Im Ersten Weltkrieg wurde die Gemeinde im September 1914 von deutschen Truppen besetzt, die sich aber nach wenigen Tagen zurückzogen. Im März/April 1918 kam es beim deutschen Angriff auf Villers-Bretonneux zu heftigen Kämpfen.

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl
1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2010
313 320 335 490 565 553 532 549

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister (maire) ist seit 2009 Éric Guéant.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche Saint-Médard mit steinernem Christus in Banden aus dem 16. Jahrhundert. (Base Palissy PM80001504)
  • 1677 errichtetes Schloss Tronville [1]
  • Schlossgarten (Base Mérimée IA80000439)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Blangy-Tronville – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien