Blankenloch

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Koordinaten: 49° 3′ 53″ N, 8° 28′ 18″ O

Blankenloch
Stadt Stutensee
Wappen von Blankenloch
Höhe: 112 m ü. NN
Einwohner: 12.256 (1. Jun. 2016)
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 76297
Vorwahl: 07244
Blick vom Kirchturm nach Nordwesten

Blick vom Kirchturm nach Nordwesten

Hermannshäusle in Blankenloch, dahinter die Michaeliskirche

Blankenloch ist ein Ort nördlich von Karlsruhe, der seit dem 1. Januar 1975 zusammen mit den drei Nachbarorten Friedrichstal, Spöck und Staffort die Stadt Stutensee bildet. Zum Stadtteil Blankenloch gehört auch der Ort Büchig. Seit dem 1. Januar 1998 ist Stutensee eine Große Kreisstadt.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blankenloch wurde am 15. Februar 1337 erstmals als Blankelach urkundlich erwähnt. Auf der Gemarkung des Dorfes wurde auch römische und frühe fränkische Besiedlung nachgewiesen. Die Kirche wird erstmals 1392 genannt. 1689 wurde das Dorf während des Pfälzer Erbfolgekriegs von den Truppen Melacs in Schutt und Asche gelegt, nur die Kirche und das sogenannte Kerns-Max-Haus überstanden die Einäscherung, der Rest wurde neu aufgebaut.

Auf der Gemarkung von Blankenloch wurde 1749/50 das Schloss Stutensee mit den Steinen des ebenfalls 1689 gesprengten Stafforter Schlosses errichtet. Dieses Schloss, das ehemals Mittelpunkt des großherzoglichen Gestüts war, gab der heutigen Stadt ihren Namen.

Die Industrialisierung setzte in Blankenloch ab 1830 ein, die laut der 1895 veröffentlichten Dissertation von Moritz Hecht in der unteren Hardt zu einem bescheidenen Wohlstand der Zwerg- zu Industriebauern führte. Die Beschreibung der Kleinbauernentwicklung in Hagsfeld, Blankenloch und Friedrichstal stand im krassen Gegensatz zu den Ansichten von Karl Marx und wurde von W.J. Lenin 1901 in einem Aufsatz diskutiert.[2]

Blankenloch erhielt am 1. April 1936 im Rahmen einer Verwaltungsreform das Nachbardorf Büchig. Am 1. Januar 1975 kam Blankenloch zur neuen Gemeinde Stutensee.[3]

Es besteht eine Städtepartnerschaft mit der ungarischen Gemeinde Tolna.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinz Bender:Vergangenheit und Zeitgeschehen: Blankenloch, Büchig und Schloss Stutensee; Hrsg: Gemeinde Stutensee mit Beiträgen von Klaus Demal und Hanspeter Gaal; Originalausgabe 872 Seiten Stutensee 1995
  • Wilhelm Hauck:Staffort - Schloß und Dorf an der steten Furt (Ortschronik). Gemeinde Stutensee 1993 [4]
  • Arnold Hauck: Duwaggbreche in Stutensee. Stutensee Hefte, Stadt Stutensee 2003 [5]
  • Moritz Hecht:Drei Dörfer der Badischen Hardt, (Hagsfeld Blankenloch Friedrichstal); Commisionsverlag Leipzig 1895
  • Manfred G. Raupp:Ortsfamilienbuch Staffort 1669-1920, Herausgeber Stadt Stutensee, Verlag Gesowip Basel 2010 (= Badische Ortssippenbücher 146), ISBN 978-3-906129-64-8 [6]
  • Walter August Scheidle:Ortssippenbuch Blankenloch - Büchig und dem Stutensee 1672-1920 (= Band 93 der Badischen Ortssippenbücher), Lahr-Dinglingen, Heimat- und Museumsverein Blankenloch-Büchig 2001, ISBN 3-00-008164-X

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Blankenloch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stutensee Zahlen und Daten
  2. In: W. I. Lenin. Die Agrarfrage und die Marx-Kritiker. verfasst 1901
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 482.
  4. Wilhelm Hauck im Stadtwiki Karlsruhe
  5. Arnold Hauck im Stadtwiki Karlsruhe
  6. Manfred G. Raupp im Stadtwiki Karlsruhe