Blasenfarne

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Blasenfarne
Zerbrechlicher Blasenfarn (Cystopteris fragilis)

Zerbrechlicher Blasenfarn (Cystopteris fragilis)

Systematik
Abteilung: Gefäßpflanzen (Tracheophyta)
Farne
Klasse: Echte Farne (Polypodiopsida)
Ordnung: Tüpfelfarnartige (Polypodiales)
Familie: Wimperfarngewächse (Woodsiaceae)
Gattung: Blasenfarne
Wissenschaftlicher Name
Cystopteris
Bernh.

Die Blasenfarne (Cystopteris) sind eine Farn-Gattung aus der Familie der Wimperfarngewächse (Woodsiaceae).

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasenfarne sind ausdauernde Pflanzen und besitzen ein schwärzliches Rhizom. Sterile und fertile Wedel sind gleich gestaltet: sie sind gefiedert, zart und haben eine zerbrechliche Rhachis. Ihre Länge beträgt maximal 30 Zentimeter, meist sind sie jedoch kürzer. Die Wedel sterben im Winter ab. An der Basis des Blattstieles gibt es zwei Leitbündel. Die Blatt-Adern enden frei.

Alpen-Blasenfarn (Cystopteris fragilis subsp. alpina), Wedel mit Sori von unten
Berg-Blasenfarn (Cystopteris montana)

Die Sori sind rund und stehen einzeln vom Blattrand entfernt. Der Schleier (Indusium) ist oval und ist seitlich am Sorus angeheftet. Er überwölbt den Sorus blasig, ist zart und zuletzt zurückgeschlagen.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gattung ist weltweit in den temperaten Gebieten verbreitet. Die diploiden Vertreter haben ihren Schwerpunkt in Nordamerika.

Brutknospen-Blasenfarn (Cystopteris bulbifera)

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt (je nach Quelle) etwa 12 bis 20 Arten. Die in Europa vorkommenden Arten sind[1]:

  • Zerbrechlicher Blasenfarn (Cystopteris fragilis (L.) Bernh.), Verbreitungsgebiet: Europa und Asien. Mit den Unterarten:
    • Cystopteris fragilis subsp. fragilis
    • Alpen-Blasenfarn (Cystopteris fragilis subsp. alpina (Lam.) Hartm., Syn.: Cystopteris alpina (Lam.) Desv.), Verbreitungsgebiet: Europa, Nordafrika, Türkei
    • Cystopteris fragilis subsp. diaphana (Bory) Litard. (Syn.:Cystopteris diaphana (Bory) Blasdell): Das Verbreitungsgebiet umfasst außer Südwest- und Südeuropa noch die Azoren und Afrika.
    • Runzelsporiger Blasenfarn (Cystopteris fragilis subsp. dickieana (R. Sim) Moore, Syn.: Cystopteris dickieana R. Sim), Verbreitungsgebiet: Europa und Sibirien
  • Berg-Blasenfarn (Cystopteris montana (Lam.) Desv.), Verbreitungsgebiet: Europa, Kaukasus und Sibirien
  • Sudeten-Blasenfarn (Cystopteris sudetica A. Braun & Milde), Verbreitungsgebiet: Europa. Vorder- und Ostasien

Von den außereuropäischen Arten ist gelegentlich noch in Kultur:

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Cystopteris bedeutet im Griechischen Blasenfarn und bezieht sich auf den blasenartig die Sori überwölbenden Schleier.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christenhusz, M. & Raab-Straube, E. von (2013): Lycopodiophytina. – In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Datenblatt Cystopteris In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Blasenfarne (Cystopteris) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien