Blattlauslöwe

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Larve einer Gemeinen Florfliege (Chrysoperla carnea) erbeutet eine Blattlaus

Als Blattlauslöwe werden umgangssprachlich verschiedene Blattläuse und Milben verzehrende Insektenlarven bezeichnet. Im eigentlichen Sinn werden darunter die Larven der Florfliegen (Familie Chrysopidae) sowie der Taghafte (Familie Hemerobiidae) aus der Ordnung der Netzflügler verstanden. Diese besitzen speziell geformte, zangenartige Mundwerkzeuge, mit denen sie die Beute ergreifen und aussaugen können.[1][2]

Wegen ihres enormen Hungers auf Blattläuse und Milben gelten „Blattlauslöwen“ im biologischen Gartenbau als Nützlinge, die auch gezielt an befallenen Pflanzen zur biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden.[1][2]

Einige Florfliegenlarven (wie zum Beispiel die Gemeine Florfliege) spießen die Häute der gefressenen Beutetiere auf ihren Rückenborsten auf und umgeben sich mit einer Art Tarndecke oder Tarnhaube, was dem Körperschutz, aber auch der Tarnung dient.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Horst Börner, Klaus Schlüter, Jens Aumann: Pflanzenkrankheiten Und Pflanzenschutz. Springer, Berlin/Heidelberg 2009, ISBN 3540490671.
  • H. P. Plate, E. Frömming: Die tierischen Schädlinge unserer Gewächshauspflanzen, ihre Lebensweise und Bekämpfung. Duncker & Humblot, Berlin 1953.
  • Ekkehard Wachmann, Christoph Saure: Netzflügler, Schlamm- und Kamelhalsfliegen: Beobachtung - Lebensweise. Naturbuch Verlag, Augsburg 1997, ISBN 3894402229.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Horst Börner, Klaus Schlüter, Jens Aumann: Pflanzenkrankheiten Und Pflanzenschutz. Seite 437.
  2. a b H. P. Plate, E. Frömming: Die tierischen Schädlinge unserer Gewächshauspflanzen, ihre Lebensweise und Bekämpfung. Seite 204.
  3. Ekkehard Wachmann, Christoph Saure: Netzflügler, Schlamm- und Kamelhalsfliegen. Seite 38.