Blaue Zukunft

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Sininen tulevaisuus
Blå framtid
Blaue Zukunft
Logo of Blue Future.svg
Parteivorsitzender Campo Terho
Partei­vorsitzender Sampo Terho
Stell­vertretende Vorsitzende Tiina Elovaara
Gründung 13. Juni 2017
Gründungs­ort Helsinki
Haupt­sitz Helsinki
Aus­richtung Konservatismus
Nationalkonservatismus
EU-Skepsis
Farbe(n) Blau
Parlamentssitze
18/200
Europaabgeordnete
0/13
Europapartei Allianz der Konservativen und Reformer in Europa
Website www.sininentulevaisuus.fi

Die Blaue Zukunft (finnisch Sininen tulevaisuus, schwedisch Blå framtid) ist eine politische Partei in Finnland. Sie entstand im Juni 2017 als vergleichsweise gemäßigte Abspaltung der rechtspopulistischen Basisfinnen.

Ihr gehören derzeit 18 Abgeordnete im finnischen Parlament an.[1] Die Partei stellt fünf Minister im derzeit regierenden Kabinett Sipilä, darunter eine Frau.

Ideologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blaue Zukunft strebt nach einer Gesellschaft, in der die Menschen zum Arbeiten ermutigt sind und in der Hilfe erhält, wer der Hilfe bedarf. Die Partei werde Familie und Menschenrechte respektieren und lehne Gewalt und Hass gegen andere Menschen ab.[2] Der Name „Blaue Zukunft“ solle für Stabilität, Frieden, Reformen, Effektivität und Patriotismus stehen.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rechtsruck der Basisfinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 2017 verkündete der Parteivorsitzende der Basisfinnen, Timo Soini, dass er bei der kommenden Wahl zum Parteivorsitzenden auf eine Kandidatur verzichte. Kurz darauf erklärte der ehemalige Europaabgeordnete Sampo Terho sein Interesse am Amt.[4] Bei der Wahl unterlag er jedoch Jussi Halla-aho, ebenfalls Europaabgeordneter, der in der Vergangenheit wegen islamfeindlicher Beiträge auf seinem Blog negativ aufgefallen war und 2012 vom Obersten Gerichtshof in Helsinki wegen Religionsfriedensbruchs und Hetzrede zu einer Geldstrafe verurteilt worden war.[5] Nach der Wahl erklärte der finnische Ministerpräsident Juha Sipilä, dass er sich nach dem starken Rechtsruck der Partei keine Koalition mehr mit den Basisfinnen vorstellen könne und drohte diese aufzukündigen.[6] Um die Regierungskoalition nicht scheitern zu lassen, gaben am 13. Juni 2017 zwanzig von 38 Parlamentsabgeordneten, darunter alle Kabinettsmitglieder, die Gründung einer neuen Parlamentsfraktion namens Neue Alternative bekannt.[7]

Blaue Zukunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 19. Juni 2017 rief Sampo Terho dazu auf, ausgehend von der Parlamentsfraktion Neue Alternative die Partei „Blaue Zukunft“ zu gründen.[8] Am 15. November 2017 wurde sie offiziell als Partei registriert.[9]

Wahlumfragen von Yle/Taloustutkimus haben den Rückhalt seit der Neugründung durchgehend auf lediglich 1 bis 2,5 Prozent beziffert, während 7 bis 10,5 Prozent den Basisfinnen die Treue zu halten scheinen.[10]

Parteivorsitzende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ari Sundberg: Blå framtid lyckas inte höja sitt väljarstöd hbl.fi (schwedisch), 10. August 2018, abgerufen am 21. Oktober 2018.
  2. Archivlink (Memento vom 31. Juli 2017 im Internet Archive)
  3. blogit.iltalehti.fi
  4. hs.fi
  5. Jussi Halla-aho: Neuer Chef führt „Wahre Finnen“ ganz nach rechts. In: derStandard.at. 11. Juni 2017, abgerufen am 15. Dezember 2017.
  6. taz.de
  7. yle.fi
  8. yle.fi
  9. Mika Lehto: Kannattajakortit tarkistettu – siniset hyväksyttiin puoluerekisteriin is.fi, 15. November 2017.
  10. Ari Sundberg: Blå framtid lyckas inte höja sitt väljarstöd hbl.fi (schwedisch), 10. August 2018, abgerufen am 21. Oktober 2018.