Bliedersdorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bliedersdorf
Bliedersdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bliedersdorf hervorgehoben

Koordinaten: 53° 29′ N, 9° 34′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Stade
Samtgemeinde: Horneburg
Höhe: 25 m ü. NHN
Fläche: 12,42 km2
Einwohner: 1725 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 139 Einwohner je km2
Postleitzahl: 21640
Vorwahl: 04163
Kfz-Kennzeichen: STD
Gemeindeschlüssel: 03 3 59 007
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Lange Straße 47–49
21640 Horneburg
Website: www.horneburg.de
Bürgermeister: Tobias Terne (CDU)
Lage der Gemeinde Bliedersdorf im Landkreis Stade
BaljeKrummendeichFreiburg/ElbeOederquartWischhafenDrochtersenGroßenwördenEngelschoffHammahDüdenbüttelHimmelpfortenBurwegKranenburgEstorfOldendorfHeinbockelStadeDeinsteFredenbeckKutenholzJorkBuxtehudeApensenBeckdorfSauensiekAhlerstedtBrestBargstedtHarsefeldNottensdorfBliedersdorfHorneburgDollernAgathenburgLandkreis StadeNiedersachsenLandkreis CuxhavenLandkreis Rotenburg (Wümme)Landkreis HarburgHamburgSchleswig-HolsteinSchleswig-HolsteinGrünendeichMittelnkirchenNeuenkirchenGuderhandviertelSteinkirchenHollern-TwielenflethKarte
Über dieses Bild
Die Aue im Frühjahr
Auf dem Weg zur Aue im Frühjahr
Auf dem Weg zur Aue im Winter

Bliedersdorf (niederdeutsch Bliersdörp) ist eine Gemeinde im Landkreis Stade in Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bliedersdorf ist Anrainerdorf an die Aue, einem Unterlauf des ab Horneburg Lühe genannten Flusses, der sich schon ab vor dem Ort Harsefeld erstreckt und bei Grünendeich in die Elbe mündet.

Die Auenbereiche entlang des Flusses sind im Gebiet in Pacht des Bliedersdorfer Angelvereins „Forelle“, doch werden sie von den Bliedersdorfern und auch Besuchern gerne als Erholungsgebiet genutzt. Seit den späten 1990er Jahren wurde dem Tribut gezollt: Das Auetal ist nun Naturschutzgebiet. Da die Auewiesen im Winter bei Überflutung oft überfrieren, bilden sich daraus ideale Eislaufflächen, wobei die Flächen von Gräben durchzogen sind, die erst bei längerem Frost sicher sind.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Bliedersdorf gehört zur Samtgemeinde Horneburg und umfasst die folgenden angrenzenden Ortsteile (Dörfer):

  1. Bliedersdorf (Hauptort)
  2. Postmoor
  3. Rutenbeck

Postmoor und Rutenbeck tragen jedoch nur gering zur Einwohnerzahl bei. Postmoor ist darüber hinaus zwischenzeitlich dem Flecken Horneburg zugerechnet gewesen und deshalb als Ortsteil immer noch umstritten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühere Ortsnamen von Bliedersdorf waren 1236: de Blytherstorpe, 1238 de Blitherestrope, 1257 de Blidersdorp und 1257 de Blitherstorp. Niederdeutsch -dorp; im ersten Teil alter Personenname mit dem Erstglied Blid-, das auf althochdeutsch und altniederdeutsch blidi, blide „froh, heiter“ zurückgeht, wie zum Beispiel Blidger, Blidgard, Blidfrid, Blithard, Blither, Blidhild, Blidram oder Blidmar.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner Quelle
1820 365
1910 520 [3]
1925 561 [4]
1933 514 [4]
1939 541 [4]
1950 881 [5]
1956 820 [5]
1961 0814 ¹ [6]
1970 0901 ² [6]
1973 969 [7]
Jahr Einwohner Quelle
1975 1053 ³ [8]
1980 1182 ³ [8]
1985 1296 ³ [8]
1990 1325 ³ [8]
1995 1522 ³ [8]
2000 1650 ³ [8]
2005 1657 ³ [8]
2010 1711 ³ [8]
2015 1717 ³ [8]
2018 1725 ³ [8]

¹ Volkszählung vom 6. Juni
² Volkszählung vom 27. Mai
³ jeweils zum 31. Dezember

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bliedersdorf ist eine eigene evangelisch-lutherische Kirchengemeinde, die zum Kirchenkreis Buxtehude gehört. Sie ist mit Horneburg in einem gemeinsamen Pfarramt verbunden.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Bliedersdorf besteht aus 10 Mitgliedern. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 1001 und 2000.[9] Der Rat wird bei den Kommunalwahlen für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Stimm- und Sitzberechtigt im Rat ist außerdem der Bürgermeister.

Die letzten Kommunalwahlen ergaben direkt nach der Wahl die folgende Sitzverteilung:

Kommunalwahl CDU SPD FWGB Gesamt
11. September 2016[10] 6 3 2 11 Sitze
11. September 2011[11] 5 3 3 11 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bürgermeister der Gemeinde Bliedersdorf ist Tobias Terne (CDU).[12] Sein Stellvertreter ist Heinrich Klensang (CDU).

Chronik der Bürgermeister

  • 2018–Dato: Tobias Terne (CDU)
  • 2016–2017: Rainer Schulz (CDU)
  • 2011–2016: Hans-Wilhelm Glüsen (FWGB)
  • 2001–2011: Rainer Schulz (CDU)
  • 1996–2001: Hans-Wilhelm Glüsen (SPD)
  • 1994–1996: Heiko Staats (CDU)
  • 1991–1994: Rainer Schulz (FWGB)
  • 1986–1991: Hans-Wilhelm Glüsen (SPD)
  • 1968–1985: Herbert Feindt (SPD)
  • 1959–1968: Ernst Steffens (DP, CDU)
  • 1953–1959: Heinrich Höper (DP)
  • 1952–1953: August Weseloh (DP)
  • 1951–1952: Erich Gründer (SPD)
  • 1948–1951: Hermann Schmidt (SPD)
  • 1946–1948: Wilhelm Brunkhorst (NLP)
  • 1941–1945: August Weseloh
  • 1924–1940: Johann Steffens
  • 1923–1924: Heinrich Moje
  • 1919–1923: Hein Steffen Höper
  • 1917–1919: Johannes Elmers
  • 1914–1917: Hinrich Gerken
  • 1909–1914: Hein Steffen Höper
  • 1878–1909: Hermann Ropers
  • 1860–1878: Lütje Mehrkens
  • 1852–1860: Diedrich Ropers

(Quelle:[13])

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1978 suchte die Gemeinde Bliedersdorf ein eigenes Kommunalwappen. Der damalige Bürgermeister Herbert Feindt stieß dabei auf ein altes Familienwappen der „Herren von Bliedersdorf.“ Daraufhin wurde das Wappen am 26. Februar 1979 vom Gemeinderat beschlossen und am 2. August 1979 vom Oberkreisdirektor des Landkreises Stade genehmigt.

Wappen von Bliedersdorf
Blasonierung: „In Silber drei aufsteigende blaue Spitzen.“[14][15]
Wappenbegründung: In der Chronik von Bliedersdorf wird hierzu erwähnt:[14]

„Die drei aufsteigenden Spitzen im Feld sind als Wappen der ehemaligen Herren von Bliedersdorf in einem Siegel aus dem Jahre 1315 überliefert. Die Farben dieses Siegels sind nicht bekannt. Blau (für Wasser) auf silbernem Grund soll auf die frühzeitliche Entstehung Bliedersdorfs am Wasserzulauf zur Aue (Hummelbeek) hinweisen. Ferner dokumentieren die Farben Blau und Silber die Beziehung zu Stade und seinen Grafen, die einst Lehnsherren der Ritter von Bliedersdorf waren.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche von der Südwestseite aus gesehen
Die Eingangsseite der Bliedersdorfer Feldsteinkirche
Das Brauthaus aus dem Jahre 1700

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katharinenkirche
Die Kirche wurde im Jahre 1240 durch den Ritter Iwan von Bliedersdorf aus der Adelsfamilie der „von Bliedersdorfs“ erbaut, nachdem er an den „Stedinger“ Kämpfen am Unterlauf der Weser teilnahm. Die Kirche ist vollständig mit Feldsteinen erbaut, die auf den umliegenden Äckern anfielen. Die Mauern sind weiß gekalkt. Die Bauweise der Kirche mit ihren massivem Mauerwerk und den kleinen Fenstern lässt den Schluss zu, dass die Kirche auch als Verteidigungsanlage gedacht war. Die Position leicht erhoben über dem Rest des Dorfes unterstützt diese Hypothese. Im Jahre 1700 wurde auf der Eingangsseite ein Brauthaus in Fachwerkbauweise angesetzt. Das Innere der Kirche ist simpel und kunstvoll zugleich. Besonderes Ausstattungsstück ist die Kanzel aus dem Jahre 1622. Unter Naturbildern ist auch die Stifterfamilie (Familie Christopher Richers) abgebildet. Auch gestiftet ist der sogenannte „Beichtstuhl“, eine Chorprieche, die mit drei Plätzen den Spendern als Sitzplatz in der Kirche diente, nachdem sie als Beichte ausgedient hatte. Besonderes Merkmal ist darüber hinaus die Kirchendecke, die vom damaligen Schulmeister „Lehrer Sanny“ gefertigt wurde und neben reichen Ranken und Rosen als Verzierungen auch zwei schwebende Engel abbildet, die ein Medaillon halten, das das Auge Gottes darstellt. Die Inschrift um das Auge schreibt: Sündige Nicht O Mensche, Den Gott Siehets Vnd Die Heiligen Engel Sind überall umb Dich. Der Glockenturm, mit Holzverkleidung über dem Feldsteinfuß, hält zwei Glocken aus den Jahren 1444 und 1625.
Zwei Sagen umranken die Katharinenkirche:
1. Die Bliedersdorfer wollten eine Kirche bauen. Als sie Steine und Kalk in genügender Menge gefunden hatten, da begannen sie ihr Werk. Tag für Tag schleppten Ochsengespanne auf schweren Wagen große Mengen Kalk und Feldsteine den Hügel hinan, auf dem die Kirche entstand. Wie aber erstaunten sich die Bliedersdorfer, als sie bemerkten, dass jeweils in der Nacht der Bau ihrer Kirche augenscheinlich weitergeführt worden war. Man glaubte Engel seien die unsichtbaren Helfer. Niemand wagte daran zu zweifeln. Zwei neugierige Jungen aber beschlossen, sich am Abend in der Nähe der Baustelle zu verbergen, um die Engel bei ihrer Arbeit zu belauschen. Gesagt, getan. Doch die Armen wurden entdeckt, ergriffen und in die Kirchenmauer eingemauert. Am anderen Morgen fand man von den beiden Knaben nur den Zipfel einer Jacke, der aus der Mauer hervorlugte.[16]
Hierzu gibt es die Abwandlung, dass nur ein Daumen in das Mauerwerk eingeschlossen wurde.
2. Bliedersdorf hatte zwei Glocken von herrlichen Klang. Als aber eine Not über das Dorf kam, beschloss man, eine der beiden Glocken nach Bargstedt zu verkaufen. Unter unsäglichen Mühen holte man die Glocke vom Turm und schaffte sie auf einen Wagen. Große Schweißperlen und Tränen, ja Blutstropfen tropften herab, während alle Pferde des Ortes kaum in der Lage waren, den Wagen von der Stelle zu bringen. Man kam am Abend nur nach Hohebrügge und ließ dort den Wagen mit der Glocke stehen. Die Bliedersdorfer überlegten sich noch in der Nacht, die Glocke doch lieber zu behalten. Als sie dann den Wagen umdrehten, ging alles wie von selbst, so leicht machte die Glocke es ihnen. Andere sagen, die Glocke sei noch in der Nacht alleine in die Kirche zurückgelaufen. Man habe auf dem Weg nur die großen, runden Abdrücke gesehen, wo sie aufgesprungen war.[16]
Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Bliedersdorf ist pfarramtlich mit der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Horneburg verbunden. Ihre Stiftung hat das Ziel auch langfristig die pfarramtliche Versorgung mit einer eigenen Pfarrstelle zu sichern. Sie gehört dem Kirchenkreis Buxtehude und dem Sprengel Stade an. Die Kirchengemeinde zählt 1129 Mitglieder.
Jedes Jahr findet am 1. Advent der „Kleinste Adventsmarkt Norddeutschlands“ an der Bliedersdorfer Kirche statt. Dort werden ausschließlich Bliedersdorfer Produkte angeboten. Der Adventsmarkt feierte 2006 sein 20-jähriges Bestehen. Die Erlöse kommen wohltätigen Zwecken zugute, die zu Beginn des Weihnachtsmarktes bekannt gegeben werden.
Dieser Megalithanlagenkomplex besteht aus vier großen Hünenbetten und befindet sich östlich des Ortes.
  • Bliedersdorfer Dorfbrunnen
Der Dorfbrunnen ist mehr als 200 Jahre alt und wurde nach ca. 70 Jahren wiederentdeckt
  • Im Besitz des Vereines „Bäuerliches Hauswesen Bliedersdorf e. V.“ (BHB) befinden sich zurzeit sechs historische Gebäude:
    • Ein aus Dollern, Landkreis Stade im Mai 2000 transloziertes Dorfgemeinschafts-Backhaus (Fachwerk mit Ziegeleindeckung). Einweihung im Sommer 2002.
    • Ein aus Helmste, Landkreis Stade im September 2002 translozierter Schafstall (Fachwerk mit Reeteindeckung). Einweihung im Herbst 2004.
    • Eine aus Lengenbostel-Freetz, Landkreis Rotenburg (Wümme) im August 2008 translozierte Durchfahrtscheune (Fachwerk mit Reeteindeckung). Einweihung im Frühjahr 2010.
    • Eine aus Rahmstorf, Landkreis Harburg im Dezember 2008 translozierte „Kleine Dorfschmiede“ (Fachwerk mit Ziegeleindeckung). Einweihung im Frühjahr 2010.
    • Ein aus Hagen-Börsten, Landkreis Cuxhaven Ende 1993 demontiertes und in Hagen eingelagertes niederdeutsches Hallenhaus. Im März 2003 vom Verein „BHB“ aufgekauft (Fachwerk) und in Bliedersdorf eingelagert. Seit Oktober 2010 mit der Restauration des Fachwerks begonnen. Im April 2012 waren die Arbeiten abgeschlossen. Der Wiederaufbau erfolgte am 29. April 2013 und die Baumaßnahme wurden am 30. April 2014 abgeschlossen. Vorausgegangen für den Wiederaufbau des Hallenhauses war der Kauf eines 3500 m² großen angrenzenden Grundstückes von der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bliedersdorf.
    • Ein aus Himmelpforten, Landkreis Stade im September 2010 demontiertes und in Bliedersdorf eingelagertes Horizontalgatter-Sägewerk. Ein Bauantrag wurde im März 2015 erstellt und der Baubehörde Stade vorgelegt. Die Genehmigung lag vor und der Wiederaufbau begann im April 2016.
  • Neubauten
In Bliedersdorf gibt es seit Anfang 2008 ein Neubaugebiet:
Auf dem Gelände der ehemaligen Sägerei Brüggmann verfügt die Gemeinde Bliedersdorf über ein Neubaugebiet, das von einem örtlichen Erschließungsträger vermarktet wird. Aktuell sind gut zwei Drittel der Grundstücke verkauft und ein Drittel ist mit Einfamilien- und Doppelhäusern bebaut.

Sport und Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neubaugebiet „Unterer Daudiecker Weg“ im Frühjahr
Der Spargelhof direkt im Ort
Schild: „Bliedersdorfer Spargel“
Bliedersdorfer Spargelfeld
  • Unter dem Vorsitz von Björn Glüsen unterhält der Ort mit dem „Bliedersdorfer Sportverein 66 e. V.“ seinen eigenen Sportverein, der in den Bereichen Turnen, Gymnastik und Leichtathletik – nebst der Abnahme des Sportabzeichens – und Tischtennis vertreten ist. Das Angebot wird durch eine recht erfolgreiche Taekwon-Do-Mannschaft ergänzt. Der Verein zählt 750 Mitglieder (Stand: 2010).
  • Bis zur Saison 2018/19 war auch die Hauptsparte Fußball unter dem Namen aktiv, wobei der Verein in der Kreisliga Stade aktiv war, zwischenzeitlich auch in der Bezirksliga Lüneburg 4. Ab der Saison 2019/20 spielt der Fußballverein nach Neugründung mit dem „FC Nottensdorf 03“ aus dem Nachbarort Nottensdorf zusammen als „FSV Bliedersdorf / Nottensdorf“ in der Kreisliga Stade.
  • Neben dem Sportplatz in der Ortsmitte, dem „Hexenkessel“, gibt es zudem eine recht neue Anlage, der „Sportplatz Dohrenblick“, der vor kurzem durch einem dritten, dort angrenzenden Sportplatz ergänzt wurde. Auf dieser Anlage trägt u. a. der Fußballverein seine Heimspiele aus.
  • Im Dorfgemeinschaftshaus und in der Sporthalle des Ortes Horneburg werden außerdem verschiedene Kurse abgehalten.
  • Durch den Neubau der Sportanlage Dohrenblick war es möglich, einen Teil des alten Platzes in der Ortsmitte für die Errichtung eines Skateplatzes zu nutzen.
  • Mit dem Anglerverein Forelle e. V. Bliedersdorf von 1948 bietet die Ortschaft auch einen Angelverein. Hier befischen circa 350 Mitglieder seit 1948 unter heutigem Vorsitz von Heino Wiemann die Gewässer im Umland. Unter anderem die Aue und die Lühe.
  • Den Verein „Bäuerliches Hauswesen Bliedersdorf e. V.“ (BHB) haben 13 Gründungsmitglieder im Februar 2000 ins Leben gerufen. Heute zählt der Verein bereits 223 Mitglieder, sowohl aktive als auch passive. Als tatkräftiger Verein hat er bereits seine Spuren im Dorf auf dem gemeindeeigenen Grundstück in der Dohrenstraße hinterlassen. Unter dem Vorstand von Rainer Kröger stellt sich der Verein seit nunmehr einigen Jahren die Aufgabe alte Wohn- und Zweckhäuser zu erhalten und zu pflegen. Das alte Backhaus wird bei öffentlichen Zusammenkünften mehrmals jährlich betrieben. Daneben wird der Platz um die restaurierten Bauten für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Der Zweck des Vereins ist die Darstellung historischer bäuerlicher Lebensart und Arbeitsweise. Hierfür ist im Sinne des Denkmalschutzes die Errichtung einer Fachwerkhaus-Gemeinschaftsanlage, bestehend aus translozierten Bauernhäusern auf dem Gelände des Hochzeitswaldes zu Bliedersdorf in der Dohrenstraße vorgesehen. Aufgabe des Vereins ist es, die hierzu erforderlichen Maßnahmen einzuleiten und durchzuführen, die zum Erreichen des Vereinszwecks notwendig sind. Die Fachwerkhaus-Gemeinschaftsanlage soll als bäuerliches Kulturgut eine ortsbildprägende öffentlich zugängliche „lebende Bauernhaus-Gruppe“ mit kultureller Nutzung der Räumlichkeiten sein.

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits seit 1967 besteht die Bliedersdorfer-Theatergruppe, die Seinerzeit aus der damaligen Dorfjugend entstanden ist. Seit dieser Zeit hat die Bliedersdorfer Theatergruppe ein bis zwei plattdeutsche Theaterstücke pro Jahr einstudiert und zum Besten gegeben. Seit bestehen des Dorfgemeinschaftshauses finden die Vorstellungen vorwiegend in der Winterzeit auf der sich darin befindenden Bühne statt. Die Gruppe besteht aus ca. 30 Mitgliedern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, sowohl das Volkstheater, als auch die plattdeutsche Sprache am Leben zu erhalten. Derzeitiger Leiter ist Harry Löll.

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bliedersdorfer Spargel ist im weiten Umkreis ein Begriff. Geerntet auf Feldern in und um Bliedersdorf wird er in einem Fachwerkhof verkauft, der als erster Betrieb den Service bot, den Spargel schälen zu lassen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kindergarten „Ratz und Rübe“
  • Dorfgemeinschaftshaus mit Gaststätte, Saal und Kegelbahn
  • Sportplatz am Dorfgemeinschaftshaus, auch „Hexenkessel“ genannt, mit Skateranlage
  • Sportanlage Dohrenblick (2 Sportplätze)
  • Gemeindehaus der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde
  • Feuerwehrhaus
  • Heimatstube in einem niedersächsischen Dreiständerhaus

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grundschule

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Silke Meyer verh. Schmitt (* 1968), Volleyball- und Beachvolleyball-Nationalspielerin
  • Klaas Nuttbohm (* 1984), American Football-Spieler in der 1. Bundesliga und der Nationalmannschaft[17]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christian Fuhst, Gerhard Burfeind: Bliedersdorf – Wie es wurde, was es ist – Chronik von Dorf und Kirche Bliedersdorf. Dammann Verlag, Bliedersdorf 1988, ISBN 3-925076-13-1.
  • Christian Fuhst: Die 750 Jahre alte Feldsteinkirche in Bliedersdorf. Meine Konfirmandenzeit – Blätter, Ergebnisse und Bilder. Ausgabe 1998/1999.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bliedersdorf – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2018 (Hilfe dazu).
  2. Jürgen Udolph (Recherche): Der „Ortsnamenforscher“. In: Webseite NDR 1 Niedersachsen. Archiviert vom Original am 17. August 2014; abgerufen am 3. August 2019.
  3. Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Stade. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: gemeindeverzeichnis.de. 5. Januar 2020, abgerufen am 21. Januar 2020.
  4. a b c Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Stade (Siehe unter: Nr. 12). (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  5. a b Statistisches Bundesamt Wiesbaden (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland – Ausgabe 1957 (Bevölkerungs- und Gebietsstand 25. September 1956, für das Saarland 31. Dezember 1956). W. Kohlhammer, Stuttgart 1958, S. 190 (Digitalisat).
  6. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 246.
  7. Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindeverzeichnis für Niedersachsen. Gemeinden und Gemeindefreie Gebiete. Eigenverlag, Hannover 1. Januar 1973, S. 46, Landkreis Stade (Digitalisat [PDF; 21,3 MB; abgerufen am 21. Januar 2020]).
  8. a b c d e f g h i j Gemeindeverzeichnis – Archiv – Regionale Gliederung – Jahresausgaben – Niedersachsen. (Alle politisch selbständigen Gemeinden im EXCEL-Format). In: Webseite Destatis. Statistisches Bundesamt, abgerufen am 21. Januar 2020.
  9. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG); § 46 – Zahl der Abgeordneten. In: Niedersächsisches Vorschrifteninformationssystem (NI-VORIS). 17. Dezember 2010, abgerufen am 21. Januar 2020.
  10. Bekanntmachung über das endgültige Wahlergebnis der Gemeindewahl am 11. September 2016. (PDF; 1,4 MB) In: Webseite Samtgemeinde Horneburg. 16. September 2016, abgerufen am 21. Januar 2020.
  11. Bekanntmachung über das endgültige Wahlergebnis der Gemeindewahl am 11. September 2011. (PDF; 40 kB) In: Webseite Samtgemeinde Horneburg. 15. September 2011, abgerufen am 21. Januar 2020.
  12. Lena Stehr: Tobias Terne ist neuer Bürgermeister in Bliedersdorf. In: Webseite Kreiszeitung Wochenblatt. 26. Dezember 2017, abgerufen am 21. Januar 2020.
  13. Christian Fuhst, Gerhard Burfeind: Bliedersdorf – Wie es wurde, was es ist – Chronik von Dorf und Kirche Bliedersdorf. Dammann Verlag, Bliedersdorf 1988, ISBN 3-925076-13-1, S. Anhang E.
  14. a b Christian Fuhst, Gerhard Burfeind: Bliedersdorf – Wie es wurde, was es ist – Chronik von Dorf und Kirche Bliedersdorf. Dammann Verlag, Bliedersdorf 1988, ISBN 3-925076-13-1, S. 358.
  15. Hauptsatzung für die Gemeinde Bliedersdorf. (PDF; 78 kB) § 2; Hoheitszeichen, Dienstsiegel; Absatz 1. In: Webseite Samtgemeinde Horneburg. 7. November 2016, S. 1, abgerufen am 21. Januar 2020.
  16. a b Christian Fuhst: Die 750 Jahre alte Feldsteinkirche in Bliedersdorf. Meine Konfirmandenzeit – Blätter, Ergebnisse und Bilder. Ausgabe 1998/1999.
  17. Football – Drei Teufel für Deutschland. In: Webseite Hamburger Morgenpost. 15. Juli 2005, abgerufen am 21. Januar 2020.