BlueStacks

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BlueStacks

BlueStacks-Logo.jpg
Basisdaten

Maintainer Bluestack Systems Inc.
Entwickler Bluestack Systems Inc.
Erscheinungsjahr 2011
Aktuelle Version 4.32.90.1001
Betriebssystem Windows (ab XP), macOS (ab Mavericks)
Kategorie Emulator
Lizenz Freeware
deutschsprachig ja
www.bluestacks.com

Der BlueStacks App Player oder kurz BlueStacks ist eine kostenlose, auf VirtualBox basierende Emulator-Software zum Ausführen von Android-Apps unter Windows und macOS. Neue Apps werden über den Google Play Store installiert. Die Bedienung erfolgt per Maus, in manchen Apps kann auch die Tastatur verwendet werden.[1][2]

Funktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aussehen und Peripherie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Touchscreen wird durch die Maus simuliert. Multi-Touch und Bewegungssteuerung ist damit zwar nicht möglich, kann in einigen Fällen aber von der Tastatur übernommen werden. Weiterhin lassen sich einzelne Hotkeys erstellen. Die Bildschirmgröße lässt sich anpassen auf die Sichtweise von einzelnen Smartphones oder Tablets.[3] Der Bildschirminhalt lässt sich auch als Livestream auf Facebook und Twitch übertragen.[4]

App-Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Apps können gleichzeitig mithilfe von Registerkarten gestartet werden und mehrere Google-Konten dafür verwendet werden. Mit BlueStacks Friends kann man mit anderen Nutzern chatten. Das integrierte App Center erlaubt es schneller Apps und Spiele zu finden, die gut mit dem Emulator funktionieren.[3] Im Geschenk-Center erhalten die Nutzer exklusive In-Game-Inhalte für einzelne Titel.[5] Durch die kostenlose Android-App BlueStacks Cloud Connect lassen sich die Inhalte eines Smartphones oder Tablets mit der Desktop-Version synchronisieren.[6] Eigenschaften über das emulierte Betriebssystem, die Emulation selbst und die Darstellung der Apps lassen sich in der an der an Android orientieren Systemsteuerung vornehmen.

Pro-Version[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BlueStacks ist zwar kostenlos, ist aber auch in einer kostenpflichtigen Version erhältlich. Die kostenpflichtige Version entfernt die Werbung im Emulator und bietet Priorität beim Kundendienst.[4]

Systemvoraussetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als minimale Anforderungen an BlueStacks gelten:

Zudem sind Administratorenrechte erforderlich und die Gerätetreiber sollten aktuell sein.[8]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfangszeiten und Investitionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen wurde 2009 von Jay Vaishnav, Suman Saraf und Rosen Sharma, dem ehemaligen CTO bei McAfee und Vorstandsmitglied von Cloud.com, gegründet und veröffentlichte die Software im Jahr 2011. Mit der Zeit kamen mehrere Investoren, darunter Andreessen Horowitz, Redpoint, Samsung, Intel, Qualcomm, Citrix, Radar Partners, Ignition Partners und AMD, hinzu.[9] Am 9. Mai 2013 wurde der Bezahldienst GamePop angekündigt[10], welcher es ermöglicht, die Spiele auf dem Fernseher zu spielen und am 23. Juli 2014 kündigte Samsung an, darin zu invertieren, und BlueStacks erhielt 26 Millionen US-Dollar.[11][12]

Versionsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine frühe Version wurde am 25. Mai 2011 auf der Citrix Synergy-Konferenz in San Francisco angekündigt. Die offizielle Alpha-Version startete im am 11. Oktober 2011 und die Beta-Version starte am 7. Juni 2014.[13]

Seit Juli 2015 gibt es den Emulator auch überarbeitet für Mac OS X.[14] Bereits nach der Entwicklerkonferenz Google I/O im Juni 2012 gab es aber auch schon eine Alpha-Version für Mac und im Dezember 2012 auch eine Beta-Version.[15]

Version 2.0 erschien im Dezember 2015 und ermöglichte erstmals Multitasking.[16][17] Version 3.0 erschien im Juli 2017 und verbesserte die Performance und fügte Funktionen wie Blue Stack Friends und das integrierte App Center hinzu.[3] Die Streaming-Funktion BlueStacks TV (BTV) wurde am 7. April 2016 erstmals eingeführt[18] und im September 2016 auf Facebook Live ergänzt.[19]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chip Online lobt die Bedienung und einfache Installation von Apps innerhalb des Emulators, kritisiert aber auch, dass nicht alle Apps mit dem Emulator kompatibel sind und die kostenlose Basic-Version nervige Werbung enthält.[3] Besonders nützlich wird der Emulator bei Apps, die keine vergleichbare PC-Version haben, wie zum Beispiel einzelne Messenger oder Spiele. Computer Bild gibt dem Emulator 3 von 5 Sternen.[6] WinFuture rechnet damit, dass Daten über das Nutzungsverhalten gesammelt werden.[5]

Nutzerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bisher wurde das Programm über 100 Millionen Mal heruntergeladen.[20] Allerdings ist der Emulator auf vielen AMD- und Asus-Geräten vorinstalliert und erreicht damit nach Welt.de ca. 120 Millionen potenzielle Nutzer (Stand: Januar 2013).[21]

Siehe auch / Alternativen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • VirtualBox oder vergleichbare Virtualisierungssoftware, die es ermöglicht die Android-PC-Version zu installieren
  • Android-x86 (Übersicht der Android-Emulatoren für die x86/AMD64-Architektur)
  • NoxPlayer, ein Android-Emulator, mit der man Android-Anwendungen auf PC und MAC ausführen kann.
  • WindowsAndroid, eine Portierung von Android 4.0.3 auf Windows-PCs.
  • AMIDuOS, eine virtuelle Maschine auf Basis von Android Jelly Bean bzw. Lollipop des Hard- und Softwareherstellers American Megatrends; lauffähig unter Windows 7, 8 und 10.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BlueStacks - Download. In: netzwelt. Abgerufen am 4. August 2018.
  2. Bluestacks on Android N. Abgerufen am 17. August 2018 (englisch).
  3. a b c d BlueStacks Gaming Platform. In: CHIP Online. Abgerufen am 4. August 2018.
  4. a b BlueStacks App Player Download. In: ComputerBase. Abgerufen am 4. August 2018.
  5. a b Thomas Zick: BlueStacks - Android-Apps unter Windows nutzen. Abgerufen am 4. August 2018.
  6. a b BlueStacks App Player 4.1.21.2018 - Download - COMPUTER BILD. Abgerufen am 4. August 2018.
  7. How To Install Bluestacks On Windows With 1 Gb Ram OR Without Graphics Card. In: Technic Gang. 22. Mai 2016, abgerufen am 4. August 2018.
  8. "BlueStacks Installation Requirements for Windows & Mac". Abgerufen am 4. August 2018 (englisch).
  9. Samsung Backs GamePop As BlueStacks Adds $13M In New Funding. In: TechCrunch. Abgerufen am 4. August 2018.
  10. After 10M Downloads, BlueStacks Takes On OUYA With Game Console And $6.99 All-You-Can-Play Service. In: TechCrunch. Abgerufen am 4. August 2018.
  11. Samsung invests $13M in Android microgaming console GamePop. In: CNET. 23. Juli 2014, abgerufen am 4. August 2018.
  12. Samsung Backs GamePop As BlueStacks Adds $13M In New Funding. In: TechCrunch. Abgerufen am 4. August 2018.
  13. BlueStacks Releases App Player And Cloud Connect Service To Let You Run Android Apps On Your PC. In: TechCrunch. Abgerufen am 4. August 2018.
  14. Bluestacks bietet ab sofort Android-Apps für Mac OS X. In: computerbild.de. Abgerufen am 4. August 2018.
  15. BlueStacks: So bringst du Android-Apps auf deinen Mac. In: t3n News. Abgerufen am 4. August 2018.
  16. BLUESTACKS 2 Review GamePlay and Working on windows 7, 8.1. In: TechnoIliyas. 26. Dezember 2016, abgerufen am 4. August 2018.
  17. BlueStacks 2.0 Launched, Lets You Run Multiple Apps Simultaneously. In: NDTV Gadgets360.com. Abgerufen am 4. August 2018.
  18. Twitch users can now live stream Android games from their PC. In: TechCrunch. Abgerufen am 4. August 2018.
  19. Stream Android apps on Facebook Live with Bluestacks. In: Engadget. Abgerufen am 4. August 2018.
  20. About Us - Bluestacks - The Best Android Emulator on PC as Rated by You. In: Bluestacks - The Best Android Emulator on PC as Rated by You. Abgerufen am 4. August 2018.
  21. Rainer Schuldt: Android-Emulator: „BlueStacks“ lässt Apps auch am Computer laufen. In: DIE WELT. 18. Januar 2013, abgerufen am 4. August 2018.