Blue System

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Blue Systems
Allgemeine Informationen
Genre(s) Dance-Pop, Eurodance, Europop, Euro Disco
Gründung 1986
Auflösung 1998
Gründungsmitglieder
Gesang, Produktion
Dieter Bohlen
Chor
Rolf Köhler
Chor
Detlef Wiedeke
Chor
Michael Scholz
Produktion
Luis Rodriguez

Blue Systems war ein Projekt von Dieter Bohlen, das er 1986 – nach der ersten Auflösung von Modern Talking – gründete. 1998 beendete er das Projekt. Ehemalige Studiosänger von Bohlen versuchen sich weiterhin unter dem Namen Systems in Blue, während er selbst unter seinem eigenen Namen ein neues Album produzierte.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Nach dem Sound und Genre ist das Projekt dem Euro Disco und Eurodance zuzuordnen. Das Projekt war im Vergleich zu Modern Talking weniger erfolgreich und vor allem im deutschsprachigen Raum und in Russland bekannt. Blue Systems stand faktisch als Synonym für Dieter Bohlen mit wechselnden Musikern und Tänzerinnen für Auftritte. Die Musik ist gekennzeichnet von charakteristischer, kräftiger Schlagzeugbegleitung und bombastischen Synthesizer-Effekten. Ebenfalls kamen oft Molltöne zum Einsatz, vor allem in den Intros der Stücke. Die erfolgreichste Single hieß Under My Skin und schaffte es bis Platz 6 der deutschen Charts. Es gab immer wieder auch Experimentalsongs wie Save Me (1989), Behind The Silence (1990), das gänzlich instrumental war sowie auch Duette wie Love Is Such A Lonely Sword mit Audrey Motaung (1990) und It's All Over mit dem Weltstar Dionne Warwick (1991). Während der Erfolg der Singles langsam nachließ, konnte das Album Backstreet Dreams 1993 Platz 5 der LP-Charts erklimmen. Als Mitte der 1990er Jahre auch der Absatz der Alben allmählich nachließ, gab es einen musikalischen Wendepunkt nach dem Album 21st Century. Die nachfolgenden Alben wie X-Ten (1994) orientieren sich stark am damals populären Euro-Dance-Sound und haben stärkere Bässe und Beats. Die Refrains wurden nun hauptsächlich von weiblichen Stimmen übernommen. Dennoch gelang es nicht, mit dem neuen musikalischen Kurs wieder an die frühen Erfolge von Blue Systems anzuknüpfen. Bekannteste Single dieser Periode ist Laila (1995), die es bis Platz 29 der Single-Charts schaffte. Andere Singles blieben deutlich darunter.

Mit der Single Love Will Drive Me Crazy und dem Comeback von Modern Talking 1998 endete das Projekt Blue Systems.

Nach dem abermaligen Ende von Modern Talking gingen Detlef Wiedeke, Michael Scholz und Rolf Köhler, ehemalige Studiosänger bei Blue Systems und Modern Talking, mit der Behauptung an die Öffentlichkeit, dass von „Bohlen selbst […] kein einziger Ton auf den Schallplatten“ stamme. Bohlen sei zwar das Gesicht von Blue Systems gewesen, den Gesang aber habe er sich mangels eigenen Talents stets von anderen geliehen.

Die drei genannten Sänger machen seit 2003 wieder Musik – Köhler starb im September 2007 – und kopieren unter dem Namen Systems in Blue den Sound und selbst das Logo von Blue Systems. Bei den Chartplatzierungen konnten Systems in Blue allerdings nicht an Blue Systems anknüpfen. Ihre erste Single hieß Magic Mystery, das erste Album, Point Of No Return, erschien 2005.

Unterdessen singt auch Bohlen wieder selbst – zuletzt 2007 zusammen mit Mark Medlock – allerdings nun unter seinem eigenen Namen.

Der Blue-Systems-Sound wirkte sich in dieser Phase auf alle Künstler aus, die von Bohlen produziert wurden, wie etwa Roy Black, Al Martino oder auch Engelbert und Bonnie Tyler.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blue Systems/Diskografie

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

RSH-Gold

  • 1988, 1989

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]