Blues Pills

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die schwedische Band. Für ihr gleichnamiges Album, siehe Blues Pills (Album).
Blues Pills
Blues Pills beim Reload Festival 2015
Blues Pills beim Reload Festival 2015
Allgemeine Informationen
Herkunft Örebro, Schweden
Genre(s) Bluesrock, Hard Rock
Gründung 2011
Website www.bluespills.com
Aktuelle Besetzung
Elin Larsson
Dorian Sorriaux
Zack Anderson
André Kvarnström (seit 2014)
Ehemalige Mitglieder
Schlagzeug
Cory Berry (bis 2014)
Live- und Session-Mitglieder
Hammond-Orgel, Gitarre
Rickard Nygren (seit 2016)

Blues Pills ist eine schwedische Bluesrock-Band aus Örebro. Die Band steht bei Nuclear Blast unter Vertrag und hat bislang zwei Studioalben veröffentlicht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründung und erste Veröffentlichungen (2011–2012)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sängerin Elin Larsson (2015)

Im Jahre 2011 spielten die aus Iowa stammenden Halbbrüder Zack Anderson (Bass) und Cory Berry (Schlagzeug) in der Band Radio Moscow und lernten in Kalifornien die schwedische Sängerin Elin Larsson kennen. In der Garage von Andersons Vater nahmen die drei Musiker zwei Lieder als Demo auf und veröffentlichten diese auf der Internetplattform YouTube. Die Musiker erhielten daraufhin von dem Plattenlabel Crusher Records ein Angebot, eine EP aufzunehmen. Außerdem wurde ihnen eine Tournee in Spanien angeboten.[1]

Bei einer Konzertreise in Frankreich lernten Anderson und Berry den erst 16-Jährigen Gitarristen Dorian Sorriaux kennen. Sorriaux wurde von den anderen Musikern nach Örebro eingeladen und komplettierte schließlich die Band. Der Bandname stammt vom gleichnamigen Musikblog, das sich mit Undergroundmusik der 1960er und 1970er Jahre beschäftigt.[2] Über das Plattenlabel Crusher Records wurden ein Jahr später die Debüt-EP Bliss und die 7″-Single Black Smoke veröffentlicht.

Devil Man und Live at Rockpalast (2013–2014)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gitarrist Dorian Sorriaux (2015)

Blues Pills spielten im Jahre 2013 zahlreiche Konzerte und traten unter anderem auf dem Desertfest und dem Roadburn Festival auf. Ende Juli 2013 wurden Blues Pills vom deutschen Plattenlabel Nuclear Blast unter Vertrag genommen.[3] Die Musiker hatten sich ohne große Erwartungen mit einer schlichten E-Mail beim Label beworben und erhielten schließlich einen Vertrag.[2] Im Oktober des gleichen Jahres wurde mit Devil Man die zweite EP veröffentlicht. Die EP wurde von Don Alsterberg produziert und stieß auf positive Resonanz von Seiten der Fachpresse. Die deutschen Magazine Rock Hard und Metal Hammer kürten die EP jeweils zum Demo des Monats.[4]

Am 18. Oktober 2013 spielten Blues Pills im Rahmen des Crossroads-Festivals in Bonn. Der Auftritt wurde vom WDR für die Sendung Rockpalast aufgezeichnet.[5] Es folgte eine Europatournee im Vorprogramm von Orchid und Scorpion Child sowie eine Tour durch Australien mit der deutschen Band Kadavar.[6] Am 28. März 2014 veröffentlichte die Band die Live-EP Live at Rockpalast mit vier Titeln des Bonner Konzerts vom Oktober 2013.

Blues Pills und Blues Pills Live (2014–2015)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bassist Zack Anderson (2015)

Mit dem Produzenten Don Alsterberg nahm die Band ihr selbstbetiteltes Debütalbum auf, dessen Veröffentlichung am 25. Juli 2014 erfolgte. Das Album enthält mit dem Lied Gypsy eine Coverversion eines Liedes von Chubby Checker. Darüber hinaus enthält das Album eine Bonus-DVD mit dem Auftritt der Band beim Hammer of Doom-Festival im Jahre 2013. Das Album erreichte Platz vier der deutschen und Platz zehn der Schweizer Albumcharts. Weltweit konnte die Band über 100.000 Exemplare ihre Debütalbums verkaufen.

Am 7. Juni 2014 führten Blues Pills in Schwerin das Lied Devil Man im Rahmen des Boxkampfes zwischen Jürgen Brähmer und Roberto Bolonti auf.[7] 2014 traten Blues Pills auf Festivals wie dem Summer Breeze, dem Rock-Hard-Festival oder dem Montreux Jazz Festival auf und absolvierten eine Europatournee mit The Vintage Caravan als Vorgruppe. Aus persönlichen Gründen nahm Schlagzeuger Cory Berry nicht an den Sommerkonzerten teil und wurde durch den ehemaligen Truckfighters-Schlagzeuger André Kvarnström ersetzt.[8] Ende August gab die Band die Trennung von Berry bekannt.

Gründe wurden zunächst nicht genannt. Erst zwei Jahre später erklärte Elin Larsson, dass Berry dem Stress auf Tourneen nicht gewachsen gewesen wäre.[9] André Kvarnström wurde daraufhin zum festen Bandmitglied ernannt.[10] Im Dezember 2014 gingen Blues Pills als Vorband mit der kalifornischen Blues-Rock-Band Rival Sons auf Tour im Vereinigten Königreich.[11] Die Veröffentlichung des Livealbums Blues Pills Live, das 2014 beim Freak Valley Festival mitgeschnitten wurde, erfolgte am 20. März 2015.[12] Im Frühling 2015 fand eine weitere Europatournee mit den Truckfighters und Jex Thoth statt, bevor Blues Pills im Sommer 2015 bei den Festivals Rock am Ring, Rock im Park, dem Graspop Metal Meeting, Nova Rock und dem Download-Festival auftraten.

Lady in Gold (seit 2016)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schlagzeuger André Kvarnström (2015)

Im Februar und März 2016 ging die Band mit den Vorbands Pristine und White Miles erneut auf Europatour. Gleichzeitig arbeitete die Band an ihrem zweiten Studioalbum, das erneut von Don Alsterberg produziert wurde. Die Veröffentlichung von Lady in Gold erfolgte am 5. August 2016. Das Album enthält eine Coverversion des Liedes Elements and Things von Tony Joe White und stieg auf Platz eins der deutschen und Platz zwei der Schweizer Albumcharts ein. Nach Festivalauftritten beim Summer Breeze folgte im Herbst 2016 eine Europatournee mit Kadavar und Stray Train sowie ein Auftritt beim Festival Metal Hammer Paradise. Seit dieser Tournee wird die Band von Rickard Nygren begleitet, der die Hammond-Orgel und die zweite Gitarre spielt.

Im Frühjahr 2017 folgte eine weitere Europatournee. Für den Sommer kündigte die Band Auftritte bei Festivals wie dem Rock-Hard-Open Air, Rock of Ages, dem Taubertal-Festival und dem Open Flair an.

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sängerin Elin Larsson beschreibt den Stil ihrer Band als harten Bluesrock mit souligem Gesang.[2] Bassist Zack Anderson sieht Blues Pills als Psychedelic-Soul-Band, die ihre Wurzeln im Blues hat.[13] Als musikalische Haupteinflüsse der Band nennt Larsson klassische Rockbands wie Free, Fleetwood Mac, Grand Funk Railroad,[2] Frumpy, November und Cactus, aber auch zeitgenössische Gruppen wie Graveyard oder Kadavar.[14] Zu ihren gesanglichen Einflüssen zählt Larsson Big Mama Thornton, Etta James und Aretha Franklin.

Felix Patzig vom deutschen Magazin Rock Hard beschrieb den Sound der Gruppe als eine Art „Jamsession von Aretha Franklin mit der Band Led Zeppelin“.[2] Elin Larssons Stimme wird mit der von Janis Joplin oder Aretha Franklin verglichen.[15], während der Bass- und Gitarrensound der Band häufig an den von Ten Years After erinnert.

Die hauptsächlich von Elin Larsson und Zack Anderson verfassten Texte handeln häufig von persönlichen Gefühlen und Erlebnissen, die in den Songs verarbeitet werden.[16] Ferner geht es in den Texten um die Suche nach der Seele, den Sinn des Lebens aber auch um die Familien und Freunde der Musiker. Okkultismus spielt für die Band keine Rolle.[17] Laut Anderson entstehen die meisten Texte spontan.[2]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben
Blues Pills
  DE 4 08.08.2014 (9 Wo.) [18]
  AT 19 08.08.2014 (2 Wo.) [19]
  CH 10 03.08.2014 (7 Wo.) [20]
  UK 68 09.08.2014 (1 Wo.) [21]
Lady in Gold
  DE 1 12.08.2016 (6 Wo.) [18]
  AT 12 19.08.2016 (… Wo.) [19]
  CH 2 14.08.2016 (… Wo.) [20]
  UK 31 12.08.2016 (… Wo.) [21]
  SE 27 12.08.2016 (… Wo.) [22]
[18]

[20] [19] [21]

[22]
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/Quellen-Parameter
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Livealben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2012: Black Smoke
  • 2014: High Class Woman
  • 2016: Lady in Gold

Musikvideos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2014: High Class Woman
  • 2014: Gypsy
  • 2014: No Hope Left for Me
  • 2016: Lady in Gold
  • 2016: I Felt a Change

Sonstige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Blues Pills – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Daniel Pavlica: Blues Pills interview. The Rocktologist, abgerufen am 26. März 2014 (englisch).
  2. a b c d e f Felix Patzig: Medizin für die Seele. Rock Hard, abgerufen am 25. März 2014.
  3. BLUES PILLS Signs With NUCLEAR BLAST RECORDS. Blabbermouth.net, abgerufen am 25. März 2014 (englisch).
  4. Detlef Dengler: Helden von Morgen: Blues Pills In: Metal Hammer, August 2013
  5. Crossroads 2013: Jonny Lang / Blues Pills. WDR, abgerufen am 25. März 2014.
  6. Mark Diggins: BLUES PILLS TALK TO THE ROCKPIT. The Rock Pit, abgerufen am 25. März 2014 (englisch).
  7. Blues Pills - Boxerhymne. Metalnews.de, abgerufen am 3. Juni 2014.
  8. Laura Niebling: La Cucaracha. In: Rock Hard, Juni 2014, Seite 40
  9. Holger Stratmann: Die Hoffnungsträger. In: Rock Hard, August 2016, Seite 14
  10. Thomas Becker: BLUES PILLS: Trennung von Drummer! Powermetal.de, abgerufen am 24. August 2014.
  11. BLUES PILLS – rekapitulieren ersten Teil der Europa-Tour, geben Griechenland-Show bekannt, supporten RIVAL SONS in UK! Bluespills.com, abgerufen am 28. Februar 2016.
  12. Blues Pills – Limitiertes Livealbum kommt. Metalnews.de, abgerufen am 25. Januar 2015.
  13. Timon Menge: Elin & Zack von Blues Pills. Metalnews.de, abgerufen am 28. November 2015.
  14. Michael Stalling: Interview mit BLUES PILLS-Sängerin Elin Larsson. Metal.de, abgerufen am 21. Oktober 2015.
  15. Andreas Schulz: Blues Pills: Devil Man (Review). Musikreviews.de, abgerufen am 25. März 2014.
  16. Marlis Wimmerer: Hits in 60 Minuten. In: Blast!, Ausgabe 104, S. 8.
  17. Robert Fröwein: Blues Pills: "Die Grenze ist der Himmel". Kronen Zeitung, abgerufen am 24. Juli 2016.
  18. a b c Blues Pills in den deutschen Albumcharts. Musicline.de, abgerufen am 12. August 2016.
  19. a b c Blues Pills in den österreichischen Albumcharts. Austriancharts.at, abgerufen am 18. August 2016.
  20. a b c Blues Pills in den Schweizer Albumcharts. Hitparade.ch, abgerufen am 17. August 2016.
  21. a b c Blue Pills (sic!) in den britischen Albumcharts. Official Charts Company, abgerufen am 13. August 2016.
  22. a b Blues Pills in den schwedischen Albumcharts. Hung Medien, abgerufen am 18. August 2016.