Blumberg (Casekow)

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Blumberg
Gemeinde Casekow
Koordinaten: 53° 12′ 21″ N, 14° 9′ 9″ O
Eingemeindung: 31. Dezember 2002
Postleitzahl: 16306
Vorwahl: 033331
Blumberg (Brandenburg)
Blumberg

Lage von Blumberg in Brandenburg

Kirche in Blumberg

Blumberg ist ein Ortsteil der Gemeinde Casekow im Landkreis Uckermark im Nordosten des Landes Brandenburg.

Geografie und Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blumberg liegt westlich des Kernortes Casekow an der Kreisstraße K 7308.

Östlich verläuft die durch Casekow führende Landesstraße L 27. Westlich und nördlich verläuft die A 11 (= E 28), in die von Norden her die A 20 einmündet und als B 166 nach Süden weiterführt.

Die Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern verläuft 6 km entfernt nördlich.

Naturschutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 310,45 ha große Naturschutzgebiet Blumberger Wald liegt westlich. Es wurde am 16. Mai 1990 unter Naturschutz gestellt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blumberg gehörte bis 1945 zur Provinz Pommern. Blumberg lag im Landkreis Randow und kam bei dessen Auflösung im Jahre 1939 zum Landkreis Greifenhagen. Die Gemeinde Blumberg umfasste auch die Wohnplätze Blumberger Schneidemühle, Forsthaus Blumberg, Hammelstall, Karlsberg und Waldwärtergehöft.[1]

Gutshaus Blumberg um 1860, Sammlung Duncker
Gutshof 2011
Mitteltrakt des Herrenhauses

Das ritterschaftliche Gut gehörte ursprünglich der Familie von Randow. Dann wurde die Familie von Sydow um 1430 Besitzer. Henrich der Alte von Sydow wurde 1483 mit Blumberg und Woltersdorf belehnt. Diese blieben fast drei Jahrhunderte (gemeinsam mit dem naheliegenden Sydow'schen Stammgut Schönow) ein Lehen der Familie von Sydow. Blumberg ging 1763 als Mannlehen per Erbschaft an die Familie von der Osten über. 1792 wurde unter Karl von der Osten das Herrenhaus erbaut, mit zwei Kavaliershäusern als Flügel. Das Gut hatte zwei Vorwerke – Carlsburg und Hammelstall, letzteres mit der dem Namen entsprechenden Schafzucht. Innerhalb der Familie gab es dann einen Wechsel des Zweiges beim Gut Blumberg, 1898 wurde Friedrich Wilhelm von der Osten der Besitzer, bis dahin auch Besitzer von Schloss Penkun. Letzter Besitzer des 2.500 ha großen Gutes Blumberg war Henning von der Osten, der 1945 entschädigungslos enteignet wurde. Das Gut kam in die Bodenreform, wurde später aber zu einem Volkseigenen Gut (VEG) umgewandelt. Das im Krieg stark beschädigte Gutshaus wurde nach dem Krieg Wohnhaus für die Flüchtlinge, später Mehrzweckhaus für die Gemeinde – Kulturhaus, Kindergarten usw.[2] Die Familie von der Osten hat das Gut Blumberg 1996 wieder erworben.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1925: 516 Einwohner[4]
  • 1933: 425 Einwohner[4]
  • 1939: 460 Einwohner[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Blumberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag Blumberg im Informationssystem Pommern.
  2. Hubertus Neuschäffer: Vorpommerns Schlösser und Herrenhäuser. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft 1993, S. 34, ISBN 3-88042-636-8
  3. Website Gut Blumberg
  4. a b c Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. greifenhagen.html. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  5. Kirche Blumberg Uckermark Kirchen
  6. Gutshof Blumberg Website