Blumenthal (Hellenthal)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Koordinaten: 50° 29′ 47″ N, 6° 27′ 37″ O

Blumenthal
Gemeinde Hellenthal
Höhe: ca. 390 m ü. NN
Einwohner: 409 (31. Dez. 2014)[1]
Postleitzahl: 53940
Vorwahl: 02482
Blumenthal (Nordrhein-Westfalen)
Blumenthal

Lage von Blumenthal in Nordrhein-Westfalen

Blumenthal ist ein Ortsteil der Gemeinde Hellenthal im Kreis Euskirchen in Nordrhein-Westfalen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil liegt an der Bundesstraße 265 am Reifferscheider Bach. Dieser mündet im Ort in die Olef. Durch den Ort fährt mit der Reaktivierung im Herbst 2010 jeden Sonntag die Oleftalbahn auf ihrem Weg von Kall nach Hellenthal den Haltepunkt in Blumenthal an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1282 wurde Blumenthal erstmals urkundlich erwähnt. Früher trennte die Dorfstraße den Ort in zwei Teile, die Gemarkung und die Einwohner auf der einen Seite gehörten zur Herrschaft Schleiden, die auf der anderen Seite zur Herrschaft Reifferscheid.[2]

Eine zentrale Wasserversorgung für Blumenthal gibt es seit 1897. Die 1904 eingeweihte Synagoge wurde in der Reichspogromnacht 1938 zerstört. 1906 erhielt der Ort Stromversorgung und 1979 Gasversorgung.

Industrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linienbus nach Schnorrenberg in Blumenthal Reifferscheider Str.

Mittelpunkt des Ortes war die Eisenhütte auf Schleidener Gebiet, die erstmals im Jahre 1438 erwähnt wurde. Schon im 16. Jahrhundert waren in Blumenthal Zweige der bedeutendsten Reidtmeisterfamilien ansässig, die Peuchen, Poensgen und Schoeller. Peter Jacob Poensgen (1790–1866), der den Niedergang der Eisenindustrie erlebte, war der wohlhabendste Hüttenbesitzer der weiteren Umgebung. In Blumenthal begründete er das Walzwerk (1845) und die Feindrahtzieherei (1848). 1875 wurde der letzte Hochofen abgeblasen.

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 16. Jahrhundert wurde die Pfarrkirche St. Brigida erbaut.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.hellenthal.de/rathaus-politik/portrait/einwohnerzahlen/
  2. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, Die Karte von 1789 (2. Band), Bonn 1898. S. 507