Blurred Lines

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Blurred Lines
Cover
Robin Thicke feat. T.I. & Pharrell Williams
Veröffentlichung 15. März 2013
Länge 4:22 Minuten
Genre(s) RnB, Hip-Hop, Soul
Autor(en) Pharrell Williams
Label Star Trak
Album Blurred Lines

Blurred Lines (englisch für „verschwommene Linien“) ist ein Lied des US-amerikanischen R&B-Sängers Robin Thicke, zusammen mit dem Rapper T.I. sowie dem Sänger Pharrell Willams. Es wurde am 15. März 2013 veröffentlicht und erreichte in verschiedenen Ländern, darunter Deutschland und die USA, den ersten Platz der Charts. Blurred Lines wurde von Pharrell Williams produziert und von ihm zusammen mit Thicke und T.I. geschrieben. Am 10. März 2015 entschied ein Gericht, dass Teile des Titels ein Plagiat des Titels „Got to Give It Up“ von Marvin Gaye sind und sprach den Erben eine Entschädigungszahlung von 7,4 Millionen Dollar zu.[1][2]

Musikvideo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Musikvideo zu Blurred Lines wurde am 20. März 2013 veröffentlicht. Regie führte die Musikvideoregisseurin Diane Martel. Martel ließ Robin Thicke, T.I. und Pharrell in Anzügen gekleidet herumstehen und die drei Models Emily Ratajkowski, Jessi M’Bengue und Elle Evans interesselos vor ihnen auf- und abrennen. Im Hintergrund sind zweimal silberne Luftballons zu sehen, die den Satz „Robin Thicke has a big dick“ (= „Robin Thicke hat einen großen Schwanz“) formen. In einer Szene wird auch ein Schaf herumgetragen. An mehreren Stellen sind die Hashtags #THICKE und #BLURREDLINES bildschirmfüllend zu sehen. Es existieren zwei Versionen des Videos, in der ersten erscheinen die Models oben ohne und mit Strings bekleidet, in der zweiten Version tragen sie Tops und Slips bzw. Hot Pants. Die unbekleidete Version wurde von YouTube gesperrt[3], ist aber inzwischen wieder aufrufbar. Eine veränderte Version des Videos wurde für einen Werbespot des Unternehmens Beats by Dr. Dre verwendet.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2013 erreichte Blurred Lines Platz eins in den deutschen Charts. 2018 wurde die Single in Deutschland mit einer Diamantenen Schallplatte für über eine Million verkaufte Exemplare ausgezeichnet. Blurred Lines zählt damit zu den meistverkauften Singles in Deutschland. Der Song erreichte in zahlreichen weiteren Ländern die Spitzenposition in den Singlecharts, unter anderem in Australien, Belgien, Brasilien, Chile, Frankreich, Irland, Israel, Kanada, Luxemburg, Mexiko, Neuseeland, Niederlanden, Polen, Portugal, Schottland, Spanien und Ungarn. Der Song war in mehr als 65 Ländern der Welt auf der Spitze der Singlecharts.[4]

Chartplatzierungen
ChartsChart­plat­zie­rungen Höchst­platzie­rung Wo­chen
Deutschland (GfK) Deutschland (GfK)[5] 1 (55 Wo.) 55
Österreich (Ö3) Österreich (Ö3)[6] 1 (42 Wo.) 42
Schweiz (IFPI) Schweiz (IFPI)[7] 1 (47 Wo.) 47
Vereinigtes Königreich (OCC) Vereinigtes Königreich (OCC)[8] 1 (48 Wo.) 48
Vereinigte Staaten (Billboard) Vereinigte Staaten (Billboard)[9] 1 (48 Wo.) 48

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Songtext und das zugehörige Musikvideo wurden von einer gemeinnützigen Organisation gegen sexuelle Gewalt und Online-Kommentatoren kritisiert, sexuelle Gewalt zu verharmlosen, Frauen zu Sexualobjekten zu reduzieren und Vergewaltigungsmythen zu bestärken.[10] Gefragt wurde zum Beispiel, ob die Mitwirkenden der Produktion sich im Wissen um die mediale Skandalwirkung selbst inszenieren und ob Thicke damit bewusst einen Trend bediene. Insgesamt wurden in der Debatte weniger unmittelbare Bedenken an den Intentionen der Produktion geäußert und häufiger ihre gesellschaftlichen Implikationen und Wirkungen thematisiert. Thicke selbst wies die Vorwürfe der Huffington Post zufolge zurück und sprach dem Titel sogar feministische Züge zu.[11] Zu den Kritikern des Musikvideos gehörte auch der Sänger Aloe Blacc.[12] Auch die musikalischen Kritiken sind in ihrer Wertung breit gefächert.

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blurred Lines wurde weltweit mit 1× Gold und 43× Platin und 3× Diamant ausgezeichnet. Damit wurden laut Auszeichnungen über 14,8 Millionen Einheiten der Single verkauft (inklusive Premium-Streaming).

Land/Region Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnung, Verkäufe)
Ver­käu­fe
Australien (ARIA) Australien (ARIA)[13] Platinum record icon.svg 9× Platin 630.000
Belgien (BEA) Belgien (BEA)[14] Platinum record icon.svg Platin 30.000
Dänemark (IFPI) Dänemark (IFPI)[15] Platinum record icon.svg Platin 30.000
Deutschland (BVMI) Deutschland (BVMI)[16] Diamond record icon.svg Diamant 1.000.000
Frankreich (SNEP) Frankreich (SNEP) Diamond record icon.svg Diamant 250.000
Italien (FIMI) Italien (FIMI) Platinum record icon.svg 4× Platin 120.000
Kanada (MC) Kanada (MC)[17] Platinum record icon.svg 9× Platin 720.000
Mexiko (AMPROFON) Mexiko (AMPROFON) Platinum record icon.svg 3× Platin 120.000
Neuseeland (RMNZ) Neuseeland (RMNZ)[18] Platinum record icon.svg 5× Platin 75.000
Norwegen (IFPI) Norwegen (IFPI) Platinum record icon.svg 2× Platin 20.000
Österreich (IFPI) Österreich (IFPI)[19] Platinum record icon.svg Platin 30.000
Schweden (IFPI) Schweden (IFPI)[20] Platinum record icon.svg 2× Platin 80.000
Schweiz (IFPI) Schweiz (IFPI)[21] Platinum record icon.svg 3× Platin 90.000
Spanien (Promusicae) Spanien (Promusicae) Gold record icon.svg Gold 20.000
Vereinigte Staaten (RIAA) Vereinigte Staaten (RIAA)[22] Diamond record icon.svg Diamant 10.000.000
Vereinigtes Königreich (BPI) Vereinigtes Königreich (BPI)[23] Platinum record icon.svg 3× Platin 1.800.000
Insgesamt Gold record icon.svg 1× Gold
Platinum record icon.svg 43× Platin
Diamond record icon.svg 3× Diamant
14.895.000

Hauptartikel: Pharrell Williams/Auszeichnungen für Musikverkäufe

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Plagiatsprozess um "Blurred Lines": Williams und Thicke zu Millionenzahlung verurteilt. In: Spiegel Online. 11. März 2015, abgerufen am 9. Juni 2018.
  2. http://www.dailymail.co.uk/news/article-2988797/Marvin-Gaye-s-family-wins-7million-Pharrell-Robin-Thicke-Blurred-Lines-lawsuit.html
  3. 'Blurred Lines' Banned By YouTube As Robin Thicke's Video Features Nude Models. Huffington Post. 4. April 2013. Abgerufen am 1. Juli 2013.
  4. Chartplatzierungen: AU BE (Vl) BE (Wa) DK FR IT NZ SE
  5. Robin Thicke feat. T.I. & Pharrell – Blurred Lines. In: charts.de. Abgerufen am 29. Mai 2013.
  6. Robin Thicke feat. T.I. & Pharrell – Blurred Lines. In: austriancharts.at. Abgerufen am 29. Mai 2013.
  7. Robin Thicke feat. T.I. & Pharrell – Blurred Lines. In: hitparade.ch. Abgerufen am 29. Mai 2013.
  8. Chartquelle UK. In: officialcharts.com. Abgerufen am 29. Mai 2013 (englisch).
  9. Chartdiskografie USA. In: Billboard. Abgerufen am 29. Mai 2013 (englisch).
  10. Robin Thicke's number one single 'Blurred Lines' accused of reinforcing rape myths. The Independent, 21. Juni 2013, abgerufen am 9. Januar 2019.
  11. Robin Thicke: 'Blurred Lines' Is A 'Feminist Movement,' Lyrics Got 'Misconstrued'. Huffington Post, 31. Juli 2013, abgerufen am 18. September 2013.
  12. Archivlink (Memento des Originals vom 27. April 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ampya.com
  13. ARIA Single Charts. In: ariacharts.com.au. Abgerufen am 21. Juni 2018.
  14. GOUD EN PLATINA - SINGLES 2013. In: ultratop.be. Abgerufen am 21. Juni 2018.
  15. Robin Thicke feat. T.I. & Pharrell "Blurred Lines". In: ifpi.dk. Abgerufen am 21. Juni 2018.
  16. Gold-/Platin-Datenbank. In: musikindustrie.de. Abgerufen am 21. Juni 2018.
  17. Gold/Platinum. In: musiccanada.com. Abgerufen am 21. Juni 2018.
  18. NZ Charts. In: nztop40.co.nz. Abgerufen am 21. Juni 2018.
  19. Gold &Platin. In: ifpi.at. Abgerufen am 21. Juni 2018.
  20. sverigetopplistan. In: sverigetopplistan.se. Abgerufen am 21. Juni 2018.
  21. Edelmetall. In: hitparade.ch. Abgerufen am 21. Juni 2018.
  22. Gold & Platinum. In: riaa.com. Abgerufen am 21. Juni 2018.
  23. BPI Awards. In: bpi.co.uk. Abgerufen am 21. Juni 2018.