Boadilla de Rioseco

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Gemeinde Boadilla de Rioseco
Boadilla de Rioseco – Iglesia de Santa María
Boadilla de Rioseco – Iglesia de Santa María
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Boadilla de Rioseco
Boadilla de Rioseco (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Palencia
Comarca: Tierra de Campos
Koordinaten 42° 11′ N, 4° 58′ WKoordinaten: 42° 11′ N, 4° 58′ W
Höhe: 780 msnm
Fläche: 51,27 km²
Einwohner: 111 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 2,17 Einw./km²
Postleitzahl: 34349
Gemeindenummer (INE): 34035 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Boadilla de Rioseco

Boadilla de Rioseco ist eine nordspanische Kleinstadt und Hauptort einer Gemeinde (municipio) mit 111 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) in der Provinz Palencia der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Boadilla de Rioseco liegt am Río Sequillo in der kastilischen Hochebene (Tierra de Campos) in einer Höhe von etwa 780 m ü. d. M.[2] Die Provinzhauptstadt Palencia befindet sich knapp 50 km (Fahrtstrecke) südöstlich; die am Jakobsweg (Camino Francés) gelegene Kleinstadt Sahagún ist knapp 25 km in nördlicher Richtung entfernt. Das Klima im Winter ist durchaus kalt, im Sommer dagegen warm bis heiß; die spärlichen Regenfälle (ca. 470 mm/Jahr) fallen verteilt übers ganze Jahr.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1842 1900 1950 2000 2016
Einwohner 1.191 1.375 927 188 122

Der dramatische Bevölkerungsrückgang im 20. Jahrhundert hängt im Wesentlichen mit der Reblauskrise im Weinbau und mit der generellen Mechanisierung der Landwirtschaft zusammen.[4]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landwirtschaft spielte seit jeher die wichtigste Rolle für die Bevölkerung in der Comarca Tierra de Campos, doch bereits im Mittelalter entwickelten sich auch Handwerk und Handel. Der südliche Teil der Gemeinde wird vom Canal Cea-Carrión durchflossen, der hauptsächlich zur Feldbewässerung dient.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In vorrömischer Zeit gehörte die Region zum Siedlungsgebiet des keltischen Volksstamms der Vaccäer; später kamen Römer und Westgoten. Im 8. Jahrhundert wurde das Gebiet von den Mauren überrannt, doch bereits im 9. Jahrhundert eroberten asturisch-leonesische Heere die Gebiete nördlich des Duero zurück (reconquista). Ende des 10. Jahrhunderts machte der maurische Heerführer Almansor die christlichen Erfolge vorübergehend wieder zunichte, aber im 11. Jahrhundert dehnte das Königreich León sein Herrschaftsgebiet erneut bis zur Duero-Grenze aus. Nach vorangegangenen Versuchen vereinigte sich León im Jahr 1230 endgültig mit dem Königreich Kastilien. Seine Blütezeit erlebte der Ort im ausgehenden Mittelalter und in der frühen Neuzeit; damals verfügte er über acht Kirchen, von denen nur zwei übriggeblieben sind.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Iglesia de San Salvador
  • Die im Mudéjarstil ganz aus Ziegelsteinen erbaute Pfarrkirche Iglesia de San Salvador stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts; ihre Außenwände zeigen schönes Zahnschnittdekor. Die drei Kirchenschiffe sind gewölbt.
  • Die Iglesia de Santa María entstand etwa 100 Jahre später. Die beiden Obergeschosse des Glockenturms vermitteln ein beinahe romanisches Bild.
Umgebung

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Juan Antonio Coloma Salcines: Boadilla de Rioseco en la historia. Una villa en el corazón de Tierra de Campos. Arquitectura Viva 2016, ISBN 978-84-617-4065-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Boadilla de Rioseco – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Boadilla de Rioseco – Karte mit Höhenangaben
  3. Boadilla de Rioseco – Klimatabellen
  4. Boadilla de Rioseco – Bevölkerungsentwicklung