Bob Seger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bob Seger bei einem Auftritt (2007)

Robert Clark „Bob“ Seger (* 6. Mai 1945 in Detroit, Michigan) ist ein US-amerikanischer Rockmusiker, der seine größten Erfolge in den 1970er und 1980er Jahren hatte.

Kindheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Sohn eines Fabrikarbeiters, der selbst musizierte und Mitglied einer Band war, kam Seger schon früh mit den Instrumenten seines Vaters (Klarinette, Gitarre und Klavier) in Berührung. Als Bob zehn Jahre alt war, trennte sich sein Vater von seiner Mutter, und der Lebensstandard der Familie wandelte sich rasch von gutbürgerlich zu ärmlich. Die Familie lebte gemeinsam in einer Einzimmerwohnung.

Musikalische Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bob Seger & die Silver Bullet Band (1977)

Seger war bereits mit 15 Jahren Mitglied einer Band, The Decibels, und schrieb schon im Alter von 16 Jahren sein erstes Lied: The Lonely One.

Bis 1968 hatte er bereits fünf Top-Ten-Singles auf Detroits Musikmarkt und der Titelsong des Albums Ramblin' Gamblin' Man erreichte national Platz 17 der Single-Charts. In Detroit verkaufte er in jener Zeit bereits mehr Platten als die Beatles und trat an drei Abenden in der Woche mit seiner Band in Bars und Clubs auf.

Nachdem er 1969 ein Jahr pausierte, mit dem Vorhaben, seinen College-Abschluss zu Ende zu bringen, erreichte Bob Seger im Jahre 1976 mit seinen Alben Live Bullet und Night Moves enormen Erfolg auf nationaler Ebene. Ab dieser Zeit veröffentlichte er seine Alben bis zu It's A Mystery (1995) unter dem Namen Bob Seger & the Silver Bullet Band. Nachdem diese beiden Alben mit Platin ausgezeichnet wurden, setzte Seger seinen Erfolg in den nächsten zwanzig Jahren mit sieben Top-Ten-Platin-Alben fort.

Segers größte Hits (beispielsweise Fire Lake, Against the Wind, You'll Accomp'ny Me) waren Balladen. Er selbst sagte, dass man mit Balladen vielfach größeren Ausdruck vermitteln kann, als durch Rock: „Writing rock is too limiting. I have ten times as much freedom writing ballads.“

Mit dem Lied Shakedown, das zur Filmmusik von Beverly Hills Cop II gehörte, gelang ihm ein weiterer sehr erfolgreicher Charthit.

Heute kann Bob Seger auf zahlreiche Platin-Alben, 19 Top-40-Singles, fast eine Million verkaufte Konzerttickets während seiner Tour im Jahr 1996 und weltweit fast 50 Millionen verkaufte Musik-Alben zurückblicken.

Am 5. März 2004 wurde Bob Seger gemeinsam mit Rock-Größen wie Prince und Jackson Browne in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Auf dem 2005 erschienenen Album „Seventeen Days“ der Band 3 Doors Down hatte Bob Seger einen Gastauftritt in dem Lied „Landing in London“.

Im September 2006 wurde das Album Face the Promise veröffentlicht.

Aufgrund des Erfolgs von „Face the Promise“ in den USA (Charteinstieg auf Platz 4 in den USA) und des Drängens seiner Kinder beschloss Bob Seger wieder auf Tour zu gehen. Die Tour ging vom Dezember 2006 bis zum März 2007 und war ein triumphaler Erfolg. Mit ca. 50 Konzerten erreichte Bob Seger ca. 800.000 Fans live, alle Tourdaten galten als ausverkauft.

Am 24. November 2009 wurde das Album „Early Seger Vol.1“ veröffentlicht, auf dem 4 unveröffentlichte Songs und eine Zusammenstellung älterer Titel enthalten sind, welche remastert und remixt wurden.

Am 14. Oktober 2014 erschien das Album „Ride Out“, das in zwei Versionen mit zehn beziehungsweise 13 Titeln erhältlich ist. Es enthält unter anderem die bereits auf der 2013er US-Tour gespielten Titel „Detroit made“ (vorab als Single veröffentlicht), „California Stars“ und „All the Roads“. Für 2014/2015 hatte Bob Seger zudem eine erneute Tour durch mehrere Städte in den USA und Kanada angekündigt.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1969 Ramblin' Gamblin' Man 62
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: Januar 1969
1970 Mongrel 171
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1970
1972 Smokin' O.P.'s 180
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1972
1973 Back in '72 188
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: Januar 1973
1975 Beautiful Loser 131
(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. April 1975
1976 Night Moves 8
(88 Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. Oktober 1976
1978 Stranger in Town 28
(17 Wo.)
31
(5 Wo.)
4
(110 Wo.)
Erstveröffentlichung: 5. Mai 1978
1980 Against the Wind 17
(27 Wo.)
26
(6 Wo.)
1
(110 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. Februar 1980
1982 The Distance 16
(18 Wo.)
19
(2 Wo.)
45
(10 Wo.)
5
(39 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. Dezember 1982
1986 Like a Rock 53
(6 Wo.)
30
(2 Wo.)
17
(6 Wo.)
35
(6 Wo.)
3
(62 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. März 1986
1991 The Fire Inside 23
(12 Wo.)
33
(5 Wo.)
14
(8 Wo.)
54
(2 Wo.)
7
(29 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. August 1991
1995 It's a Mystery 76
(1 Wo.)
27
(24 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. Oktober 1995
2006 Face the Promise 4
(27 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. September 2006
2014 Ride Out 3
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. Oktober 2014

Kompilationen & Livealben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1976 Live Bullet 135
(154 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. April 1976
Livealbum
1981 Nine Tonight 34
(6 Wo.)
24
(10 Wo.)
130
(69 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. September 1981
Livealbum
1994 Icon: Greatest Hits 49
(9 Wo.)
46
(2 Wo.)
6
(14 Wo.)
8
(209 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. Oktober 1994
Kompilation
2003 Greatest Hits 2 23
(26 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. November 2003
Kompilation
2011 Ultimate Hits: Rock and Roll Never Forgets 53
(2 Wo.)
28
(3 Wo.)
19
(109 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. November 2011
Kompilation

weitere Veröffentlichungen

  • 1969: Noah
  • 1971: Brand New Morning
  • 1974: Seven
  • 1979: The Bob Seger Collection
  • 2009: Early Seger Vol. 1

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1968 Ramblin' Gamblin' Man
Ramblin' Gamblin' Man
17
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1968
1969 Ivory
Ramblin' Gamblin' Man
97
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1969
1970 Lucifer
Mongrel
84
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1970
1971 Lookin' Back 96
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1971
1972 If I Were a Carpenter
Smokin' O.P.'s
76
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1972
1974 Get Out of Denver
Seven
80
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 1974
1975 Katmandu
Beautiful Loser
43
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 1975
1976 Nutbush City Limits
Live Bullet
69
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 1976
Night Moves
Night Moves
45
(3 Wo.)
4
(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 1976
1977 Mainstreet
Night Moves
24
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1977
Rock and Roll Never Forgets
Night Moves
41
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1977
1978 Still the Same
Stranger in Town
30
(13 Wo.)
18
(8 Wo.)
4
(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1978
Hollywood Nights
Stranger in Town
42
(11 Wo.)
12
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 1978
We've Got Tonite
Stranger in Town
22
(15 Wo.)
13
(17 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1978
1979 Old Time Rock and Roll
Stranger in Town
28
(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1979
1980 Fire Lake
Against the Wind
6
(16 Wo.)
Erstveröffentlichung: Januar 1980
Against the Wind
Against the Wind
5
(17 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1980
You'll Accomp'ny Me
Against the Wind
14
(16 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 1980
The Horizontal Bop
Against the Wind
42
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1980
1981 Tryin' to Live My Life Without You
Nine Tonight
5
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1981
Feel Like a Number
Nine Tonight
48
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 1981
1982 Shame on the Moon
The Distance
50
(6 Wo.)
2
(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 1982
1983 Even Now
The Distance
73
(4 Wo.)
12
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1983
Roll Me Away
The Distance
27
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 1983
Old Time Rock and Roll
Lockere Geschäfte (O.S.T.)
58
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1983
1984 Understanding
Die Aufsässigen (O.S.T.)
17
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1984
1986 American Storm
Like a Rock
77
(2 Wo.)
13
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1986
Like a Rock
Like a Rock
12
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 1986
It's You
Like a Rock
52
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1986
Miami
Like a Rock
70
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1986
1987 Shakedown
Beverly Hills Cop II (O.S.T.)
60
(3 Wo.)
88
(5 Wo.)
1
(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 1987
1991 The Real Love
The Fire Inside
51
(19 Wo.)
27
(2 Wo.)
24
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1991
The Fire Inside
The Fire Inside
54
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 1991
1996 Lock and Load
It's a Mystery
57
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: Januar 1996
2005 Landing in London
Seventeen Days
79
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. Juni 2005
(3 Doors Down featuring Bob Seger)
  • Die Singles seit 1976 als "Bob Seger & The Silver Bullet Band"

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldene Schallplatte

  • Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
    • 1980: für das Album „Stranger In Town“
    • 1995: für das Album „Greatest Hits“
  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA
    • 1996: für das Album „It's A Mystery“

Platin-Schallplatte

  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA
    • 1983: für das Album „The Distance“
    • 1986: für das Album „Like A Rock“
    • 1991: für das Album „The Fire Inside“
    • 2006: für das Album „Face The Promise“
    • 2012: für das Album „Greatest Hits 2“
    • 2013: für das Album „Ultimate Hits: Rock And Roll Never Forgets“

2× Platin-Schallplatte

  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA
    • 2003: für das Album „Beautiful Loser“

4× Platin-Schallplatte

  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA
    • 2003: für das Album „Nine Tonight“

5× Platin-Schallplatte

  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA
    • 2003: für das Album „Against The Wind“
    • 2003: für das Album „Live Bullet“

6× Platin-Schallplatte

  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA
    • 2003: für das Album „Night Moves“
    • 2008: für das Album „Stranger In Town“

Diamantene Schallplatte

  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA
    • 2017: für das Album „Greatest Hits“
Land Gold record icon.svg Gold Platinum disc icon.png Platin Diamond disc icon.png Diamant Quellen
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 1 34 1 riaa.com
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 2 0 0 bpi.co.uk
Insgesamt 3 34 1

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stambler, Irwin: The Encyclopedia Of Pop, Rock And Soul. 3. überarbeitete Auflage, New York City, New York: St. Martin’s Press, 1989, S. 605–608 – ISBN 0-312-02573-4.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Chartquellen: DE AT CH UK US

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]