Bobby Rydell

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Bobby Rydell

Bobby Rydell (bürgerlich: Robert Ridarelli; * 26. April 1942 in Philadelphia) ist ein US-amerikanischer Sänger und Entertainer.

Schon mit zehn Jahren spielte Robert in Paul Whitemans regelmäßiger Amateur TV-Show von 1951 bis 1954 Schlagzeug; zwei Jahre später machte er sich auf die Suche nach einer neuen Herausforderung.[1] 1956 wurde er dann Drummer bei Rocco and the Saints (mit Frankie Avalon als Trompeter).[2] Rydells erste Platte erschien 1957 bei Veko Records, 1958 unterschrieb er einen Plattenvertrag als Solokünstler bei Cameo Records und hatte nach Flops wie Please Don’t Be Mad und All I Want Is You mit Kissin’ Time 1959 einen veritablen Hit, der Platz 11 in den Billboard-Charts erreichte.[3] Die Nachfolgesingle We Got Love wurde der erste seiner insgesamt sechs Top-Ten-Hits. Danach hatte der gutaussehende, auch schauspielerisch begabte Rydell mehrere Hits (~300.000–500.000 verkaufte Platten).

Große Charterfolge feierte er 1960 mit Wild One (Platz 2 in den Charts), im gleichen Jahr erreichte er mit dem Song Swingin' School aus dem Film Because They're Young Platz 5. Vor allem auch der Doppelhit Volare (Platz 4) und Sway (Platz 14)[4] machte 1960 zu dem erfolgreichsten Jahr seiner Karriere. 1961 spielte er zusammen mit Chubby Checker den Jingle Bell Rock ein, der Platz 21 in den Billboard Hot 100 erreichte. Zwar entsprach der Erfolg der Single nicht den Erwartungen, jedoch wurde das gemeinsame Album Bobby Rydell - Chubby Checker[5] ein Erfolg.[6] Nach dem Top-Ten-Hit The Cha-Cha-Cha 1962 hatte er 1963 mit Forget Him (Platz 4) seinen letzten Top-Ten-Hit. Nachdem die folgenden Singles auf Cameo Records nicht in die Top 40 kamen, wechselte Rydell Ende 1964 das Plattenlabel und unterschrieb einen Vertrag bei Capitol Records. Die ersten beiden bei Capitol erschienenen Singles I Just Can't Say Goodbye und Diana erreichten jedoch nur die Plätze 94 bzw. 98 in den Hot 100. Danach gelangen ihm keine Hitparadennotierungen mehr. Mit 13 Top-20-Hits zwischen 1959 und 1963 gehörte er zu den erfolgreichsten Sängern unter den Teen Idols.[7] Durch kleinere Auftritte als Schauspieler im Fernsehen (Combat) und in Filmmusicals wie Bye Bye Birdie und That Lady From Peking wurde Rydell endgültig zum Star und Frauenschwarm.

Nachdem er in der Folgezeit in den Hitparaden durch englische Künstler zunehmend verdrängt wurde, versuchte sich Rydell Ende der 1960er Jahre erfolgreich als Sänger und Entertainer in Nachtclubs und wirkte auch an den legendären Rock-’n’-Roll-Revival-Shows im Madison Square Garden mit. Später verdiente er sein Geld unter anderem mit Auftritten in Hugh Hefners Playboy Clubs und kleineren Fernsehauftritten, bevor sein Stern Ende der 1970er Jahre zu sinken begann. 1985 stieg er, zusammen mit Frankie Avalon und Fabian als „Boys of Bandstand“ wieder ins Showgeschäft ein; die nächsten zehn Jahre spielte er mit ihnen Oldieshows quer durch die Klubs der Vereinigten Staaten, bevor er sich endgültig ins Privatleben zurückzog.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zu der frühen Phase vom Rydells Karriere vergleiche vor allem Edenhofer, Julia : Das grosse Oldie Lexikon. Bergisch Gladbach : Gustav Lübbe Verlag, 1991, S. 522f
  2. Laufenberg, Frank / Laufenberg, Ingrid : Rock- und Pop-Lexikon. Band 2. 2. Aufl. Düsseldorf : Econ, 1996, S. 1062
  3. Chartplatzierungen nach Whitburn, Joel : Top Pop Singles 1955-1993. Menomonee Falls, Wisconsin : Record Research Ltd., 1994, S. 520
  4. Katalognummer Cameo 179
  5. Katalognummer Cameo 1013
  6. Das Album erreichte Platz 7 der Album-Charts und notierte 30 Wochen in den Charts. Whitburn, Joel : Top Pop Albums 1955-1996. Menomonee Falls, Wisconsin : Record Research Ltd., 1996, S. 678; eine Album-Diskographie findet sich bei Tilch, K.D. : Rock LPs 1955-1970. Bd. 3: M-S. 3. erw. Aufl. Hamburg : Taurus Press, 1990, S. 1397f
  7. Zu den Teen Idols, Bobby Rydell und der Rolle des Labels Cameo/Parkway vergleiche Shaw, Greg : The Teen Idols. In: Miller, Jim (Hrsg.) : The Rolling Stone Illustrated History of Rock & Roll. New York : Rolling Stone Press / Random House, 1976, S. 96-101 - vergleiche zu Rydell und den Labeln aus Philadelphia auch Shaw, Arnold : Rock 'n' Roll. Die Stars, die Musik und die Mythen der 50er Jahre. Aus dem Englischen von Teja Schwaner. Reinbek bei Hamburg : Rowohlt Verlag, 1978, 256f

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]