Bobby Vee

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Bobby Vee (1962)

Bobby Vee, eigentlich Robert Thomas Velline, (* 30. April 1943 in Fargo, North Dakota; † 24. Oktober 2016 in Rogers, Hennepin County, Minnesota[1]) war ein US-amerikanischer Rock-’n’-Roll- und Popsänger, der in den 1960er-Jahren mit Songs wie Take Good Care of My Baby Erfolge feierte.

Er wurde bekannt, nachdem Buddy Holly tödlich verunglückt war und er mit der auf die Schnelle zusammengestellten Band The Shadows in das Tourprogramm als Ersatz einstieg. Eine weit verbreitete Legende sagt, dass Bobby Vee mit tränenerstickter Stimme gesungen habe, weil er so betroffen von Hollys Tod war. Tatsache ist, dass das Konzert den Beginn seiner Karriere markierte.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine erste Single Susie Baby erschien 1959 bei der kleinen Plattenfirma Soma; als sich jedoch erste regionale Erfolge einstellten, kaufte die Plattenfirma Liberty Vee aus dem Vertrag heraus und im Juni erschien Susie Baby als erste Liberty-Single. Diese Platte sowie die nächsten beiden landeten alle im unteren Viertel der Billboard Hot 100 Charts. Sein Durchbruch gelang ihm erst mit der im August 1960 veröffentlichten Platte Devil or Angel, mit der er Platz 6 der Charts erreichte und für die er seine erste Goldene Schallplatte bekam. Auch seine nächste Platte Rubber Ball wurde vergoldet und erreichte in den US-Charts ebenfalls Platz 6;[2] sie war auch sein erster Erfolg in Großbritannien, wo die Platte auf Platz 3 kam.[3] Mit dem Lied Take Good Care of My Baby aus der Feder von Carole King landete er 1961 einen Nummer-eins-Hit in den USA und in Großbritannien.[4] Sein Nachfolgehit Run to Him schaffte es auf Platz 2. Mit allen 1962 erschienenen Singles schaffte Vee den Sprung in die Top 20, der Titel The Night Has a Thousand Eyes erreichte Anfang 1963 Platz 3. Bis 1970 blieb Vee mit mindestens einem, zumeist mehreren Titeln pro Jahr Dauergast in den Billboard Top 100 Charts, jedoch gelangten die wenigsten der Singles in die Top 40. Ein letzter großer Hit gelang ihm 1967 mit Come Back When You Grow Up, das bis Platz 3 kam. Im gleichen Jahr spielte er Jesse Crawford in dem Musicalfilm C’mon, Let’s Live a Little von David Butler, dessen letzten Film als Regisseur, neben Jackie DeShannon eine Hauptrolle.

Mit Bob Dylan, der vor seinem Durchbruch kurzzeitig in Vees Band spielte, verband ihn eine Freundschaft.

Obwohl ihm ab den 1970er-Jahren kein großer Erfolg mehr beschieden war, stand Bobby Vee bis 2012 regelmäßig auf der Bühne. 2011 wurde bei ihm Alzheimer diagnostiziert.[5] 2014 veröffentlichte er sein letztes Album. Im August 2015 starb seine Ehefrau Karen, mit der er seit 1963 verheiratet war und vier Kinder hatte. Er selbst starb im Oktober 2016 mit 73 Jahren an den Folgen seiner Erkrankung.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszüge:

LPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1960: Bobby Vee sings Favorites
  • 1961: With Things And Strings
  • 1961: Hits Of The Rockin’ Fifties
  • 1961: Take Good Care Of My Baby
  • 1962: A Bobby Vee Recording Session
  • 1962: Merry Christmas From Bobby Vee
  • 1963: I Remember Buddy Holly
  • 1963: The Night Has A Thousand Eyes
  • 1964: The New Sound From England
  • 1965: Live! On Tour
  • 1967: A Forever Kind Of Love
  • 1968: Just Today
  • 1969: Gates, Grills & Railings
  • 1999: Down The Line
  • 2002: I Wouldn’t Change A Thing

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1959: Susie Baby / Flying High
  • 1959: What Do You Want / My Love Loves
  • 1960: Devil or Angel / Since I Met You Baby
  • 1960: Rubber Ball / Everyday
  • 1961: Take Good Care of My Baby / Bashful Bob
  • 1962: Run to Him / Angels In The Sky
  • 1963: The Night Has a Thousand Eyes / Anonymous Phone Call
  • 1967: Come Back When You Grow Up / Swahili Serenade

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Irwin Stambler: The Encyclopedia Of Pop, Rock And Soul. St. Martin’s Press, New York, 3. Auflage, 1989, ISBN 0-312-02573-4, S. 715–716.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bobby Vee, 1960s Pop Idol, Dies at 73 BBC, 24. Oktober 2016 (englisch).
  2. Joel Whitburn: Top Pop Singles 1955–1993. Record Research Inc., Menomonee Falls / Wisconsin 1994, S. 625.
  3. Stephen Nugent, Annie Fowler, Pete Fowler: Chart Log Of American / British Top 20 Hits 1955–1974. In: Charlie Gillett, Simon Frith (Hrsg.): Rock File 4. Panther Books, London 1976, S. 351
  4. Zu dem Song siehe Fred Bronson: The Billboard Book of Number One Hits. Billboard Publications, New York City, New York, 3. Auflage, 1992, ISBN 0823082989, S. 97.
  5. Biography auf der Website von Bobby Vee, abgerufen am 24. Oktober 2016 (englisch).