Bodelshausen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bodelshausen
Bodelshausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bodelshausen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 24′ N, 8° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Tübingen
Höhe: 508 m ü. NHN
Fläche: 13,82 km²
Einwohner: 5694 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 412 Einwohner je km²
Postleitzahl: 72411
Vorwahl: 07471
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 08 4 16 006
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Burghof 8
72411 Bodelshausen
Webpräsenz: www.bodelshausen.de
Bürgermeister: Uwe Ganzenmüller
Lage der Gemeinde Bodelshausen im Landkreis Tübingen
Landkreis Böblingen Landkreis Calw Landkreis Esslingen Landkreis Freudenstadt Landkreis Reutlingen Landkreis Rottweil Zollernalbkreis Ammerbuch Bodelshausen Dettenhausen Dußlingen Gomaringen Hirrlingen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Mössingen Nehren (Württemberg) Neustetten Ofterdingen Rottenburg am Neckar Rottenburg am Neckar Rottenburg am Neckar Starzach TübingenKarte
Über dieses Bild
Der Westen Bodelshausens von Sickingen gesehen
Der Norden Bodelshausens von Sickingen gesehen

Bodelshausen ist die südlichste Gemeinde des Landkreises Tübingen, vier Kilometer nördlich von Hechingen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodelshausen liegt südlich des Landschaftsschutzgebiets Rammert. Am südöstlichen Dorfeingang von Bodelshausen liegt unweit der Bundesstraße 27 der Butzensee. Etwas weiter nördlich befindet sich das 1997 ausgewiesene Naturschutzgebiet Altwiesen, wohingegen vom südöstlich gelegenen Naturschutzgebiet Winterhalde nur ein geringer Flächenanteil von 0,9 ha zu Bodelshausen gehört.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Gemeinde Bodelshausen, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und gehören zum Landkreis Tübingen beziehungsweise zum Zollernalbkreis ¹:

Rottenburg am Neckar, Ofterdingen, Mössingen, Hechingen ¹ und Hirrlingen

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören das Dorf Bodelshausen, der Weiler Oberhausen und die Aussiedlerhöfe Birkenhof und Burgstallhof.

Im Gemeindegebiet liegen die abgegangenen, heute nicht mehr bestehenden Ortschaften Altendickingen, Ebenhausen, Hermadingen und Schönrain.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde wurde erstmals in Schenkungsurkunden des Klosters Hirsau als Bodolshusen um das Jahr 1100 erwähnt, als ein Graf Egilolff von Pfullingen dem Kloster zwei Huben (niederdeutsch „Hufe“) Land zu „Bodolshusen“ schenkte. Vermutlich gehen die Anfänge jedoch bis auf das 7. oder 8. Jahrhundert zurück, was durch Grabfunde in der heutigen Ortsmitte bestätigt ist. Die Wortendung „-husen“ bzw. „-hausen“ bestärkt diese Vermutung. Mitte des 11. Jahrhunderts gehörte der Ort zur Grafschaft Zollern. Später spalteten sich von diesen die Grafen von Hohenberg ab, die den Ort bis zu ihrem Niedergang 1381 besaßen. Als Ortsadel sind die Herren von Ow urkundlich zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert erwähnt. Ihnen wird auch eine frühere Burg zugeschrieben, wovon heute noch zwei Straßennamen zeugen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es besteht eine vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft mit Mössingen und Ofterdingen.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Bodelshausen hat 14 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
50
40
30
20
10
0
47,1 %
31,6 %
21,3 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
-3,4 %p
+3,2 %p
+0,3 %p
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
FW Freie Wählervereinigung 47,1 7 50,5 7
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 31,6 4 28,4 3
CDU+Bürgerliche Christlich Demokratische Union Deutschlands und Bürgerliche 21,3 3 21,0 3
gesamt 100,0 14 100,0 14
Wahlbeteiligung 44,1 % 50,0 %

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bürgermeister wird für eine Amtszeit von 8 Jahren gewählt. Nach 24 Amtsjahren stellte sich Bernd-Dieter Esslinger im Sommer 2006 nicht mehr zur Wahl. Seit 1. September 2006 neu im Amt: Bürgermeister Uwe Ganzenmüller.

  • 1982–2006: Bernd-Dieter Esslinger
  • seit 2006: Uwe Ganzenmüller

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodelshausen unterhält zudem noch freundschaftliche Beziehungen zu:

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Bodelshausen führt die Zollernalbbahn, welche von Tübingen über Hechingen, Balingen, Albstadt und Sigmaringen bis nach Aulendorf verläuft.

Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Die Gemeinde befindet sich auf der Wabengrenze 113/332. Für die Gemeinde selbst gilt der Tarif 194.

Die L 389 verbindet die Gemeinde im Westen mit Rottenburg am Neckar und im Osten mit der Bundesstraße 27 nach Tübingen und Stuttgart im Norden, sowie Balingen und Rottweil im Süden.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wirtschaft des Ortes ist durch die Textilindustrie geprägt. Wenn auch eine große Zahl an Betrieben aufgrund der Textilkrise nicht mehr besteht, sind weiterhin einige Markenhersteller vor Ort zu finden, unter anderem die Firmen Karl Rieker, Marc Cain und Speidel.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Butzensee in Bodelshausen

Von 1983 bis 2011 unterhielt das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben eine Zivildienstschule in Bodelshausen.

Ölpipeline und Tanklager[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Wald nördlich von Bodelshausen (im Rammert) befindet sich ein Tanklager der NATO und eine daran angeschlossene Ölpipeline nach Kehl. Diese wurde in der Vergangenheit mehrfach von Friedensinitiativen und Umweltschützern kritisiert. 1990 wurde die Pipeline und das Tanklager stillgelegt, 2006 wurde die Anlage wieder in Betrieb genommen.

Historische Bauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VII: Regierungsbezirk Tübingen. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004807-4, S. 134–135.
  3. Datenblatt, abgerufen am 5. Juli 2013
  4. Die Dionysius-Kirche. (PDF; 48 kB), abgerufen am 5. Juli 2013

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bodelshausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien