Bodo Kampmann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Bodo Kampmann (* 15. Januar 1913 in Elberfeld; † 8. Februar 1978 in Bad Gandersheim) war ein deutscher Bildhauer, Designer, Bühnenbildner und von 1954 bis 1978 Professor an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK).

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kampmann war der Sohn des Kunsterziehers, Malers und Grafikers Walter Kampmann. Er studierte an der Berliner Kunstakademie,wo er zum Metallplastiker, Goldschmied und Designer ausgebildet wurde. Als Soldat nahm Kampmann am Zweiten Weltkrieg teil. Er war in 1. Ehe von 1936 bis 1948 mit seiner Kommilitonin Sheila Kampmann, geb. Diederich verheiratet. Aus dieser Verbindung gingen 2 Töchter hervor. Nach Kriegsende arbeitete er als freischaffender Künstler in Österreich. Dort lernte er die Malerin Gerhild Diesner kennen, die er 1949 heiratete. Aus der Ehe, die 1953 geschieden wurde, gingen eine Tochter und ein Sohn hervor.[1]

1954 kam Kampmann als Dozent für Metallplastik und Design nach Braunschweig an die dortige Werkkunstschule, der Vorläuferin der heutigen HBK, wo er über zwei Jahrzehnte unterrichtete. In dieser Zeit schuf er etliche Großplastiken in Braunschweig, die noch heute im Stadtbild präsent sind, so die Justitia (1956), die auf Initiative des damaligen Braunschweiger Generalstaatsanwalts Fritz Bauer am Gebäude der Staatsanwaltschaft angebracht wurde, den Rufer (1958) am Westgiebel des Chores der Magni-Kirche, die Werdende Mutter (1961), Geburtsabteilung des Städtisches Klinikum Celler Straße und den Hahn (1970) auf der Turmspitze der Petri-Kirche. Darüber hinaus entwarf er zahlreiche andere Plastiken auch aus anderem Material und in kleinen Dimensionen, aber auch ein Teeservice für die Porzellanmanufaktur Fürstenberg. Für den Peter-Joseph-Krahe-Preis der Stadt Braunschweig schuf Kampmann die bronzene Preisplakette. Für das Staatstheater Braunschweig entwarf er Bühnenbilder.

Ende der 1950er Jahre heiratete Kampmann in Braunschweig in zweiter Ehe die Schauspielerin Margit Kampmann, mit der zusammen er eine Tochter hatte. Kampmann starb kurze Zeit nach seiner Pensionierung.

Impressionen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fritz Bauer: Bodo Kampmanns Justitia. In: Braunschweig. Berichte aus dem kulturellen Leben. Nr. 1/1957, Westermann Verlag, Braunschweig 1957, S. 28 (braunschweig-spiegel.de PDF).
  • Gerd Biegel: Fritz Bauer und die „Justitia“ von Bodo Kampmann. In: Braunschweigische Heimat. 2014, Braunschweig, S. 23–25.
  • Regina Blume: Bodo Kampmann. In: Reinhard Bein, Arbeitskreis Andere Geschichte (Hrsg.): Braunschweiger Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Aus der Stadt Braunschweig und den ehemaligen braunschweigischen Landkreisen Blankenburg, Braunschweig, Gandersheim, Goslar, Helmstedt, Holzminden und Wolfenbüttel. Band 2. döringDRUCK, Braunschweig 2014, ISBN 978-3-925268-49-6, S. 120–125.
  • Peter Lufft: Kampmann, Bodo. In: Manfred Garzmann, Wolf-Dieter Schuegraf (Hrsg.): Braunschweiger Stadtlexikon. Ergänzungsband. Joh. Heinr. Meyer Verlag, Braunschweig 1996, ISBN 3-926701-30-7, S. 76.
  • Peter Lufft: Braunschweigs Plastiken im Stadtbild seit 1945. In: Kulturberichte. Nr. 6, Kulturamt der Stadt Braunschweig, Braunschweig 1989.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bodo Kampmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

. 2. Quelle: Standesamt Aufgebotsverzeichnis Nr. 63 Berlin-Schöneberg