Bogdan Roščić

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Bogdan Roščić (* 14. April 1964 in Belgrad, SFR Jugoslawien) ist ein österreichischer Musikmanager. Ab 2006 war er Managing Director der Decca Music Group in London. Seit April 2009 leitet er die Klassik-Sparte von Sony Music.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1974 emigrierte Roščić’ Familie aus Jugoslawien nach Österreich, wo er in Linz die Mittelschule besuchte und mit Matura abschloss. Anschließend studierte er Philosophie und Musikwissenschaft an der Universität Wien. 1989 wurde er mit einer Dissertation über Theodor W. Adorno zum Dr. phil. promoviert.[1]

Im selben Jahr begann er als freier Mitarbeiter für das Kulturressort der Wiener Tageszeitung Die Presse zu schreiben, mit den Hauptthemen Medien und Popmusik. 1991 wurde Roščić Ressortleiter für Medien, Medienpolitik und Pop beim Wiener Kurier. 1993 wechselte er als Musikchef zu Österreichs größtem Radiosender Ö3, 1996 wurde er dort zum Senderchef ernannt und baute das Programm konsequent in ein Formatradio um, mit den Schwerpunkten Popmusik, aktuelle Information und Comedy.

Nach der Wahl von Monika Lindner zur neuen ORF-Generaldirektorin verließ Roščić den ORF und wechselte als Managing Director zu Universal Music Austria. In dieser Funktion wurde er auch als Juror der TV-Casting Show Starmania bekannt. 2003 wurde er künstlerischer Leiter der Deutschen Grammophon Gesellschaft in Hamburg. 2006 übersiedelte er nach London als Managing Director des renommierten Klassik-Labels Decca, das Weltstars wie Anna Netrebko, Rolando Villazón, Cecilia Bartoli oder Alfred Brendel vertritt.

Ab April 2009 wechselte Roščić zu Sony Music Classical in New York. In der neu geschaffenen Position eines President war seine Aufgabe, die Klassik-Sparte des weltweit zweitgrößten Musikkonzerns auszubauen.

Im Dezember 2016 wurde Bogdan Roščić als designierter Nachfolger von Dominique Meyer an der Wiener Staatsoper bestimmt.[2] Es ist geplant, dass Roščić diese Funktion mit Beginn der Spielzeit 2020/2021 übernehmen soll.

Roščić’ Schwester Dodo Roščić leitet die Programm-Entwicklung im ORF-Fernsehen.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gesellschaftstheorie als kritische Theorie des Subjekts : zur Gesellschaftstheorie Th. W. Adornos. 1988 Wien, Univ., Diss., 1988

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rudolf Neumaier: Stefan Weber, Plagiatsprüfer. In: Süddeutsche Zeitung, 25. März 2017, S. 16
  2. MSN-Nachrichten