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Bogdany (Frombork)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Bogdany
?
Bogdany (Polen)
Bogdany (Polen)
Bogdany
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Braniewo
Gmina: Frombork
Geographische Lage: 54° 20′ N, 19° 43′ OKoordinaten: 54° 20′ 12″ N, 19° 43′ 19″ O
Einwohner: 190 (2021[1])
Postleitzahl: 14-530
Telefonvorwahl: (+48) 55
Kfz-Kennzeichen: NBR
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Frombork/DW 505BiedkowoLipówka/DK 54
Eisenbahn: kein Bahnanschluss
Nächster int. Flughafen: Danzig

Bogdany (deutsch Sonnenberg) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Frombork (Frauenburg) im Powiat Braniewski (Kreis Braunsberg).

Wohngebäude in Bogdany

Geographische Lage

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Bogdany liegt ostseitig der Baude (polnisch Bauda) im Nordwesten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, neun Kilometer südwestlich der Kreisstadt Braniewo (Braunsberg).

Sonnenberg war vor 1945 ein Gutsort mit großem Park und ansehnlicher Allee.[2] Am 18. Juni 1874 wurde der Ort Amtsdorf und damit namensgebend für einen Amtsbezirk im ostpreußischen Kreis Braunsberg im Regierungsbezirk Königsberg, dem anfangs zwölf Dörfer zugehörten[3] 43 Einwohner zählte Sonnenberg im Jahre 1910.[4]

Am 30. September 1928 verlor Sonnenberg seine Eigenständigkeit und wurde nach Betkendorf (polnisch Biedkowo) eingemeindet.[3] Wenige Wochen später – am 5. November 1928 – wurde der Amtsbezirk Sonnenberg in „Amtsbezirk Betkendorf“ umbenannt.

Als 1945 in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen fiel, erhielt Sonnenberg die polnische Namensform „Bogdany“. Heute ist der Ort als eine Osada (= „Siedlung“) in der Gmina Frombork (Stadt-und-Land-Gemeinde Frauenburg) im Powiat Braniewski (Kreis Braunsberg) eingegliedert, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Bogdany zählte im Jahre 2021 190 Einwohner.[1]

Amtsbezirk Sonnenberg (1874–1928)

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In der Zeit seines Bestehens gehörten zum Amtsbezirk Sonnenberg die Dörfer:[3]

Deutscher NamePolnischer NameAnmerkungen
BetkendorfBiedkowo
DittersdorfKrzywiec1928 nach Vierzighuben, Amtsbezirk Rautenberg, umgegliedert
DrewsdorfDrewnowo
Koßwald, Forst
(Födersdorf, Forst)
Kozka Leśna1928 in die Stadt Frauenburg eingegliedert
KreutzdorfKrzyżewo
LindwaldLipówka1928 nach Betkendorf eingemeindet
NarzNarusa1928 in die Stadt Frauenburg eingegliedert
NeufeldNowiny1881 nach Schafsberg eingemeindet
RahnenfeldRonin1928 in die Stadt Frauenburg eingegliedert
SankauSądkowo1928 in die Stadt Frauenburg eingegliedert
SchafsbergBaranówka
SonnenbergBogdany1928 nach Betkendorf eingemeindet

Gehörten 1874 noch zwölf Dörfer zum Amtsbezirk Sonnenberg, so waren es aufgrund struktureller Veränderungen 1928 nur noch vier, die dann bis 1945 den Amtsbezirk Betkendorf bildeten.

Bogdany gehört heute wie Sonnenberg vor 1945 zur römisch-katholischen Pfarrei in Frombork (Frauenburg). Sie gehört heute zum Dekanat Braniewo (Braunsberg) im Erzbistum Ermland.

Bis 1945 war Sonnenberg außerdem in die evangelische Kirche Frauenburg in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union einbezogen.[5] Evangelische Einwohner Bogdanys gehören jetzt zur Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Ortsausfahrt Bogdany

Bogdany liegt an einer Nebenstraße, die südlich von Frombork (Frauenburg) von der Woiwodschaftsstraße 505 abzweigt und über Biedkowo (Betkendorf) bis nach Lipówka (Lindwald) führt, wo sie auf die Landesstraße 54 trifft.

Eine Anbindung an den Bahnverkehr besteht nicht.

Commons: Bogdany – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Polska w Liczbach: Osada Bogdany w liczbach
  2. Dietrich Lange: Sonnenberg, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)
  3. 1 2 3 Rolf Jehke: Amtsbezirk Sonnenberg/Betkendorf
  4. Landkreis Braunsberg. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 16. April 2023; abgerufen am 16. Februar 2026.
  5. Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 453