Bogomir Ecker

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Bogomir Ecker bei Eröffnung der Emscherkunst.2010
Bogomir Ecker, Boden-ein Hertz, Lehmbruckmuseum Duisburg, Skulptur im öffentlichen Raum, 1990
Bogomir Ecker, Longitudi I Place Flageyplan, Brüssel, Skulptur im öffentlichen Raum, 2009

Bogomir Ecker (* 29. Mai 1950 in Maribor, Jugoslawien) ist ein deutscher Bildhauer und Objektkünstler, Fotograf und Installationskünstler.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bogomir Ecker kam im Alter von sechs Jahren nach Deutschland. Er wuchs in Duisburg auf und studierte, nach einer Schriftsetzerlehre von 1965 bis 1968, von 1971 bis 1973 an bei Horst Egon Kalinowski an der Kunstakademie Karlsruhe und anschließend bis 1979 bei Fritz Schwegler und Erich Reusch an der Kunstakademie Düsseldorf. Von 1993 bis 2002 war er Professor für Bildhauerei an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und von 2002 bis 2016 Professor an der Hochschule für bildende Künste in Braunschweig.

Ecker ist mit Kunst im öffentlichen Raum und kontextbezogenen Skulpturen bzw. Installationen bekannt geworden. Er beschäftigt sich in seinem Werk mit Phänomenen der Technik und Kommunikation als den prägenden Impuls dieser Gesellschaft. Seine Werke zeichnen sich dadurch aus, dass stets naturwissenschaftliche Betrachtungsweisen in sie einfließen. Sie thematisieren Sinneswahrnehmungen und Kommunikation, insbesondere das Sehen und das Hören, und besitzen häufig einen technischen oder apparateartigen Charakter, ohne die Technik um ihrer selbst willen in den Mittelpunkt zu rücken. In den Skulpturen, die sich auf der Grenzlinie zwischen Ironie und Romantik bewegen, wird oftmals das Alltägliche wie auch das Geheimnisvolle, das Triviale und das Phantastische assoziierbar. Eines seiner bekanntesten Werke ist die „Tropfsteinmaschine“ in der Hamburger Kunsthalle. Verschiedene kuratorische Tätigkeiten: wie „Das Künstlermuseum“, 2002, „NUR SKULPTUR“, 2013, Kunsthalle Mannheim, und „lens-based Sculpture“ 2014, Akademie der Künste Berlin. „Idylle + Desaster“, 2012, Museum für Fotografie Berlin und Photomuseum Braunschweig zeigte Ecker seine umfangreiche Sammlung anonymer Fotografie

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003: Neues Museum – Staatliches Museum für Kunst und Design in Nürnberg, Prototypen II, 1991–1999
  • 2006: Kunsthalle Hamburg, 10 Jahre Tropfsteinmaschine
  • 2006: Folkwang Essen, Man ist nie allein (2007 auch: Kunsthalle Hamburg)
  • 2008: Akademie der Künste, Berlin, Das Jahr 2352
  • 2009: Museum für Moderne Kunst, Haus am Dom, Frankfurt am Main, Angel Dust
  • 2010: EMSCHERKUNST.2010 mit dem Projekt „reemrenreh (kaum Gesang) und Leben“[1]
  • 2017: Museum Folkwang, Essen, 6 ½ Wochen (2. Folge): Ecker Riemer Ruff - Retouched

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bogomir Ecker, Thomas Huber: Künstlermuseum. Eine Neupräsentation der Sammlung des museum kunst palast, Düsseldorf. Düsseldorf 2002, ISBN 3-9808208-5-8.
  • Bogomir Ecker: Mit Meteoriten. Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen Düsseldorf 1994, ISBN 3-925974-44-X.
  • Bogomir Ecker, Sigurd K. Meeske: Die Tropfsteinmaschine. Hamburger Kunsthalle 1996, ISBN 3-7757-9017-9, Blick in den Maschinenraum, Museum Ostdeutsche Galerie, Regensburg 1998, ISBN 3-89188-086-3.
  • Bogomir Ecker: Man ist nie allein. Folkwang Museum Essen und Hamburger Kunsthalle, Hamburg 2006, ISBN 3-935567-33-2.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „reemrenreh (kaum Gesang) und Leben“ auf emscherkunst.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bogomir Ecker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien