Bohnerwachs

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Bohnerwachs (in Österreich Bodenwachs, in der Schweiz Bodenwichse) ist ein Wachs, das zu den sogenannten „polierenden Wachsen“ gezählt wird. Es existiert in flüssiger und fester Form und verleiht Oberflächen nach weiterer Behandlung mit der Bohnerbürste ein glänzendes Aussehen. In Verbindung mit Holzspänen entstehen Kehrspäne, die zur Staubbindung und Bodenpflege als Hilfsmittel zum Fegen eingesetzt werden.

Das Bohnerwachs wird mit einem Tuch aufgetragen und anschließend mit einer schweren, speziellen Bohnerbürste, auch „Blocker“ genannt, poliert. Bei größeren zu bearbeitenden Flächen dienen dazu Bohnermaschinen.

Der Begriff „bohnern“ [1] (und entsprechend „Bohner“ und „Bohnerwachs“) existierten schon im 19. Jahrhundert neben dem damals noch gebräuchlicheren „bohnen“.[2] Daher muss die im Internet verbreitete etymologische Ableitung von einem fiktiven „Beauner Wachs“,[3] als zweifelhaft betrachtet werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. DUDEN, Herkunftswörterbuch – Die Etymologie der deutschen Sprache, Bd. 7, Mannheim 1963, Seite 75
  2. Jacob und Wilhelm Grimm, Deutsches Wörterbuch, Bd. 2
  3. zum Beispiel: Der Begriff „Bohnerwachs“ geht auf die französische Stadt Beaune zurück. Dort wurde traditionell aus Traubenkernen, die bei der Weinherstellung anfielen, Öl gewonnen, das sich in der Mischung mit Wachs hervorragend zur Bodenpflege eignete. In Deutschland wurde ähnliches Wachs unter der Bezeichnung „Beauner Wachs“ produziert. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges unter dem Druck des Versailler Vertrages wurde diese Bezeichnung verboten, die Hersteller nannten ihre Ware dann: „Bohnerwachs“. So oder ganz ähnlich in zahlreichen Internetseiten nachzulesen, aber es findet sich dafür kein Nachweis.