Bohuslav Matěj Černohorský

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Bohuslav Matěj Černohorský

Bohuslav Matěj Černohorský (* 16. Februar 1684 in Nymburk; † 14./15. Februar 1742[1] in Graz) war ein böhmischer Komponist und Organist des Barock.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Černohorský schloss 1702 sein Studium der Theologie und Philosophie an der Prager Universität ab. Er trat 1703 dem Minoritenorden bei, ging 1710 nach Assisi und wirkte ab 1715 als Regens Chori (Padre Boemo) an Sant´ Anna in Padua. 1720 kehrt er nach Prag zurück, wo er František Ignác Tůma unterrichtete. 1731 ging Černohorský erneut nach Padua und ist als erster Organist tätig. 1741 will er wegen angeschlagener Gesundheit nach Böhmen zurückkehren, doch in Graz erliegt er nach unterbrochener Rückreise seiner Krankheit.[2]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von ihm sind Motetten, Litaneien, Vespern, ein Regina coeli sowie Präludien und Fugen für Orgel überliefert. Ein Großteil seiner Werke wurde bei einem Brand im Jahre 1754 vernichtet.

  • Regina coeli für Sopran, 8 Stimmen, Violoncello und Orgel
  • Offertorium pro omni tempore
  • Vesperae minus solemnes
  • Fuge in a-Moll con sogetto cromatica
  • Toccata in C-Dur
  • Laudetur Jesus Christus

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Andrea Harrandt: Czernohorsky (Černohorský), Bohuslav. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 1, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2002, ISBN 3-7001-3043-0.
  2. Die Kunst barocker Polyphonie. Bohuslav Matěj Černohorský Beitrag von Radio Prag, 31. Juli 2016