Boisheim

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Boisheim
Stadt Viersen
Altes Wappen von Boisheim
Koordinaten: 51° 16′ 0″ N, 6° 16′ 0″ O
Höhe: 51 (45–57) m ü. NN
Fläche: 5,91 km²
Einwohner: 1998 (30. Nov. 2011)
Bevölkerungsdichte: 338 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1970
Postleitzahl: 41751
Vorwahl: 02153
Kirche St. Peter

Boisheim [ˈboːshaɪ̯m mit Dehnungs-i] ist mit rund 2000 Einwohnern der kleinste Stadtteil von Viersen. Mit zugehörender landwirtschaftlicher Nutzfläche beziffert sich die Grundfläche vom Stadtteil Boisheim auf 5,91 Quadratkilometer.[1][2]

Boisheim besitzt aufgrund seiner ländlichen Struktur neben dem Dorfkern und der sich anschließenden Bebauung einige kleinere außenliegende Ansammlungen von Bauernhöfen wie Lind und Pütterhöfe.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich war Boisheim eine fränkische Siedlung. In einer Urkunde von 1304 wird der Ort erstmals erwähnt. 1304 gehörte Boisheim zur Grafschaft Kessel; bis zum Jahr 1794 zum Kölner Stift St. Pantaleon. Mehrfach, unter anderem im Dreißigjährigen Krieg, wurde der Ort geplündert. Der Herzog von Jülich errichtete 1725 als Landesherr hier eine Zollstätte.

Am 1. März 1945 nahmen Soldaten der 84. US-Infanteriedivision in der Nacht vom 28. Februar auf den 1. März Boisheim ein. Das nächtliche Vorrücken überraschte die in Boisheim befindlichen Soldaten.[3] Am Morgen marschierten die US-Soldaten von dort aus in Dülken ein.

Zum 1. Januar 1970 wurde Boisheim im Zuge der kommunalen Neugliederung in die Stadt Viersen eingegliedert.[4]

Der Tornado im Kreis Viersen vom 16. Mai 2018 führte zu Schäden im Ort.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heute mitten im Ort stehende Luzia-Kapelle stammt aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts. Vermutlich wurde sie von den Bürgern damals am Ortseingang als Dank für eine überstandene Pestseuche errichtet.

Die Kirche St. Peter wurde 1487 gebaut. Ihr Turm wurde 1898 bei einem Erweiterungsbau neu errichtet, der alte Chor blieb dabei erhalten. Interessant ist, dass im Chor älterer rheinischer Tuff als Baumaterial gemischt mit Backsteinen vorkommt.[5]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Boisheim liegt direkt an der Bundesautobahn 61 und ist über die Anschlussstelle 5 (Nettetal) zu erreichen.

Bahnhof Boisheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Boisheim

Boisheim hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Viersen–Venlo, der vom Maas-Wupper-Express im Stundentakt bedient wird. Das Streckenteilstück von Viersen über Boisheim nach Kaldenkirchen ging am 29. Januar 1866 in Betrieb.[6]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Boisheim geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Boisheim verbunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Archivlink (Memento des Originals vom 8. April 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.viersen.de (PDF; 652 kB) Statistisches Jahrbuch Viersen
  2. [1] Zahlen und Fakten der Stadt Viersen
  3. Dr. Hans Kaiser: Vom Rathaus aus den GIs entgegen. In: Rheinische Post (Lokalteil Viersen) 21. Februar 2015, Seite C6. Der Vormarsch erfolgte im Rahmen der Operation Grenade. In Boisheim rückten das 771. Tank-Bataillon und die drei Bataillone des 334. Infanterie-Regiments ein.
  4. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 115.
  5. Georg Mörsch: Denkmäler und Denkmalpflege. In: Der Kreis Viersen am Niederrhein. Stuttgart und Ahlen 1978, S. 147
  6. Streckenbeschreibung Viersen–Kaldenkirchen im NRWbahnarchiv von André Joost (abgerufen am 26. Februar 2011)