Boituva

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Município de Boituva
Boituva
Luftbildaufnahme von Boituva
Luftbildaufnahme von Boituva
Boituva (Brasilien)
Boituva
Boituva
Koordinaten 23° 17′ S, 47° 40′ WKoordinaten: 23° 17′ S, 47° 40′ W
Lage von Boituva im Bundesstaat São Paulo
Lage von Boituva im Bundesstaat São Paulo
Symbole
Wappen
Wappen
Flagge
Flagge
Gründung 6. September 1937
Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat São Paulo
Mesoregion Itapetininga (1989–2017)
Mikroregion Tatuí (1989–2017)
Metropolregion Sorocaba
Höhe 637 m
Klima subtropisch, Cfb
Fläche 249 km²
Einwohner 48.314 (2010[1])
Dichte 194,1 Ew./km²
Schätzung 59.793 Ew. (1. Juli 2018[2])
Gemeindecode IBGE: 3507001
Zeitzone UTC−3
Website www.boituva.sp.gov.br (brasilianisches Portugiesisch)
Politik
Stadtpräfekt Fernando Lopes da Silva (2017–2020)
Partei (PSDB)
Wirtschaft
BIP 2.650.583 Tsd. R$
47.565 R$ pro Kopf
(2015)
HDI 0,780 (2010)

Boituva, amtlich portugiesisch Município de Boituva, ist eine brasilianische Mittelstadt im Bundesstaat São Paulo.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet der Gemeinde Boituva war vor der Neuzeit vom inzwischen ausgestorbenen indigenen Stamm Guaianaz, auch guaianases oder guaianã, bewohnt.[3] Der Name Boituva wird im 18. Jahrhundert das erste Mal verwendet. In der alten Tupí-Sprache bedeutet er „Ort der vielen Schlangen“.[4]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hatte nach der Volkszählung 2010 48.314 Einwohner, die Boituvenser genannt werden. Sie steht nach Bevölkerungszahl an 128. Stelle der Städte in São Paulo. Die Einwohnerzahl wurde nach der Schätzung des IBGE vom 1. Juli 2018 auf 59.793 Bewohner anwachsend berechnet.[2] Die Fläche beträgt rund 249 km²; die Bevölkerungsdichte liegt bei 194,1 Personen pro km².[1] Von den Einwohnern (2010) verteilten sich 45.457 auf den urbanen Kern und 2.866 auf die ländliche Zone.

Infrastruktur und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt an den Staatsstraßen SP-129 und SP-280. Seit 1882 durchquert eine Bahnstrecke das Stadtgebiet in Nord-Süd-Richtung.

Im Norden von Boituva betreibt die Grupo Petrópolis eine große Brauerei. Auch die Wuppertaler Firma Schmersal und der Klebstoffhersteller Henkel haben hier Standorte.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luftsport in Boituva

Boituva gilt als die brasilianische Hauptstadt des Fallschirmsports.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE): Boituva – Panorama. Abgerufen am 28. September 2018 (brasilianisches Portugiesisch).
  2. a b Estimativas da população residente no Brasil e unidades da federação com data de referência em 1° de julho de 2018. (PDF; 2,6 MB) In: ibge.gov.br. Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE), 2018, abgerufen am 29. September 2018 (brasilianisches Portugiesisch).
  3. Eduardo Bueno, Benedito Prezia (Hrsg.): Os Nascimentos de São Paulo. Ediouro, São Paulo 2004, S. 58.
  4. Eduardo Navarro: Método moderno de tupi antigo. A língua do Brasil dos primeiros séculos. 3. Auflage. Global, São Paulo 2005, S. 56.