Bolero (Tanz)

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Bolero
Art: Gesellschaftstanz, Turniertanz, Paartanz
Liste von Tänzen

Der Bolero ist ein spanischer Tanz in mäßig geschwindem 3/4-Takt, oft auch mit Taktwechseln, der "im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts von Tanzmeistern aus unterschiedlichen spanischen Tänzen entwickelt wurde."[1] Dazu zählen neben den Seguidillas manchegas auch Fandango, Polo und Chacona. Darüber hinaus wurden vor allem für das Bewegungsvokabular der Beine und Füße auch Elemente aus Ballett und höfischen Tänzen adaptiert.

Er wird normalerweise von zwei Personen mit Kastagnetten getanzt und traditionell durch Gitarre, Cister und andere folkloristische Instrumente wie Sackpfeifen, Trommeln und Tamburine begleitet.

Weltbekanntheit erreichte der Bolero durch das gleichnamige Orchesterstück von Maurice Ravel.

Mit dem spanischen Bolero nicht verwandt ist der kubanische Bolero, der meist im 2/4- oder 4/4-Metrum notiert wird. Dabei gibt es zahlreiche Varianten, die unter anderem durch den Einfluss anderer Musikstile (z. B. Son) entstanden sind. Als Tanzform hat Bolero-Son besondere Popularität erlangt, wenn auch (außerhalb Kubas) unter der missverständlichen Bezeichnung „Rumba“.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christiane Karl, Bolero, in: Annette Hartmann / Monika Woitas (Hg.): Das große Tanzlexikon, Laaber 2016, S. 110ff.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christiane Karl: Bolero. In: Annette Hartmann / Monika Woitas (Hrsg.): Das große Tanzlexikon. Laaber 2016, S. 110.