Bolmen

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Bolmen
Blick auf den See Bolmen von Piksborg aus.
Blick auf den See Bolmen von Piksborg aus.
Geographische Lage im westlichen Teil von Småland in Schweden
Zuflüsse Storån
Abfluss Bolmån
Daten
Koordinaten 56° 52′ N, 13° 42′ OKoordinaten: 56° 52′ N, 13° 42′ O
Bolmen (Kronoberg)
Bolmen
Höhe über Meeresspiegel 141,6 m ö.h.
Fläche 173,19 km²[1]
Volumen 1,070 km³dep1[2]
Maximale Tiefe 36 m[2]
Mittlere Tiefe 5,4 m[2]
Einzugsgebiet 1640 km²[3]

Besonderheiten

Binneninsel Bolmsö, Trinkwasserversorgung

Der Bolmen ist der größte See im westlichen Teil Smålands in Schweden. Er liegt etwa 80 Kilometer südlich von Jönköping.

Der Name Bolmen stammt aus dem Altschwedischen (schwedisch Fornsvenska) und wird auf das Jahr 1689 datiert. Er lautete damals „Bollmen Lacus“, was „Großer See“ (schwedisch Storsjön) bedeutet.

Der See hat viele Inseln – laut einer Sage sind es 365 – von denen Bolmsö die größte ist. Weiterhin befindet sich die bis 1932 unkartierte Inselgruppe der Tira-Inseln im See.

Der Bolmen gehört größtenteils zur Gemeinde Ljungby, Teile des Sees gehören zu den Gemeinden Hylte und Värnamo.

Der See dient der Trinkwasserversorgung für mehrere südschwedische Orte, u. a. Lund. Das Wasser wird durch den Bolmentunnel nach Schonen geleitet. Der natürliche Ablauf des Sees ist der Fluss Bolmån, welcher wiederum der größte Zufluss des Lagan ist.

Am südlichen Ende des Bolmen befand sich im 13. Jahrhundert die Burg Piksborg. Die Anlage ist heute noch zu erkennen, die Gebäude existieren aber nicht mehr, da sie aus Holz gebaut waren. In Piksborg überquert der Radwanderweg „Banvallsleden“ den Bolmen.

Im Bolmen kommen 24 Fischarten vor. Unter anderem gibt es Zander, Hecht, Barsch, Aal, Brasse (Brachse), Schleie, Rotfeder, Rotauge, Aalquappe, Lachs, Lachsforelle.

Die Seilfähre „Bolmia“ zwischen Bolmsö und Sunnaryd.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sjöareal och sjöhöjd (3,32 MB; PDF), Svenskt vattenarkiv (SVAR), Sveriges meteorologiska och hydrologiska institut (schwedisch)
  2. a b c Sjödjup och sjövolym (712,6 kB; PDF), Svenskt vattenarkiv (SVAR), Sveriges meteorologiska och hydrologiska institut (schwedisch)
  3. VattenWeb, Sveriges meteorologiska och hydrologiska institut (schwedisch)