Bombardier Aerospace

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Bombardier Aerospace
Bombardier Logo.svg
Rechtsform GmbH
ISIN CA0977512007
Gründung 1937
Sitz Montréal, KanadaKanada Kanada
Leitung Guy C. Hachey
Mitarbeiter 33.600 (2012, Weltweit)[1]
Umsatz 8,6 Mrd. USD (2011)[1]
Branche Flugzeughersteller
Website www.aerospace.bombardier.com
Fabrik von Bombardier Aerospace beim Montréal-Pierre Elliott Trudeau Flughafen

Der Flugzeughersteller Bombardier Aerospace ist eine Abteilung der kanadischen Bombardier Inc. und ein Hersteller von Business- und Regionaljets. Neben der Herstellung von Flugzeugen bietet Bombardier Aerospace auch Flugzeugcharter, Service und Wartung von Flugzeugen und die Ausbildung von Piloten für den Business- und Regionalflugverkehr sowie für militärische Kunden. Bombardier Aerospace ist nach Boeing und Airbus der drittgrößte Flugzeughersteller weltweit. Bombardier verfügt über Werke in Kanada, USA, Großbritannien und Mexiko. Des Weiteren verfügt das Unternehmen über ein weltweites Technik- und Supportnetzwerk.

Geschichte[Bearbeiten]

Entstehung[Bearbeiten]

Der Bereich Aerospace von Bombardier entstand Ende der 1980er Jahre als Folge eines raschen Aufkaufs von vielen entweder bereits insolventen oder kurz vor der Insolvenz stehenden Unternehmen, sodass Bombardier die bereits vorhandenen Modelle weiterbauen konnte, ohne selbst vorher Flugzeuge gefertigt zu haben. 1986 wurde so Canadair erworben, 1989 folgte Short Brothers aus Irland, 1990 Learjet und 1992 schließlich de Havilland Canada. Das Produktportfolio ergibt sich aus den bereits zu dieser Zeit gefertigten Mustern, lediglich die Global-Baureihe und die CSeries kamen als Neuentwicklung Mitte der 2000er Jahre dazu; die bestehenden Muster wurden allerdings entsprechend dem jeweiligen Stand der Technik weiterentwickelt.[2]

Entwicklung der CSeries[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bombardier CSeries

Im Jahr 1998 entschloss sich Bombardier, als Konkurrenz zu Airbus und Boeing im Bereich der Passagierflugzeuge für ca. 100 bis 130 Passagiere aufzutreten, wofür ab 2004 die CSeries entwickelt wurde. Aufgrund von Problemen u. a. mit einem neuentwickelten Getriebefan-Triebwerk[3] und weiteren Verzögerungen erwirtschaftete die Aerospace-Sparte allerdings zwischen 2011 und 2014 einen Verlust von etwa 2,5 Milliarden US-Dollar.[4] In Folge wurden ab Juli 2014 über 1800 Arbeitsplätze gestrichen.[5] Gespräche mit Airbus über die Weiterentwicklung des Musters sind auch in diesem Zusammenhang zu sehen, wurden jedoch ohne Ergebnis abgebrochen, Gründe dafür wollte kein Unternehmen nennen.[6] Danach wurde die CSeries aus dem Konzern ausgelagert und ein neues Unternehmen gegründet an dem sich schließlich die Provinz Québec mit eine Milliarde US-Dollar beteiligte. Am neuen Unternehmen hält Bombardier mit 50,5 Prozent die Mehrheit.[7]

Produzierte Luftfahrzeuge[Bearbeiten]

Bombardier Q400 der Air Berlin

Passagierflugzeuge[Bearbeiten]

Businessjets[Bearbeiten]

Amphibienflugzeuge[Bearbeiten]

Standorte[Bearbeiten]

Flugzeugbestellungen und -auslieferungen[Bearbeiten]

Im März 2011 gab Bombardier die bisher größte Bestellung in der Geschichte des Unternehmens bekannt: das US-Unternehmen NetJets Aviation Inc. hat eine Bestellung von insgesamt 120 Flugzeugen aufgegeben. Netjets gab eine feste Bestellung von 30 Bombardier Global 5000 Vision und Global Express XRS Vision auf. Die Auslieferungen der Maschinen dieses Typs sollen im vierten Quartal 2012 beginnen. Von den neuen Modellen Global 7000 und Global 8000 wurden 20 Stück fest bestellt. Die Auslieferung der neuen Flugzeugmodelle ist für das Jahr 2017 vorgesehen. Für weitere 70 Flugzeuge von Bombardier liegen Kaufoptionen vor. Die 50 fest bestellten Maschinen haben einen Wert von 2,8 Milliarden Dollar. Insgesamt plant NetJets eine Investition von 6,7 Milliarden Dollar.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bombardier Aerospace – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b About Aerospace
  2. Bombardier History. In: bombardier.com. Bombardier, abgerufen am 17. Oktober 2015 (englisch).
  3. Gerhard Hegmann: Explosion an Bombardier-Flieger verunsichert Airbus. In: welt.de. Die Welt, 1. Juni 2014, abgerufen am 17. Oktober 2015.
  4. Karin Finkenzeller, Rüdiger Kiani-Kreß: Bombardier hat sich verflogen. In: wiwo.de. Wirtschaftswoche, 2. Oktober 2014, abgerufen am 17. Oktober 2015.
  5. Bombardier streicht 1800 Arbeitsplätze. In: handelsblatt.com. Handelsblatt, 24. Juli 2014, abgerufen am 17. Oktober 2015.
  6. Airbus und Bombardier brechen Gespräche über Kooperation ab. In: airliners.de. Airliners.de, 7. Oktober 2015, abgerufen am 17. Oktober 2015.
  7. Provinz Québec steigt bei der C-Series ein, abgerufen am 29. Oktober 2015