Bombardier Twindexx

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Twindexx Vario als „Intercity 2“[1][2] auf der InnoTrans 2014
Twindexx Express, die für die SBB als SBB RABe 502 fahren

Twindexx (Eigenschreibweise von Bombardier TWINDEXX) ist seit 2009 die Markenbezeichnung für die 5. Generation von Doppelstockwagen und -triebwagen der Firma Bombardier Transportation, die u. a. in Deutschland, der Schweiz, Dänemark und Luxemburg im Eisenbahnbetrieb zum Einsatz kommen bzw. kommen sollen. Sie ergänzen damit die mehr als 2000 ausgelieferten Doppelstockwagen seit 1992.

Hauptartikel: Bombardier-Doppelstockwagen

Der Hersteller Bombardier unterscheidet „Twindexx Vario“-Züge, die im Regional- und Fernverkehr mit Geschwindigkeiten bis 160 km/h und optional bis 189 km/h zum Einsatz kommen, und den Hochgeschwindigkeitszug „Twindexx Express“, der mit 200 km/h fährt und optional bis 230 km/h schnell fahren kann.[3]

Twindexx Vario[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutsche Bahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Twindexx Vario, Mittelwagen
Hersteller: Bombardier
Baujahr(e): ab Ende 2013
Spurweite: 1435 mm
Länge über Kupplung: 26.800 mm
Höhe: 4.632 mm
Breite: 2.784 mm
Leermasse: 50 t
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h / optional 189 km/h
Sitzplätze: 121
Stehplätze: ca. 160
Klassen: 2.
Einsatzgebiet: Nahverkehr/Fernverkehr Deutschland
Twindexx Vario, Steuerwagen
Hersteller: Bombardier
Baujahr(e): ab Ende 2013
Länge über Kupplung: 27.270 mm
Höhe: 4.632 mm
Breite: 2.784 mm
Leermasse: 58 t
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h / optional 189 km/h
Sitzplätze: 73 (gesamt) / 40 (2.) / 33 (1.)
Stehplätze: ca. 140
Twindexx Vario, Triebwagen
Hersteller: Bombardier
Baujahr(e): ab Ende 2013
Länge über Kupplung: 25.980 mm
Leermasse: 66t
Nutzmasse: 72t
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h / optional 189 km/h
Kurzzeitleistung: 2.300 kW
Anfahrzugkraft: 181 kN
Beschleunigung: 0,6 m/s² bis 1,2 m/s²; abhängig von der Zugbildung
Sitzplätze: 91

Rahmenvertrag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Deutsche Bahn und ihre Vorgänger setzten bereits seit 1952 Doppelstockwagen aus Görlitz ein. Dieses Werk ist seit 1998 im Besitz von Bombardier Transportation. Anfang 2009 schlossen Bombardier Transportation und die Deutsche Bahn einen Rahmenvertrag zur Lieferung von 800 Doppelstockwagen der Twindexx Vario-Reihe (auch als Dosto 2010 bezeichnet) mit einem Gesamtvolumen von bis zu 1,5 Milliarden Euro. Der Rahmenvertrag sieht die Bestellung von Trieb- oder Steuerwagen mit Mittelwagen vor.

Da es eine Triebwagen-Variante dieser Doppelstockwagen gibt, können die Doppelstockwagen erstmals als eigenständige Triebzüge eingesetzt werden. Die Wagen können mit einer automatischen Kupplung ausgerüstet werden, die eine Flügelung ermöglicht.[4][5] Die nicht angetriebenen Steuer- und Mittelwagen liegen auf Laufdrehgestellen vom Typ Görlitz IX. Beim Triebwagen (der Hersteller schreibt vom „angetriebenen Steuerwagen“) kommt das Triebdrehgestell FlexCompact zum Einsatz.[6] Hergestellt werden die Drehgestelle im Bombardier-Werk in Siegen.

Im Rahmen dieses Vertrages wurden bislang Twindexx-Vario Doppelstock-Züge von DB Regio und DB Fernverkehr bestellt.

Intercity 2[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DB Fernverkehr setzt seit dem 12. Dezember 2015 aus Doppelstockwagen gebildete Intercity-Züge unter der Bezeichnung Intercity 2 (in Kurzform IC2) ein. Hierfür wurden zunächst 27 Zugeinheiten beschafft, die aus je vier Doppelstock-Mittelwagen, einem Doppelstock-Steuerwagen und einer auf 160 km/h ausgelegten Lokomotive der Bombardier Traxx Baureihe P160 AC2 (DB 146.5) bestehen. Die Doppelstock-Wagen sind für eine Höchstgeschwindigkeit von 189 km/h vorgesehen, doch werden die Züge wegen der dazu erforderlichen gesonderten Zulassungsprozedur (mit noch zu bestellenden Lokomotiven der Baureihe Bombardier TRAXX P189 AC[7]) auf längere Sicht nur für eine Geschwindigkeit bis zu 160 km/h zugelassen sein.[8]

Die Züge verfügen über 469 Sitzplätze, davon 70 in der ersten Klasse. Ein Bistro oder Restaurant ist nicht vorhanden, stattdessen erfolgt auf einzelnen Streckenabschnitten eine Bewirtung am Platz. Unter dem Namen IC Café-Team bieten Mitarbeiter von LSG Sky Chefs den Reisenden Kalt- und Heißgetränke, Snacks sowie Backwaren an.[9][10] Die Züge verfügen unter anderem über Handyverstärker und eine fahrzeuggebundene Rollstuhlrampe.

Der Steuerwagen ist ein Wagen zweiter Klasse. Ein barrierefreier und ebenerdiger Einstieg ist hier nur für den Unterstock möglich. Hier sind auch zehn Fahrradstellplätze[11] sowie eine barrierefreie Toilette vorhanden. Der Oberstock ist nicht barrierefrei und nur durch zwei Treppen erreichbar, hier sind Sitzplätze sowie ein Kinderspielbereich vorhanden.

Die vier Mittelwagen beherbergen zusätzlich zur zweiten Klasse die erste Klasse. Bei allen Mittelwagen (und damit auch dem einzigen Wagen der ersten Klasse) sind beim Einstieg immer Treppen zu überwinden, vom Eingangsbereich aus sind alle Sitzplätze im Unter- und Oberstock nur über weitere Treppen zu erreichen.

Die Einstiege in den Wagen sind knapp 1,90 Meter breit, in den Mittelwagen teilt ein Handlauf die Einstiege in zwei Teile. In der zweiten Klasse ist eine Kniefreiheit von 820 Millimetern vorgesehen, in der ersten Klasse von 910 Millimetern.[12] Die Kosten eines Zuges mit fünf Wagen und einer Lokomotive der Baureihe 146.5 betragen 17 Millionen Euro.[13]

Zugverband mit farblich passender Lokomotive
Bombardier Twindexx in Köln

Durch die Beschaffung der Doppelstock-Intercitys sollten vordringlich Fahrzeugkapazitäten geschaffen werden, um die Fahrzeugreserve des DB-Fernverkehrs zu vergrößern.[8] Der Wert des 2011 an Bombardier Transportation vergebenen Auftrags wurde mit 362 Millionen Euro beziffert.[14][15]

Der Einsatz der Doppelstock-Intercity-Züge – nun mit der Bezeichnung Intercity 2 (IC2) – begann zum Fahrplanwechsel im Dezember 2015 auf der IC-Linie 56 (Cottbus/Leipzig – Hannover – Norddeich). Eine Häufung von technischen Störungen, u. a. an den Türen und der Fahrzeugsteuerung, sowie ein unangenehmes Wanken der Fahrzeuge auf bestimmten Streckenabschnitten machen Nachbesserungen nötig.

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Aus diesem Grund musste der ursprünglich für Februar 2016 geplante Einsatz der Fahrzeuge auf der IC-Linie 55 (Dresden – Hannover – Köln) auf Mitte Dezember 2016 verschoben werden. Zur Verringerung der Wankbewegungen sollen die Schwingungsdämpfer modifiziert werden,[16] die hierfür nötige EBA-Zulassung liegt jedoch noch nicht vor (Stand Dezember 2016). Darüber hinaus erhalten alle Radsätze bis Anfang 2017 ein konischeres Profil zur Verringerung der Querbewegungen.[17] Seit 19. Februar 2016 gilt im Streckenabschnitt zwischen Halle (Saale) Hauptbahnhof und Leipzig-Mockau für IC 2 eine auf 120 km/h herabgesetzte Höchstgeschwindigkeit, die durch Auslassung des Haltes am Bahnhof Flughafen Leipzig/Halle kompensiert werden soll. Laut Angaben des Eisenbahn-Bundesamtes lagen im Zulassungsprozess alle Wankbewegungen innerhalb der zulässigen Werte.[18]

Seit dem 20. März 2016 werden die Intercity-2-Züge auch auf der IC-Linie 35 (Koblenz – Köln – Münster – Norddeich) eingesetzt. Der Einsatz wurde aber zum Jahresfahrplan 2017 für ein bis zwei Jahre unterbrochen, weil die Fahrzeuge ab Dezember 2016 für die IC-Linie 55 benötigt wurden, wo bereits seit dem 4. September 2016 ein Zugpaar mit Doppelstock-IC verkehrte. Um die Fahrtzeit zwischen den Knoten Dortmund und Hannover einhalten zu können, entfällt bei den Intercity-2-Zügen der Halt in Bad Oeynhausen.[19] Fahrplanmäßig werden 18 Garnituren benötigt.[20]

Im Frühjahr 2016 waren 22 der 26 Garnituren abgenommen.[18] Die Auslieferung der ersten 27 Garnituren sollte bis in den Sommer 2016 abgeschlossen sein.[21] im Januar 2017 waren 25 Züge ausgeliefert. Ursprünglich war die Lieferung des ersten Loses von 27 Zügen bis Ende 2013 vorgesehen.[22]

Im September 2013 bestellte die Bahn weitere 17 Doppelstock-IC mit einem Auftragswert von 293 Millionen Euro.[23] Sie sind für die süddeutschen Verbindungen Karlsruhe–Stuttgart–Nürnberg sowie Stuttgart–Zürich (Gäubahn) vorgesehen und sollen dort ab Dezember 2017 zum Einsatz kommen. Ende März 2017 wurde ein weiterer Abruf der Deutschen Bahn über 25 weitere Intercity-Züge mit 124 Twindexx Vario Wagen bekannt gegeben.[24]

Aufgrund von Verzögerungen bei der ETCS-Ausrüstung der Züge wird der durchgehende IC-Stundentakt zwischen Stuttgart und Zürich nicht wie geplant ab Dezember 2017, sondern mit einer Verzögerung von ein bis zwei Jahren angeboten werden können.[25]

Elf Züge des zweiten Loses sollen bis Dezember 2017 folgen, dann bis März 2018 schließlich die übrigen sechs Züge des zweiten Loses.[22] Nach ersten Tests wurde im März 2013 gemeldet, dass mit der Inbetriebnahme frühestens im Juni 2014 zu rechnen sei.[8]

Die Instandhaltung der zuerst bestellten Züge von DB Fernverkehr erfolgt im ICE-Werk Leipzig, wo neue Werkstattkapazitäten geschaffen wurden.[26] Zunächst war daran gedacht worden, die Intercity-Doppelstockwagen durch die DB Regio-Tochter DB Verkehr GmbH zu betreiben und damit die bei DB Regio vorhandenen Instandhaltungskapazitäten für Doppelstockwagen auszulasten.[27]

Bestellte Doppelstock-Wagen für den Fernverkehr der Deutschen Bahn:

Einsatzgebiet Bestellung Einsatzbeginn Trieb-
wagen
Steuer-
wagen
Mittel-
wagen
Summe
DB Fernverkehr 2011 Dezember 2015–März 2016 27 108 135
DB Fernverkehr 2013 vsl. 2018 17 68 85
DB Fernverkehr 2017 vsl. 2019 124[28]

2016 gingen 5 Garnituren in Betrieb, Ende 2016 waren 25 Garnituren im Einsatz.[29] 2017 soll entschieden werden, ob die Züge mit mobilem Internetzugang ausgerüstet werden.[30]

Drei der Garnituren wurden bislang „getauft“, auf die Namen „Leipziger Neuseenland“, „Magdeburger Börde“ und „Nationalpark Sächsische Schweiz“.[31]

Regionalverkehrstriebzüge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Regionalverkehr wurden Doppelstock-Triebzüge entwickelt, welche aus zwei Triebwagen und dazwischen eingereihten Doppelstock-Mittelwagen der neuesten Generation bestehen. Die Triebwagen werden als DB-Baureihe 445/446 geführt. Die Wagen einer Einheit sind mit Schraubenkupplungen verbunden, sodass, anders als bei herkömmlichen Triebzügen, eine individuelle Zusammenstellung von Zügen beim Rangieren im Regelbetrieb durch den Triebfahrzeugführer ermöglicht wird. An den Führerstandsenden kommen dagegen die bei Triebwagen üblichen Scharfenbergkupplungen des Typs 10 zum Einsatz, was das Kuppeln und Trennen von mehreren Triebzug-Einheiten (Flügelung) in kurzer Zeit ermöglicht.

Der erste Einsatz der Triebzüge in Deutschland sollte ursprünglich ab Dezember 2014 auf dem Nord-Süd-Netz des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg von DB Regio Nordost erfolgen.[32] Bestellt wurden fünf fünfteilige Doppelstocktriebzüge der Art „Twindexx Vario“[3] für die Linie RE5 Rostock – Berlin – Lutherstadt Wittenberg.[33] Je Zug sollen zwei Triebwagen zum Einsatz kommen. Die Auslieferung dieser Triebwagen ist bisher (Stand: März 2017) nicht erfolgt, sodass die Züge weiterhin lokbespannt eingesetzt werden.[34]

Ein Twindexx-Triebwagen der Regionalbahn Schleswig-Holstein

Von Hamburg nach Kiel bzw. Flensburg sollen innerhalb des Nahverkehrsverbundes Schleswig-Holstein 16 Triebzüge fahren, die aus jeweils zwei Trieb- und zwei Mittelwagen bestehen[35]. Da Bombardier die Triebwagen nicht liefern konnte, kam die ursprünglich für Dezember 2014 geplante Betriebsaufnahme nicht zustande. Stattdessen verkehrten seit Dezember 2015 die neuen 2.-Klasse-Mittelwagen mit den vorhandenen 1./2.-Klasse-Mittelwagen, Steuerwagen und Lokomotiven.[36][37] Im Juli 2017 wurde bekanntgegeben, dass ein zusätzlicher Triebzug bestellt wird.[38] Seit Ende September 2017 sind auch die ersten Triebzüge im Einsatz.[39] Ende November 2017 wurde bekannt, dass die Triebwagen nicht in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen und nicht in Mehrfachtraktion eingesetzt werden können. Daher wird weiterhin ein Ersatzkonzept umgesetzt.[40]

Die DB Regio Franken beabsichtigte, das Main-Spessart-Netz (Frankfurt am Main–Würzburg–Bamberg) ab Dezember 2015 mit zwölf vierteiligen Twindexx-Triebzügen zu fahren. Diese sollen 400 Sitzplätze in der zweiten und 25 Sitzplätze in der ersten Klasse bieten.[41][42] Ende Februar 2015 wurde bekannt, dass mit einem Einsatz erst 2017 zu rechnen sei, was an erhöhten Sicherheitsanforderungen läge.[43]

Ab Dezember 2016 möchte die DB Regio Oberbayern Twindexx-Vario-Triebzüge auf den Strecken Augsburg – Treuchtlingen – Nürnberg und Treuchtlingen – Ingolstadt – München einsetzen. Im Juni 2013 hat sie die dazugehörige Ausschreibung der BEG über das Netz Ringzug West / NBS gewonnen.[44] Dazu hat sie drei vier- und 15 sechsteilige Triebzüge bei Bombardier bestellt. Die Züge verfügen über jeweils zwei Triebwagen und zwei bzw. vier Mittelwagen. Der Auftragswert der Bestellung, die aus dem bestehenden Rahmenvertrag abgerufen wurde, beträgt 216 Millionen Euro.[45] Derzeit (Februar 2017) sind die Züge nur auf der Strecke Nürnberg – Treuchtlingen – Ingolstadt – München unterwegs. Auf den Strecken Nürnberg – Treuchtlingen – Augsburg und Nürnberg – Treuchtlingen sollen sie ab spätestens Anfang 2018 eingesetzt werden.[46]

Zwei Dreiwageneinheiten mit führendem 445 007 in Dresden Hbf, 2017

Auch im Überschneidungsgebiet Rhein-Main/Rhein-Neckar, den Tarifgebieten des RMV und des VRN, werden ab Dezember 2017 im Rahmen des neuen Verkehrsvertrages 7 drei- und 17 vierteilige[47] fabrikneue Twindexx-Züge ohne reine Steuerwagen[48] eingesetzt. Damit sollen die Riedbahn Mannheim – Biblis – Frankfurt und die Rhein-Main-Neckar-Verbindung entlang der Bergstraße (Mannheim / Heidelberg – Darmstadt – Frankfurt) verstärkt werden.[49] Die Fahrzeuge verfügen für diesen Abruf erstmals über eine Einstiegshöhe von 730 Millimetern über Schienenoberkante. Die Tiefeinstiegswagen mit dem Einstieg im Unterstock verfügen sonst über eine Einstiegshöhe von 600 Millimetern und die Hocheinstiegswagen mit den Einstiegen im Zwischenstock über den Drehgestellen von 1150 Millimetern. Aufgrund der Abweichungen von den übrigen Regio-Twindexx-Einheiten werden die Fahrzeuge des Netzes Main-Neckar als Baureihe 446 geführt.

Bestellte Doppelstocktriebzüge für DB Regio
Einsatzgebiet Bestellung voraussichtlicher
Einsatzbeginn
Trieb-
wagen
Steuer-
wagen
Mittel-
wagen
Summe
Expresskreuz Bremen 2011 Ausgeliefert/im Einsatz 18 18
VBB Berlin-Brandenburg 2012 Dezember 2017 10 15 25
NAH.SH Schleswig-Holstein 2012 Dezember 2017/Im Einsatz 32 32 64
Main-Spessart-Netz 2013 Dezember 2017/Im Einsatz 24 24 48
Ringzug West / NBS 2013 Dezember 2017 36 66 102
Rhein-Main-Neckar-Ried 2014 Dezember 2017 48 41

89

Twindexx Express[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der „Twindexx Express“ ist eine Plattform für einen doppelstöckigen Hochgeschwindigkeitszug, der bis zu 230 km/h schnell fahren kann.

Schweizerische Bundesbahnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SBB RABe 502[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: SBB RABe 502

Der anfangs Twindexx Swiss Express genannte SBB RABe 502 ist ein 200 km/h schneller doppelstöckiger Triebzug, den die SBB im Juni 2010 bei Bombardier auf der Basis des „Twindexx Express“ bestellten.[50] Der finanzielle Umfang der Bestellung beträgt 1,9 Milliarden Schweizer Franken für 59 Triebzüge und ist damit der größte Einzelauftrag in der Geschichte der SBB.

Die Auslieferung der Züge war zunächst für die Jahre 2013 bis 2019 vorgesehen. Später hiess es, die Züge sollen schrittweise ab Ende 2016 in Betrieb genommen werden[51] und in erster Linie auf den Linien Flughafen GenfSt. Gallen, RomanshornBrig und LuzernKonstanz zum Einsatz kommen. 2017 wurde bekannt, dass eine Auslieferung vor dem Fahrplanwechsel 2018/19 nicht wahrscheinlich erscheint.[52]

Später ist auch ein Einsatz nach München vorgesehen.[53]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bombardier Twindexx – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bald rollt der Doppelstock im IC-Netz. Deutsche Bahn, 23. September 2015; abgerufen am 28. September 2015.
  2. In Potsdam vorgestellt: Der neue Doppelstock-Intercity. Tagesspiegel, 24. September 2015; abgerufen am 28. September 2015.
  3. a b Bombardier Transportation: Twindexx – Eine neue Ära des Bahnfahrens. (Memento vom 3. Oktober 2013 im Internet Archive) Produktbroschüre (PDF; 9,5 MiB)
  4. Bombardier- und Deutsche Bahn Rahmenvertrag über 800 Dosto-Wagen. In: Eurailpress.de, 7. Januar 2009.
  5. Doppelte Strategie: Deutsche Bahn unterzeichnet Rahmenvertrag mit Bombardier. Deine Bahn.online.
  6. Knorr Bremse – Informer 25 (PDF; 2,6 MiB)
  7. IRJ: Rahmenvertrag zur Bestellung von bis zu 450 neuen Lokomotiven aller TRAXX Baureihen, 2. Mai 2013.
  8. a b c Erste IC-Doppelstock-Tests. DMM Mobilitätsmanager, 23. März 2013.
  9. Der neue Intercity und die Lösung des Heißgetränke-Dilemmas, inside.bahn.de, 10. Dezember 2015, abgerufen am 12. Dezember 2015.
  10. Bahnaktuell: Twindexx – Der neue Doppelstock-Intercity der Bahn. 12. Januar 2011.
  11. Bahnaktuell: Twindexx – Der neue Doppelstock-Intercity der Bahn. 12. Januar 2011.
  12. Jürgen Lück, Christoph Bielecki, Dietmar Schindler: Vitaminspritze für die Gäubahn. In: Schwarzwälder Bote. 7. Februar 2014, S. 4.
  13. Test des neuen Doppeldecker-Intercity. In: BILD.de. Abgerufen am 20. November 2015.
  14. Bombardier Transportation: „Bombardier liefert Twindexx-Doppelstockwagen und TRAXX-Lokomotiven für den Fernverkehr an die Deutsche Bahn AG“ Pressemitteilung auf n-tv.de, 12. Januar 2011.
  15. Aufgestockt. In: mobil. März 2011, S. 58–59.
  16. Dem Intercity 2 das Wanken abgewöhnen. In: DB Welt. Nr. 3, 2016, S. 9.
  17. Nachjustieren beim Intercity 2. In: DB Welt. Nr. 12, 2016, S. 9.
  18. a b Probleme beim „Intercity 2“ der DB. In: Eisenbahn-Revue International. Nr. 4, 2016, S. 178.
  19. Umstellung der Linie Dresden–Hannover–Köln auf moderne Intercity 2, Pressemitteilung der Deutschen Bahn vom 30. August 2016.
  20. 18 Züge im Umlauf. In: eisenbahn-magazin. Nr. 3, 2017, S. 33.
  21. Intercity 2, Präsentation der Deutschen Bahn, abgerufen am 13. Dezember 2015.
  22. a b Sorgen bei der Fahrzeugbeschaffung der DB AG. In: Eisenbahn-Revue International. Nr. 6, 2014, S. 286–287.
  23. Bahn kauft neue Doppelstock-IC. Handelsblatt, 17. September 2013.
  24. finanzen.net: Bombardier liefert 25 TWINDEXX Vario-Intercity-Doppelstockzüge an die Deutsche Bahn. Abgerufen am 2. April 2017.
  25. Neues Verkehrskonzept auf der Gäubahn: Stündliche Bedienung mit IC-Zügen trotz technischer Herausforderungen sichergestellt. Presseinformation. Deutsche Bahn, 15. Juli 2016; abgerufen am 31. Juli 2016.
  26. Platz schaffen für neue Aufträge und Züge. In: DB Welt, Region Südost. Nr. 3, 2013, S. 17.
  27. Zusammenführen statt Selektieren. (Nicht mehr online verfügbar.) In: gdl.de. DB Fernverkehr AG, 16. Dezember 2011; ehemals im Original; abgerufen am 14. September 2012.@1@2Vorlage:Toter Link/www.gdl.de (Seite nicht mehr abrufbar; Suche in Webarchiven)
  28. Bombardier liefert 25 TWINDEXX Vario-Intercity-Doppelstockzüge an die Deutsche Bahn. Bombardier Transportation, 30. März 2017; abgerufen am 4. April 2017.
  29. Deutsche Bahn AG (Hrsg.): DB-Konzern Unsere Flotten und Netzwerke 2016. 31. Dezember 2016, S. 7 (PDF).
  30. Christian Schlesiger: Die Blockbuster-Offensive im ICE. In: wiwo.de. 5. Januar 2017; abgerufen am 7. Januar 2017.
  31. Intercity 2 auf den Namen „Nationalpark Sächsische Schweiz“ getauft. In: deutschebahn.com. Deutsche Bahn, 20. Mai 2017; abgerufen am 20. Mai 2017.
  32. Ab Ende 2014 komfortabler an die Ostsee. (PDF; 5,8 MiB). In: punkt 3 – Kundenmagazin der S-Bahn Berlin 5/2012, S. 7.
  33. E-Mail Regionaler Kundendialog Mecklenburg-Vorpommern Bahninfo-Forum, 8. März 2012.
  34. Der Regionalverkehr im Großraum Berlin. In: Berliner Verkehrsblätter. Nr. 3, 2017, S. 40.
  35. Bombardier liefert Twindexx Vario Doppelstock-Triebzüge für den Einsatz in Norddeutschland. Pressemitteilung Bombardier bei eisenbahn-kurier.de, 5. April 2012.
  36. Niklas Wieczorek: Ist Kiel jetzt am Zug? In: Kieler Nachrichten. 8. Februar 2016; abgerufen am 4. Dezember 2017.
  37. Neue Doppelstock-Wagen auf der RE-Linie 70 unterwegs. PRO BAHN e.V. Schleswig-Holstein / Hamburg, 13. Januar 2016; abgerufen am 4. Dezember 2017.
  38. 7 und 70 Flensburg -/ Kiel – Hamburg: Umstellung auf Doppelstock-Triebwagen zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember PRO BAHN e.V. Schleswig-Holstein / Hamburg, 7. Juli 2017
  39. Erster neuer Doppelstock-Triebwagen auf der Regionalbahn-Linie 77 Kiel – Neumünster im Einsatz PRO BAHN e.V. Schleswig-Holstein / Hamburg, 29. September 2017
  40. Regio SH kann neues Betriebs-Konzept für die Bahnstrecken Flensburg -/ Kiel – Neumünster – Hamburg nicht vollständig umsetzen, PRO BAHN kritisiert deutliche Reduzierung der Sitzplatzkapazitäten PRO BAHN e.V. Schleswig-Holstein / Hamburg, 30. November 2017
  41. Deutsche Bahn: Neue moderne Doppelstockzüge im Spessart., Pressemeldung vom 2. Januar 2012.
  42. Bayern: DB Regio gewinnt Vergabe Expressverkehr Main-Spessart. eurailpress, 3. Januar 2013; abgerufen am 22. April 2013.
  43. Main-Spessart-Express geht im Dezember 2015 an den Start. DB Mobility Logistics AG, 24. Februar 2015; abgerufen am 2. März 2015.
  44. Deutsche Bahn: DB Regio Oberbayern freut sich über den Gewinn der Ausschreibung Ringzug West / NBS, Pressemeldung vom 17. Juni 2013.
  45. Deutsche Bahn: „Deutsche Bahn und Bombardier unterzeichnen Vertrag über Fahrzeuge im Wert von 216 Millionen Euro“, Presseinformation vom 29. August 2013.
  46. Neue Doppelstockzüge zwischen Nürnberg und München. nordbayern.de, Nürnberg, Germany, 11. November 2016; abgerufen am 18. Februar 2017.
  47. Ute Greter: Der neue Main-Neckar-Ried-Express: Zahlen, Daten, Fakten im Zielzustand. DB Regio AG, Region Mitte, Fahrgastmarketing, 3. November 2017; abgerufen am 19. November 2017 (PDF; 136 KiB).
  48. Wir starten durch! Der neue Main-Neckar-Ried-Express. DB Regio AG, Region Mitte, Fahrgastmarketing, 25. Oktober 2017; abgerufen am 19. November 2017 (PDF; 10,4 MiB).
  49. Verkehrsverbund Rhein-Neckar: Aufgabenträger unterzeichnen Verkehrsvertrag Main-Neckar-Ried mit Deutscher Bahn, Pressemeldung vom 13. Juni 2014.
  50. SBB erteilt Bombardier den Grossauftrag zum Bau von 59 Doppelstockzügen für den Fernverkehr. bahnonline.ch, 11. Mai 2010; abgerufen am 28. September 2013 (Update am 11. Mai 2011).
  51. NZZ.ch: Der neue Zug kommt ins Rollen. 20. Dezember 2014.
  52. Doppelstockzüge verspäten sich erneut. In: Luzerner Zeitung. 7. September 2017; abgerufen am 8. September 2017.
  53. Daniel Wachter: Twindexx: Die SBB-Züge der neusten Generation rollen ab 2015. Cabo Ruiva, 24. August 2011 (mit späterem Update)