Bonifatius (Unternehmen)

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Bonifatius GmbH Druck I Buch I Verlag
Rechtsform GmbH
Gründung 1869
Sitz Paderborn
Leitung Rolf Pitsch M.A.
Mitarbeiterzahl 146
Umsatz 27
Branche Druckbranche, Verlagswesen, Buchhandel
Website www.bonifatius.de
Stand: 2017

Die Bonifatius GmbH ist ein Druck- und Verlagsunternehmen mit Sitz in der ostwestfälischen Kreisstadt Paderborn. Es wurde 1869 gegründet und hat ein katholisches Verlagsprogramm.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bonifatius wurde 1869 aus dem christlichen Umfeld heraus in Paderborn gegründet. Er begann mit dem Verlegen von Büchern, Zeitschriften und Broschüren, insbesondere von Lebenshilfen. Ende des 19. Jahrhunderts wurden auch antisemitische Pamphlete wie Der Mauscheljude und Christenschutz – nicht Judenhatz verlegt.[1] In den 1950er Jahren erweiterte der Verlag sein Programm um wissenschaftliche und populäre Literatur mit Schwerpunkt Ökumene. Später trat die westfälische Landesgeschichte hinzu. Partner des Verlages sind das Erzbistum Paderborn und das Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik.

Das Signet des Unternehmens wurde 2016 durch Pia Gätjen, Bielefeld gestaltet.

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bonifatius-Buchhandlung

Die Bonifatius GmbH ist alleiniger Gesellschafter des ehemals zum Borromäusverein gehörenden Büchereidienstleisters borro medien gmbh. Das Unternehmen ist heute tätig in den Geschäftsfeldern

  • Bonifatius-Druckerei als vollstufige Druckerei
  • Bonifatius Mediengestaltung mit ACREDO CMS
  • der Bonifatius-Buchverlag, Paderborn
  • die Bonifatius-Buchhandlung, katholische Buchhandlungen in Dortmund und Paderborn
  • Der Dom, Kirchenzeitung des Erzbistums Paderborn sowie regionale Kirchenmagazine

Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verlagsprogramm umfasst Religion, Theologie, Ökumene, Kirchenmusik, Regionalliteratur (inklusive Wanderkarten) sowie Non-Books.

Zu den Autoren gehören u. a. Ulrich Auffenberg, Georg Austen, Ulrike Böhmer, Alfred Herrmann. Josef Holtkotte, Peter Klasvogt, Michael Kunzler, Peter Schallenberg und Heinrich Wullhorst.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dagmar Olzog, Johannes Hacker (Hrsg.): Dokumentation deutschsprachiger Verlage. 14. Ausgabe, verlag moderne industrie, Landsberg am Lech 2001, ISBN 3-478-38764-7, S. 52–53.
  • Hans-Walter Stork, Alfons Wittmann: Das Bucharchiv des Bonifatius-Verlages 1869–1994. 2. Auflage, Bonifatius, Paderborn 1997, ISBN 3-87088-847-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verena Buser: Der Mauscheljude (1879). In: Wolfgang Benz (Hrsg.): Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart. Band 6: Publikationen. Im Auftrag des Zentrums für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin. De Gruyter Saur, Berlin u. a. 2013, ISBN 978-3-11-025872-1, S. 448.