Bonne Nouvelle (Métro Paris)

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Metro-M.svg Bonne Nouvelle
Metro Paris - Ligne 8 - Station Bonne Nouvelle (1).jpg
Tarifzone 1
Linie(n) 08Paris m 8 jms.svg 09Paris m 9 jms.svg
Ort Paris II, IX, X
Eröffnung 5. Mai 1931
Bahnsteig der Linie 8 Richtung Balard mit einfahrendem Zug der Baureihe MF 77, 2008
Bahnsteig der Linie 9 Richtung Mairie de Montreuil, Zug der Baureihe MF 67, 2010
Zugänge mit Art-déco-Kandelabern

Bonne Nouvelle ist eine unterirdische Doppelstation der Pariser Métro. Sie wird von den Linien 8 und 9 bedient.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der U-Bahnhof befindet sich an der Grenze des 2., 9. und 10. Arrondissements von Paris. Er liegt längs unter dem Boulevard de Bonne Nouvelle, zwischen der Rue du Sentier und der Rue de Mazagran.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benannt ist der U-Bahnhof nach der Kirche Notre-Dame-de-Bonne-Nouvelle in der nahen Rue de la Lune. Das zwischen 1823 und 1830 errichtete Gebäude ist bereits der dritte Sakralbau an dieser Stelle.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Station der Linie 8 wurde am 5. Mai 1931, rechtzeitig einen Tag vor der Eröffnung der Pariser Kolonialausstellung, in Betrieb genommen. An jenem Tag wurde die Linie von Richelieu – Drouot um ca. 8000 m bis Porte de Charenton verlängert.[2]

Züge der Linie 9 verkehrten dort erstmals am 10. Dezember 1933 im Zuge der Verlängerung der Linie von Richelieu – Drouot bis Porte de Montreuil.[3]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stationen der Linien 8 und 9 liegen in einer Flucht übereinander, wobei die Linie 8 die obere Ebene nutzt. Sie haben jeweils Seitenbahnsteige an zwei Streckengleisen, massive – an einigen Stellen durchbrochene – Stützwände zwischen den Gleisen lassen den Eindruck von vier eingleisigen Stationen entstehen. Decken und Wände sind weiß gefliest, die Decken sind asymmetrisch gewölbt. Beide Stationen wurden von vornherein mit einer Länge von 105 m errichtet.[4]

Anlässlich der Hundert-Jahr-Feier der Métro erhielt der U-Bahnhof Dekorationen zum Thema Film. Dem bekannten Schriftzug Hollywood oberhalb Los Angeles entsprechend tragen die Stationsschilder seitdem eine wellenförmige Schrift.

Vom Straßenraum aus existieren sechs Zugänge, die teilweise durch von Adolphe Dervaux im Stil des Art déco entworfene Kandelaber markiert sind.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zunächst verkehrten auf der Linie 8 Sieben-Wagen-Züge[Anm. 1] der Bauart Sprague-Thomson.[5] Von 1975 an kamen MF-67-Züge auf die Linie 8, die ab 1980 durch die Baureihe MF 77 ersetzt wurden. Da nicht alle Stationen der Linie 8 entsprechend verlängert wurden, sind dort heute nur noch Fünf-Wagen-Züge im Einsatz.

Auf der Linie 9 verkehrten jahrzehntelang ebenfalls Sprague-Thomson-Züge, die dort ihr letztes Einsatzgebiet hatten.[Anm. 2] 1983 kam die Baureihe MF 67 auf die Strecke.[6] Seit Oktober 2013 kam zunehmend die Baureihe MF 01 zum Einsatz, am 14. Dezember 2016 verkehrte der letzte MF-67-Zug auf der Linie 9.

Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Nähe befinden sich das Théâtre du Gymnase Marie Bell und das Conservatoire national supérieur d’art dramatique.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Weil die westlich von Richelieu – Drouot gelegenen Stationen der Linie 8 zunächst nur 75 m lang waren, verkehrten die letzten beiden Wagen eines Zugs von dort an leer weiter, da sie deren Bahnsteigkanten nicht erreichten
  2. Der letzte Sprague-Thomson-Zug im Linienverkehr war am 16. April 1983 auf der Linie 9 unterwegs

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bonne Nouvelle (Paris Metro) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gérard Roland: Stations de métro d'Abbesses à Wagram. Christine Bonneton, Clermont-Ferrand 2011, ISBN 978-2-86253-382-7, S. 66.
  2. Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor. 2. Auflage. La Vie du Rail, Paris 2000, ISBN 2-902808-87-9, S. 241.
  3. Jean Tricoire, op. cit., S. 259.
  4. Brian Hardy: Paris Metro Handbook. 3. Auflage. Capital Transport Publishing, Harrow Weald 1999, ISBN 1-85414-212-7, S. 36.
  5. Jean Tricoire, op. cit., S. 241.
  6. Jean Tricoire, op. cit., S. 260.
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Grands Boulevards
← Balard
Paris m 8 jms.svg Strasbourg – Saint-Denis
Pointe du Lac →
Grands Boulevards
← Pont de Sèvres
Paris m 9 jms.svg Strasbourg – Saint-Denis
Mairie de Montreuil →

Koordinaten: 48° 52′ 14,3″ N, 2° 20′ 56″ O