Bonner Kunstverein

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Der Bonner Kunstverein ist ein gemeinnütziger und eingetragener Verein mit Sitz in Bonn, der sich der Vermittlung zeitgenössischer Kunst widmet. Der Verein ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft deutscher Kunstvereine (AdKV).

Außenansicht Bonner Kunstverein im April 2009

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bonner Kunstverein wurde am 24. Mai 1963 von einem Kreis Bonner Bürger und Künstler in der Godesberger Galerie Schütze gegründet. Die erste Phase in den 1960er Jahren stand in enger Anlehnung an das Rheinische Landesmuseum Bonn. Die Wahl von Dorothea von Stetten zur neuen Vorsitzenden im Jahre 1973 leitete die zweite Entwicklungsphase ein, die durch Aufschwung und Internationalisierung gekennzeichnet war. Derzeitiger Vorstandsvorsitzender ist Henning Boecker (Stand Juni 2015).

1986 erhielten Kunstverein, Künstlergruppen und die Gesellschaft für Kunst und Gestaltung ihr neues Domizil in der ehemaligen Blumenhalle. Im Januar 1987 eröffnete der Kunstverein mit Annelie Pohlen als hauptamtlicher Direktorin die von Haus Rucker & Co umgebauten Räume. 1988 fand die 3. Videonale, das erste internationale Videofestival der Bundesrepublik, in den Räumlichkeiten des Kunstvereins statt. Ab 2004 war Christina Végh Direktorin des Vereins, ihre Nachfolgerin wurde Michelle Cotton. Beim Umbau im Jahr 2007 wurden die Räumlichkeiten grundlegend renoviert und das Foyer umgestaltet, im Eingangsbereich befindet sich heute das Café Schwarz & Weiss.

2011 hatte der Bonner Kunstverein rund 800 Mitglieder.

Konzeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein betreibt ein Ausstellungszentrum für zeitgenössische Kunst und organisiert darüber hinaus Führungen, Vorträge, Künstlergespräche, Symposien, Kunstreisen und andere Veranstaltungen zur Förderung zeitgenössischer Kunst und Künstler. Begleitende Kataloge vertiefen die Informationen über einzelne Künstler oder thematische Zusammenhänge.

Artothek[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Artothek, im April 2009

Mit der zunehmenden Internationalisierung und Aktualisierung des Ausstellungsprogramms wuchs die Bedeutung der Vermittlungsstrategien. In den neuen bezogenen Räumen der ehemaligen Blumenhalle richtete Dorothee Opitz-Hoffmann 1987 eine Artothek mit ca. 1500 ausleihbaren Werken bedeutender zeitgenössischer Künstler ein.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2008 erhielt der Bonner Kunstverein den Förderpreis der Sparda Bank West, der mit 50.000 Euro dotiert war.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2017: The Policeman´s Beard is Half Constructed: Kunst im Zeitalter Künstlicher Intelligenz
  • 2017: Peter Mertes Stipendium 2016: Israel Aten und Katharina Monka
  • 2017: Nick Relph
  • 2016: Josh Smith
  • 2015: Jonathan Binet
  • 2015: Raphaela Vogel: Raphaela und der große Kunstverein
  • 2014: Jana Euler
  • 2014: 30 Jahre – 30 Stimmen, Retrospektive anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Videonale Bonn[1]
  • 2014: Follies, Mehrfach: Haegue Yang & Gabriel Lester
  • 2014: Alexandra Bachzetsis – Claire Hooper
  • 2013: Brian Jungen
  • 2013: Peter Mertes Stipendium 2012: Evamaria Schaller und Timo Seber
  • 2013: Timur Si-Qin: Basin of Attraction
  • 2013: Sieht man ja, was es ist. Die Editionen der Galerie Erhard Klein 1972–2006
  • 2012: Charline von Heyl
  • 2012: Markéta Othová – Ed Atkins
  • 2012: Alexandra Bircken
  • 2011: Annette Kelm – Michaela Meise: Hallo aber
  • 2011: Helen Mirra: gehend
  • 2010: Matthieu Ronsse
  • 2008: Hans-Jörg Mayer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. videonale.org: 30 Jahre – 30 Stimmen (abgerufen am 22. Juli 2015)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christiane Végh (Hrsg.): Hans-Jörg Mayer, Dumont-Verlag, Köln 2008 ISBN 978-3-8321-9163-4
  • 19632013. 50 Jahre Bonner Kunstverein. Festschrift zum 50-jährigen Jubiläum des Bonner Kunstvereins, mit Interviews, Künstlerstatements, Beiträgen u. a. von Anne-Marie Bonnet, Christina Végh, Margarethe Jochimsen, Annelie Pohlen, Irene Horn, Elisabeth Wynhoff, Philipp Kaiser, Yilmaz Dziewior, Stephan Strsembski und Michael Stockhausen, Bonn 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]