Bonnut

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Bonnut
Bonnut (Frankreich)
Bonnut
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Pyrénées-Atlantiques
Arrondissement Pau
Kanton Artix et Pays de Soubestre
Gemeindeverband Lacq-Orthez
Koordinaten 43° 33′ N, 0° 46′ WKoordinaten: 43° 33′ N, 0° 46′ W
Höhe 66–161 m
Fläche 22,01 km2
Einwohner 767 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 35 Einw./km2
Postleitzahl 64300
INSEE-Code
Website bonnut.pagesperso-orange.fr

Kapelle Sainte-Marie in Bonnut

Bonnut ist eine französische Gemeinde mit 767 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Pau und zum Kanton Artix et Pays de Soubestre (bis 2015: Kanton Orthez).

Die Bewohner werden Bonnutiens oder Bonnutiennes genannt.[1] Der Name in der gascognischen Sprache lautet Bonut.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bonnut liegt ca. 55 km nordwestlich von Pau und ca. 10 km nördlich von Orthez im Béarn an der Grenze zum benachbarten Département Landes.

Umgeben wird der Ort von den Nachbargemeinden:

Tilh (Landes) Arsague (Landes)
Amou (Landes)
Saint-Girons-en-Béarn Nachbargemeinden Bonnegarde (Landes)
Saint-Boès Orthez Sallespisse

Bonnut liegt im Einzugsgebiet des Flusses Adour. Nebenflüsse des Luy de Béarn strömen durch das Gemeindegebiet:

  • Ruisseau du Pas de Salles
  • Ruisseau de Cabin
  • Ruisseau de Hourquet
  • Ruisseau de Bédéra
  • Ruisseau de l'Ourseau.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Erwähnung von Bonnut erfolgte im 10. Jahrhundert unter dem Namen Bonut im Kopialbuch der Abtei Saint-Jean de Sorde. Weitere Toponyme waren in der Folge de Bonuto (1279, gascognische Register), Bonut (1385, Volkszählung), Bonut (1493, Kopialbuch von Orthez), Bonuyt (1494, Notare von Orthez), Bonuyt (1592, Kopialbuch von Orthez).[4]

Im Mittelalter lag Bonnut auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Der Abt eines Laienklosters und der Grundherr von Tilh teilten sich die Grundherrschaft, was je eine Kapelle für die beiden entsprechenden Pfarrgemeinden Saint-Martin und Sainte-Marie zur Folge hatte. Auf der Karte von Cassini 1750 ist die Gemeinde Bonnut bereits mit dem heutigen Namen eingezeichnet. Zu beachten ist die Angabe der beiden Pfarrgemeinden, und dass die Grenze zu Landes südlich der Gemeinde verläuft. Bonnut gehörte zeitweise zu Chalosse, einem Landstrich der Landes.[5][6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Höchstständen der Einwohnerzahl zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit über 1200 Einwohnern setzte die Landflucht ein und reduzierte die Zahl insbesondere in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis zur Jahrtausendwende auf fast die Hälfte. Seitdem geht die Zahl leicht wieder nach oben.

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2009 2016
Einwohner 707 707 715 704 682 668 668 670 767
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 1999,[7] INSEE ab 2006[8][9]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche, gewidmet Martin von Tours, erbaut im 15. Jahrhundert als Ersatz der bereits im 12. Jahrhundert erwähnten Kirche, im 20. Jahrhundert restauriert. Das Auffallende an der Kirche sind die weißen Steine, die die Dachgraten des Kirchturms von der Turmspitze bis zu den darunterliegenden Dachgauben verzieren.[10]
  • Kapelle Sainte-Marie. Sie ist eines der wenigen verbliebenen Zeugnisse romanischer Architektur im Béan, die hier an dem abgerundeten Chor zu erkennen ist. Das ursprüngliche Gebäude datiert aus dem 12. Jahrhundert und wurde in den folgenden Jahrhunderten immer wieder verändert. Im 18. oder 19. Jahrhundert wurde der Kirchturm sowie der große Vorbau über dem Eingang errichtet.[11]
  • Rathaus. Im Jahre 2007 bezog die Gemeinde eine ehemalige Kapelle, deren einzig verbliebene sichtbare Zeichen der Dachreiter in Form eines Glockenstuhls ist.[12]
  • Haus Populus. Das Besondere an dem Gebäude sind Anleihen der Bauweise der Chalosse, der Bonnut zeitweise gehörte, und ein Taubenschlag im hinteren Teil des Hofs.[13]
  • Tarruc de Montargou. Spuren von Gräben der Erdhügelburg auf einer strategisch günstigen Stelle auf einer Anhöhe über dem Tal des Ruisseau de l’Ourseau sind im Ortsteil Gastou sichtbar.[14]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wirtschaft wird vor allem von der Landwirtschaft bestimmt.

Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2014[15]
Gesamt = 79

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bonnut verfügt über eine öffentliche Vor- und Grundschule mit 76 Schülerinnen und Schülern im Schuljahr 2016/2017.[16]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bonnut ist angeschlossen an die Routes départementales 46, 56 und 446. Die Route départementale 947 (ehemalige Route nationale 647) führt abschnittsweise über die westliche Gemeindegrenze.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pierre Forsans, geboren am 1. September 1853 in Bonnut, gestorben am 16. November 1919 in Biarritz, Politiker.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bonnut – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pyrénées-Atlantiques Gentilé (fr) habitant.fr. Abgerufen am 10. März 2017.
  2. Bonnut (fr) Gasconha.com. Abgerufen am 10. März 2017.
  3. Ma commune : Bonnut (fr) Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne. Abgerufen am 10. März 2017.
  4. Noms de communes du Béarn (fr) Gemeinde Bonnut. Abgerufen am 10. März 2017.
  5. Conseil régional d’Aquitaine: Bonnut (fr) Visites en Aquitaine. Archiviert vom Original am 12. März 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr Abgerufen am 10. März 2017.
  6. France 1750 (en) David Rumsey Map Collection: Cartography Associates. Abgerufen am 10. März 2017.
  7. Notice Communale Bonnut (fr) EHESS. Abgerufen am 10. März 2017.
  8. Populations légales 2006 Commune de Bonnut (64135) (fr) INSEE. Abgerufen am 10. März 2017.
  9. Populations légales 2014 Commune de Bonnut (64135) (fr) INSEE. Abgerufen am 10. März 2017.
  10. Conseil régional d’Aquitaine: Eglise Saint-Martin à Bonnut (fr) Visites en Aquitaine. Archiviert vom Original am 12. März 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr Abgerufen am 10. März 2017.
  11. Conseil régional d’Aquitaine: Chapelle Sainte-Marie de Bonnut (fr) Visites en Aquitaine. Archiviert vom Original am 12. März 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr Abgerufen am 10. März 2017.
  12. Conseil régional d’Aquitaine: Chapelle Saint-Vincent de Bonnut (fr) Visites en Aquitaine. Archiviert vom Original am 12. März 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr Abgerufen am 10. März 2017.
  13. Conseil régional d’Aquitaine: Maison Populus (fr) Visites en Aquitaine. Archiviert vom Original am 12. März 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr Abgerufen am 10. März 2017.
  14. Conseil régional d’Aquitaine: Motte féodale Tarruc de Montargou (fr) Visites en Aquitaine. Archiviert vom Original am 12. März 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr Abgerufen am 10. März 2017.
  15. Caractéristiques des établissements en 2014 Commune de Bonnut (64135) (fr) INSEE. Archiviert vom Original am 13. März 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.insee.fr Abgerufen am 10. März 2017.
  16. École maternelle et élémentaire (fr) Nationales Bildungsministerium. Abgerufen am 10. März 2017.