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Boos (Eifel)

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Wappen Deutschlandkarte
Boos (Eifel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Boos hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 50° 19′ N,  1′ OKoordinaten: 50° 19′ N,  1′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mayen-Koblenz
Verbandsgemeinde: Vordereifel
Höhe: 470 m ü. NHN
Fläche: 10,38 km²
Einwohner: 607 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56729
Vorwahl: 02656
Kfz-Kennzeichen: MYK, MY
Gemeindeschlüssel: 07 1 37 014
Adresse der Verbandsverwaltung: Kelberger Straße 26
56727 Mayen
Website: www.boos-eifel.de
Ortsbürgermeister: Edmund Röser
Lage der Ortsgemeinde Boos im Landkreis Mayen-Koblenz
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Karte
Boos von Süden

Boos ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Vordereifel an, die ihren Verwaltungssitz in Mayen hat.

Die Gemarkung liegt in der von Maaren geprägten Osteifel und umfasst eine Fläche von 10,38 km², hiervon sind 5,02 km² Wald. Im Jahr 2000 wurde das 1,52 km² umfassende Naturschutzgebiet „Booser Maar“ ausgewiesen.

Boos ist die westlichste Gemeinde des Landkreises Mayen-Koblenz und liegt in der Vulkaneifel, rund fünf Kilometer südöstlich des Nürburgringes. Nordwestlich des Ortes steht seit 2003 der Booser Eifelturm auf dem 557 Meter hohen Schneeberg mit Blick u. a. auf das Booser Doppelmaar.

1238 wurde die Gemeinde erstmals urkundlich in der Schenkung des Grafen Hermann von Virneburg an das Kloster Himmerod erwähnt.[2] Sie teilte jahrhundertelang das Schicksal der Grafschaft. Nach dem Aussterben der Virneburger 1545 kam Boos an die von Manderscheid-Schleiden. Nach deren Aussterben 1593 ergriff Kurtrier die Herrschaft und machte die von den Manderscheidern eingeführte Reformation rückgängig. Nach der Annexion der Eifel durch Frankreich 1794/95 begann eine 20-jährige französische Herrschaft. Danach kam Boos zur preußischen Rheinprovinz. 1817 kam Boos zur Bürgermeisterei Mayen. Am 15. Mai 1880 wurde ein Teil des Dorfes durch einen Brand zerstört.

Nach dem Ersten Weltkrieg zeitweise amerikanisch besetzt.

Der Gemeinderat in Boos besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und – wenn wieder gewählt – dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Bei der Wahl 2014 fand eine personalisierte Verhältniswahl statt, da zwei Wahlvorschlagslisten eingereicht wurden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

WahlGrüneWGRGesamt
2024per Mehrheitswahl12 Sitze[3]
2019per Mehrheitswahl12 Sitze[4]
201411112 Sitze
2009per Mehrheitswahl12 Sitze

Edmund Röser wurde am 5. Februar 2026 Ortsbürgermeister von Boos.[5] Da für eine am 23. Februar 2025 angesetzte Direktwahl kein Wahlvorschlag eingereicht wurde, oblag die Neuwahl des Bürgermeisters gemäß rheinland-pfälzischer Gemeindeordnung dem Rat.[6] Bis zur Wahl und Ernennung des neuen Ortsbürgermeisters wurden die Amtsgeschäfte kommissarisch von den beiden Beigeordneten Martin Thomé und Edmund Röser ausgeübt.[7]

Rösers Vorgänger Ulrich Faßbender hatte das Amt am 30. Juni 2014 übernommen und mit Wirkung zum 1. Dezember 2024 niedergelegt.[7] Zuvor hatte Friedhelm Stephani das Amt des Ortsbürgermeisters von 1984 bis 2014 ausgeübt.[8]

Wappen von Boos
Wappen von Boos
Blasonierung: „Durch eingeschweifte blaue Spitze, darin zwei verschlungene silberne Ringe, gespalten, vorn in Silber das rote Kurtrierer Kreuz, hinten in Gold eine rote Raute.“
Wappenbegründung: Bei der Auswahl der Symbole des Wappens hat sich der Gemeinderat auf die geschichtliche Vergangenheit der Ortsgemeinde Boos gestützt. Das Kurtrierer Kreuz weist auf das Lehensverhältnis zum Kurfürstentum Trier hin, während die Raute dem Wappen der Grafen von Virneburg entlehnt ist. Die verschlungenen Ringe geben einen Hinweis auf die historische Zugehörigkeit zur Abtei Himmerod.

Das Wappen wurde am 18. Januar 1988 durch die Bezirksregierung Koblenz genehmigt.

Seit 1799 ist Boos eigene Pfarrei. Die Pfarrkirche St. Bartholomäus wurde nach Plänen von Johann Claudius von Lassaulx 1837–39 errichtet und 1896 erweitert. Seit 1998 gehört die Pfarrei zum neuen Dekanat Mayen-Mendig.

Boos gehört zum Verkehrsverbund Rhein-Mosel. Mit den Buslinien 334 und 343 der Rhein-Mosel-Verkehrsgesellschaft sowie dem Anruf-Nah-Verkehrsdienst (ANDi) besteht wochentags eine Verbindung zu den Bahnhöfen Monreal und Mayen Ost an der Eifelquerbahn KaiserseschAndernach.

Durch Boos verläuft die B 410. Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Laubach an der A 48.

Persönlichkeiten

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  • Domenica Niehoff (bekannt als Domenica) (1945–2009), eine der bekanntesten ehemaligen Prostituierten Deutschlands, lebte mehrere Jahre in Boos, bis sie 2008 wieder nach Hamburg zog.[9]
Commons: Boos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
  2. Mittelrh. UB III Nr. 634
  3. Ulrich Faßbender (Wahlleiter): Bekanntmachung des Ergebnisses der Wahl zum Gemeinderat Boos am 9. Juni 2024. In: Mitteilungsblatt Vordereifel – Heimat- und Bürgerzeitung der VG Vordereifel, Ausgabe 26/2024. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, 14. Juni 2024, abgerufen am 8. Juni 2025.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen.
  5. Axel Schneider: Boos hat wieder einen Bürgermeister. Ortsgemeinde Boos, 5. Februar 2026, abgerufen am 9. März 2026.
  6. Martin Thome (Wahlleiter): Bekanntmachung über die Nichtdurchführung der Wahl der Ortsbürgermeisterin/des Ortsbürgermeisters am 23. Februar 2025. In: Mitteilungsblatt Vordereifel – Heimat- und Bürgerzeitung der VG Vordereifel, Ausgabe 3/2025. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, 8. Januar 2025, abgerufen am 8. Juni 2025.
  7. 1 2 Martin Thomé: Gemeindeverwaltung Boos. Ortsgemeinde Boos, 13. Dezember 2024, abgerufen am 8. Juni 2025.
  8. Ortsgemeinde Boos: Verabschiedung ehemalige Ratsmitglieder. 17. Juni 2019, abgerufen am 11. Februar 2020.
  9. Jens Meyer-Odewald: St. Pauli: Der Kiez trauert um Domenica Anita Niehoff. Die „Königin der Reeperbahn“ ist tot. In: Hamburger Abendblatt. 13. Februar 2009, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 30. Juni 2012; abgerufen am 16. April 2024.