Boos (Nahe)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Boos
Boos (Nahe)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Boos hervorgehoben
Koordinaten: 49° 48′ N, 7° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Kreuznach
Verbandsgemeinde: Rüdesheim
Höhe: 135 m ü. NHN
Fläche: 1,11 km2
Einwohner: 376 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 339 Einwohner je km2
Postleitzahl: 55595
Vorwahl: 06758
Kfz-Kennzeichen: KH
Gemeindeschlüssel: 07 1 33 014
Adresse der Verbandsverwaltung: Nahestraße 63
55593 Rüdesheim
Webpräsenz: www.boos-nahe.de
Ortsbürgermeister: Karl-Heinz Klein
Lage der Ortsgemeinde Boos im Landkreis Bad Kreuznach
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Über dieses Bild
Boos an der Nahe, die Nahetalbahn tangiert den Ort

Der Weinort Boos ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Rüdesheim an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Boos liegt zwischen Hunsrück und Nordpfälzer Bergland an der Nahe, südöstlich von Bad Sobernheim.

Nachbargemeinden sind Staudernheim, Waldböckelheim, Oberstreit und Duchroth.

Zu Boos gehört auch der Wohnplatz Im Käsberg.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf entstand auf einem hochwasserfreien Gleithang der Nahe auf einer Niederterrasse nördlich des Flusses Nahe an einem Bach. Wie bereits zahlreiche Funde aus der Vor- und Frühzeit zeigen, gehört Boos zu den ältesten Siedlungen im Naheraum. Allgemein bekannt ist die römischeVilla Rustica“ mit ihrem erhaltenen Kryptoportikusgeschoss.

Während der Zeit der Stammesherzogtümer lag der Ort im Herzogtum Franken.

Der Name wird nach einer Erwähnung um das Jahr 1000 als Boys mit Buschgebiet erklärt. Unter Erzbischof Willigis (995–1011) schenkte der Herzog Konrad von Kärnten aus dem Geschlecht der Salier dem Kloster Disibodenberg zum Seelenheil seiner verstorbenen Tochter Udo ein Gut von 20 Morgen salischen Landes und zwei besetzte Huben in „Boys“.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Boos, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][1]

Jahr Einwohner
1815 278
1835 330
1871 351
1905 324
1939 299
1950 321
Jahr Einwohner
1961 299
1970 349
1987 366
1997 388
2005 409
2015 376


Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Boos besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Öffentliche Einrichtungen / Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Vereinen und Einrichtungen in der Ortschaft gehören die Freiwillige Feuerwehr Boos, das Gemeindehaus, der Angel- und Naturschutzverein Boos, der Booser Carneval-Verein, der Feuerwehrförderverein, der TUS 1926 Boos e.V., das Volksbildungswerk, die Sporthalle und der Sportplatz.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortskern von Boos befinden sich die Reste einer Villa Rustica der Römer, die zur Zeit des römischen Imperiums an der Nahe siedelten. Hier kann man die Funktionsweise einer römischen Fußbodenheizung sehen.

Unweit von Boos, zwischen Staudernheim und Odernheim gelegen, befindet sich der Disibodenberg, auf dem der irische Mönch Disibod ein Kloster gründete. Hildegard von Bingen lebte und wirkte dort über 40 Jahre.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Boos

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Boos (Nahe) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 16 (PDF; 2,3 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen