Boothia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Boothia-Halbinsel
Boothia- und Melville-Halbinseln, Nunavut, Kanada
Boothia- und Melville-Halbinseln, Nunavut, Kanada
Gewässer 1 Bellotstraße, Golf von Boothia
Gewässer 2 Franklin Strait, McClintock Channel, James Ross Strait, St. Roch Basin, Rae Strait, Rasmussen Basin

Geographische Lage

70° 26′ 0″ N, 94° 24′ 0″ W70.433333333333-94.4Koordinaten: 70° 26′ 0″ N, 94° 24′ 0″ W
Boothia-Halbinsel (Nunavut)
Boothia-Halbinsel
Länge 525 km
Breite 199 km
Fläche 50.000 km²

Boothia (englisch Boothia Peninsula, ursprünglich Boothia Felix genannt) ist die nördlichste Halbinsel des kanadischen Festlandes (bis 71° 18' nördl. Breite). Das Nordkap der Halbinsel, Cape Rennell, ist der nördlichste Punkt des nordamerikanischen Kontinents (ohne Inseln). Die Halbinsel hat eine Fläche von etwa 50.000 km² und 809 Einwohner (meist Inuit). Hauptort und einziger Ort ist Taloyoak (vormals Spence Bay). 1948 wurde 60 Kilometer weiter nördlich Ikpik (Thom Bay) gegründet, jedoch bald darauf verlassen.[1] Boothia ist vorwiegend aus präkambrischem Gestein aufgebaut und bis zu 573 m hoch; im Osten und Westen sind ebene Tundra, Frostschutt- und Felsflächen vorherrschend. Die Halbinsel wurde 1829 bis 1833 von John Ross entdeckt, der sie nach seinem Freund Felix Booth (1775–1850) benannte, der die Mittel für die Expedition gegeben hatte. Auf Boothia Felix wurde 1831 von James Clark Ross der Magnetpol der Nordhalbkugel festgestellt, der sich seit 1990 schnell in Richtung Sibirien bewegt und 2007 schon fast 84° nördlicher Breite erreichte.[2]

Die nur zwei kilometer breite Bellotstraße trennt die Halbinsel von der im Norden angrenzenden Insel Somerset Island. Im Süden der Halbinsel liegt ihre schmalste Stelle – der Boothia Isthmus. Östlich liegt der Golf von Boothia, westlich liegen die Franklin Strait, der McClintock Channel, die James Ross Strait, sowie St. Roch Basin, Rae Strait und Rasmussen Basin.

Literatur[Bearbeiten]

  • Meyers-Konversations-Lexikon. Eine Encyclopädie des allgemeinen Wissens, 3. Aufl., Band. 3, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig 1874.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Catholic Mission to the Inuit (englisch), abgerufen am 14. juni 2013
  2. L. R. Newitt, A. Chulliat, J.-J. Orgeval: Location of the North Magnetic Pole in April 2007. In: Earth Planets Space 61, 2009, S. 703–710