Bor (Serbien)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Бор
Bor
Wappen von Bor (Serbien)
Bor (Serbien) (Serbien)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Serbien
Okrug: Bor
Opština: Bor
Koordinaten: 44° 5′ N, 22° 6′ O44.07833333333322.095277777778378Koordinaten: 44° 4′ 42″ N, 22° 5′ 43″ O
Höhe: 378 m. i. J.
Einwohner: 34.160 (2011)
Telefonvorwahl: (+381) 030
Postleitzahl: 19210
Kfz-Kennzeichen: BO
Struktur und Verwaltung
Bürgermeister: Živorad Petrović (SNS)

Bor (serbisch-kyrillisch Бор) ist eine Stadt mit 34.160 Einwohnern in Serbien und Standort einer der größten Kupferminen Europas.[1]Die Stadt ist der Verwaltungssitz des Okrug Bor und der Opština Bor. Der Name Bor bedeutet wörtlich übersetzt Kiefer.

Geografie[Bearbeiten]

Bor ist eine Stadt in der Region Timočka Krajina. Sie ist umgeben von einigen Kurorten wie Banjsko Polje und Brestovačka Banja sowie dem Bor-See und den Bergen Stol und Crni Vrh (Schwarze Spitze). In der Nähe befindet sich eine der größten Höhlen auf dem Balkan, die Lazareva pećina (Lazarus-Höhle).[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 1835 besuchte August von Herder auf Einladung von Fürst Miloš Obrenović die Region Bor, um geologische Untersuchungen durchzuführen. Im Jahre 1904 wurde die Kupfermine nahe der Stadt Bor eröffnet. Dies war ein wichtiger Schritt für die weitere Entwicklung Bors.

In den Jahren 1911 bis 1912 wurde die orthodoxe Kirche St. Georg erbaut.

Seit 1947 hat Bor den Status einer Stadt inne.

Wirtschaft[Bearbeiten]

In Bor befindet sich eines der größten Kupfervorkommen Europas. Im Jahre 1903 wurde das Areal mit dem Kupfervorkommen vom Industriellen Georg Weifert gekauft und im Juni 1904 die Kupfermine mit französischer Beteiligung eröffnet.

Am 27. März 1941 befahl Hitler (Weisung Nr. 25) den Angriff auf Jugoslawien. In der Weisung des Führers wurde erwähnt, dass die Besitznahme der Kupfergruben von Bor aus wehrwirtschaftlichen Gründen wichtig war. Im Jahre 1943 wurden ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter in Bor inhaftiert. Die Kupferminen deckten 50 Prozent des Kupferbedarfs der deutschen Rüstungsindustrie ab. [3]

Die Kupferminen von Bor sind der wichtigste Arbeitgeber in der Region.[4]Zudem gewinnt auch der Tourismus immer mehr an Bedeutung.[5]

Demographie[Bearbeiten]

Panorama der Stadt Bor

Frühere Volkszählungen[6]:

  • 1931: 4.749
  • 1948: 10.823
  • 1953: 14.244
  • 1961: 18.496
  • 1971: 29.118
  • 2002: 39.387

Partnerstädte[Bearbeiten]

Bor unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:

Wappen und Flagge[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistical Office of the Republic of Serbia: 2011 Census of Population, Households and Dwellings. Volume 1 S. 68.
  2. Turistička Organizacija Bor: Lazareva pećina
  3. Eleonore Lappin-Eppes: Ungarisch-Jüdische Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen in Österreich 1944/45. Arbeitseinsatz-Todesmärsche-Folgen. LIT, Wien 2010, ISBN 978-3-643-50195-0, S. 16-18. Gedenkstättenportal: Bor
  4. Offizielle Webseite der Kupferminen (serbisch, englisch)
  5. Offizielle Webseite der Turistička organicacija Bor (serbisch)
  6. Opšta Državna Statistika: Definitivni rezultati popisa stanovništva od 31 marta 1931 godine. Knjiga 2: Prisutno stanovništvo po veroispovesti. Državna Štamparija, Belgrad 1938, S. 76. Popis stanovništva i stanova 1971, Knjiga 7: Stanovništvo i domaćinstava u 1948, 1953, 1961, 1971. Savezni zavod za statistiku. Belgrad 1975, S. 289. Republic of Serbia: 2002 Census of population, households and dwellings.Volume 1, S. 92.

Weblinks[Bearbeiten]