Bordesholmer Sparkasse

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Logo der Sparkassen  Bordesholmer Sparkasse AG
Hauptstelle in Bordesholm, Bahnhofstraße 43-47
Hauptstelle in Bordesholm, Bahnhofstraße 43-47
Staat DeutschlandDeutschland Deutschland
Sitz Bahnhofstraße 43–47
24582 Bordesholm
Rechtsform Aktiengesellschaft
Bankleitzahl 210 512 75[1]
BIC NOLA DE21 BOR[1]
Gründung 28. Mai 1845
Verband Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein, Verband der Deutschen Freien Öffentlichen Sparkassen
Website www.bordesholmer-sparkasse.de
Geschäftsdaten 2018[2]
Bilanzsumme 813,14 Mio. Euro
Einlagen 558,23 Mio. Euro
Kundenkredite 588,09 Mio. Euro
Mitarbeiter 131
Geschäftsstellen 8
Leitung
Vorstand Markus Schaly, Vorsitzender
Andreas Schlüter
Aufsichtsrat Gerhard Meifort, Vorsitzender
Liste der Sparkassen in Deutschland

Die Bordesholmer Sparkasse AG ist eine von fünf in Deutschland noch existierenden freien öffentlichen Sparkassen mit Sitz im schleswig-holsteinischen Bordesholm.

Organisationsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bordesholmer Sparkasse AG ist seit dem 1. Januar 2006 eine Aktiengesellschaft. Rechtsgrundlagen für die Sparkasse sind das Sparkassengesetz für Schleswig-Holstein[3] und die durch das oberste Organ der Sparkasse, die Hauptversammlung, erlassene Satzung. Organe der Sparkasse sind der Vorstand und der Aufsichtsrat.

Geschäftsausrichtung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bordesholmer Sparkasse AG betreibt als Sparkasse das Universalbankgeschäft. Im Verbundgeschäft arbeitet sie mit der LBS Bausparkasse Schleswig-Holstein-Hamburg AG, der Provinzial NordWest, der Hamburger Sparkasse sowie der HSH Nordbank und LGS Leasinggesellschaft der Sparkasse GmbH, einer Tochter der Deutsche Leasing AG zusammen.

Geschäftszahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bordesholmer Sparkasse wies im Geschäftsjahr 2018 eine Bilanzsumme von 813,14 Mio. Euro aus und verfügte über Kundeneinlagen von 558,23 Mio. Euro. Gemäß der Sparkassenrangliste 2018 liegt sie nach Bilanzsumme auf Rang 332. Sie unterhält 8 Filialen/Selbstbedienungsstandorte und beschäftigt 131 Mitarbeiter.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bordesholmer Sparkasse wurde am 28. Mai 1845 unter dem Namen „Spar- und Leihkasse der Ämter Bordesholm, Kiel und Cronshagen“ gegründet. Es folgten ereignisreiche Jahre, die insbesondere im Kontext der sozialen und politischen Entwicklungen im schleswig-holsteinischen Gesamtstaat unter dänischer Krone standen. Nachdem die Herzogtümer Schleswig und Holstein nach dem deutsch-dänischen Krieg unter preußische Krone kamen, folgten schwierige Zeiten für die freien-öffentlichen Sparkassen. Diese waren insbesondere darin begründet, dass das preußische Staatswesen in fundamental unterschiedlicher Ausrichtung zum dänischen Selbstverständnis in Bezug auf das Sparkassenwesen stand. Während die überwiegende Zahl der schleswig-holsteinischen Sparkassen noch in privatwirtschaftlicher Rechtsform tätig waren, so kehrte sich dieses Verhältnis unter preußischer Herrschaft um. Die privaten Sparkassen, darunter auch die Bordesholmer Sparkasse waren in diesen Jahren starkem Druck der Politik des neuen Staatssystems ausgesetzt. Die Weichen für die weiter in der privaten Rechtsform firmierenden Bordesholmer Sparkasse wurde erst am 30. Januar 1930 gestellt. Mit der Akzeptanz einer vom preußischen Innenministerium aufgestellten Mustersatzung ging die Verleihung der Rechte einer juristischen Person (wirtschaftlicher Verein) an die Bordesholmer Spar- und Leihkasse einher. Im weiteren Verlauf entwickelte sich die Bordesholmer Sparkasse sehr gut. Ein weiterer Meilenstein war die im Jahr 1990 vollzogene Fusion mit der Sparkasse St. Margarethen-Wacken und der Wechsel der Rechtsform in eine Aktiengesellschaft im Jahr 2006.

Filialstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Filialen der Bordesholmer Sparkasse sind quer über das Bundesland Schleswig-Holstein verteilt. Dies ist unter anderem die Folge von einem getrennten Geschäftsgebiet, welches durch die Übernahme der ehemaligen Sparkasse Sankt Margarethen-Wacken zustande gekommen ist. Dieses Phänomen taucht überwiegend bei den freien-öffentlichen Sparkassen auf, bei denen aufgrund der Rechtsform ein Verschmelzen mit regional benachbarten öffentlichen-rechtlichen Instituten ungleich schwieriger ist.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Sparkassenrangliste 2018. (PDF; 85 kB, 9 Seiten) In: Finanzgruppe Deutscher Sparkassen- und Giroverband. DSGV.de, 21. Mai 2019, abgerufen am 21. Mai 2019.
  3. http://sh.juris.de/sh/gesamt/SparkG_SH_2005.htm#SparkG_SH_2005_rahmen
  4. Sparkassenrangliste 2018. (PDF; 85 kB, 9 Seiten) In: Finanzgruppe Deutscher Sparkassen- und Giroverband. DSGV.de, 21. Mai 2019, abgerufen am 21. Mai 2019.

Koordinaten: 54° 10′ 25,8″ N, 10° 2′ 26,6″ O