Bordierhütte

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Bordierhütte
SAC-Schutzhütte
Bordierhütte
Lage westlich des Klein Bigerhorns; Kanton Wallis, Schweiz
Gebirgsgruppe Walliser Alpen, Mischabel
Geographische Lage: 631763 / 110412Koordinaten: 46° 8′ 40″ N, 7° 50′ 59″ O; CH1903: 631763 / 110412
Höhenlage 2886 m ü. M.
Bordierhütte (Kanton Wallis)
Bordierhütte
Besitzer SAC Genf
Erbaut 1927
Bautyp Schutzhütte; Natursteinbau
Übliche Öffnungszeiten Mitte Juni bis Mitte September
Beherbergung 0 Betten, 44 Lager
Winterraum 44 Lager
Weblink www.bordierhuette.ch
Riedgletscher und Nadelgrat mit Lenzspitze und Ulrichshorn, von rechts Dürrenhorn (4035 m), Hohberghorn (4219 m), Stecknadelhorn (4241 m), Nadelhorn (4327 m), im Hintergrund Lenzspitze (4294 m), Windjoch (3850 m), Ulrichshorn (3925 m) und die dunklen Hänge des Balfrin (3796 m)

Die Bordierhütte ist eine 2886 m ü. M. hoch gelegene alpine Schutzhütte der SAC-Sektion Genf oberhalb von St. Niklaus im Mischabel, Walliser Alpen. Sie ist zentraler Ausgangspunkt für die Gipfel der Balfringruppe und des Nadelgrats. Benannt ist die Hütte nach dem Genfer Bankier Pierre Bordier, der 1927 den Bau der Hütte mit ihren ursprünglich 52 Schlafplätzen[1] unterstützte.

Die Hütte ist in den Sommermonaten bewartet, während der restlichen Zeit stehen Küche, Essraum und Schlafräume zur Verfügung.

Bordierweg und Wegvariante[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Zustieg zur Bordierhütte erfolgt von Gasenried aus, erfordert eine Gehzeit von etwa 4 bis 4½ Stunden und ist hochalpin mit der Schwierigkeit T4. Im oberen Teil muss dabei der Riedgletscher gequert werden.[2]

Nach dem Verlassen des Dorfes Gasenried führt der Weg entlang der «Wasserleita» Nieschwasser vorbei an der Kapelle Schalbetten und dann durch den Riederwald vorbei an der Wegverzweigung auf den Grat weiter nach Alpja auf eine Höhe von 2099 m ü. M. Von Alpja zieht der markierte Wanderweg hinauf bis zum Riedgletscher auf 2707 m ü. M. Die flache Gletscherüberquerung ist bei bewarteter Hütte mit reflektierenden Stangen alle 20 Meter markiert. Danach steigt der Weg nochmals kurz auf eine Höhe von 2886 m ü. M. an.

Bei der Wegverzweigung kann auch weiter dem Europaweg gefolgt werden, wobei der Anstieg hinauf zum Grat auf 2343 m ü. M. und dann beim Mittelberg auf einer Höhe von 2562 m ü. M. die Abzweigung zur Bordierhütte genommen werden. Auf einer Höhe von 2707 m ü. M. trifft diese Wegvariante wieder auf den Bordierweg, bevor der Riedgletscher überquert wird.

Gipfel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christian Imboden: Berge: Beruf, Berufung, Schicksal. Die St. Niklauser Bergführer als Wegbereiter des internationalen Alpinismus. Rotten Verlag, Visp 2013, ISBN 3-907624-48-3. (Kapitel Erste schriftlich bekannte Lager und Unterkünfte in den Alpen für Bergsteiger aus dem Unterland, sowie hochalpine Hütten um das Nikolaital).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bordierhütte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. SAC Clubhüttenalbum 1928/1931, Ergänzt 1937/1946, Grafische Kunstanstalt Brunner & Cie. A.-G., Zürich
  2. Bordierweg: Wanderweg Gasenried zur Bordierhütte, 21. und 22. Juli 2015 (YouTube Videoclip)